35 Millionen für Transfers: RB Leipzig braucht frisches Blut!


Die letzten Ergebnisse in der Bundesliga und in der Europa League haben gezeigt, dass RB Leipzig mit seinem aktuellen Kader den hohen Ansprüchen nicht gerecht werden kann. Um die Champions League zu sichern, soll bei den Roten Bullen ein Investitionsvolumen von 35 Millionen Euro helfen.

Die nächste Enttäuschung könnte schon am Donnerstagabend auf RB Leipzig warten. Der Vizemeister der Bundesliga von 2017 steht in der Europa League vor dem Aus. Nur ein Sieg gegen die bereits ausgeschiedenen Norweger von Rosenborg Trondheim und ein Erfolg des „Bruderklubs“ FC Salzburg im Parallelspiel können die Roten Bullen noch im europäischen Fußball-Unterhaus halten. Gelingen diese Resultate nicht, heißt es in Leipzig im Winter: „Alles auf Anfang“.

Es ist nicht so, dass man in Leipzig vor der Saison nicht investiert hätte. Die 60 Mio. Euro, die man beim Abgang von Naby Keita (23) zum FC Liverpool erhalten hat, investiert man in Spieler wie Nordi Mukiele (21) und Matheus Cunha (19), die zusammen 31 Mio. Euro kosten. Der Brasilianer Cunha hat mit 6 Toren in 20 Pflichtspielen durchaus sein großes Potenzial unter Beweis gestellt.

Nein. Die Probleme der Roten Bullen sind die geringe Kadergröße und das Fehlen bzw. die schwankenden Leistungen einiger Schlüsselspieler. Superstar Emil Forsberg fehlt nach Adduktorenverletzung auf Sicht. Jean-Kévin Augustin kann in der Offensive den Unterschied ausmachen, wird von Rangnick jedoch nicht immer nominiert.

Nordi Mukiele und RB Leipzig in der Europa League: Ein böser Sturz... (Photo by Ian MacNicol/Getty Images)

Mittelfeld-Allrounder Haidara und Leipzig: Liebe auf den 2. Blick

2018: Kevin Kampl und Amadou Haidara im direkten Duell RB Leipzig gegen FC Salzburg in der Europa League.
2018: Kevin Kampl und Amadou Haidara im direkten Duell RB Leipzig gegen FC Salzburg in der Europa League. (Photo by Matthias Kern/Bongarts/Getty Images)

Man hat den Eindruck, dass in Leipzig im verflixten 3. Jahr in der Bundesliga und im 2. Jahr auf im europäischen Wettbewerb ein bisschen Tristesse eingekehrt ist.

Die Chancen, die K.o.-Runde in der Europa League noch zu erreichen, sind minimal. Ralf Rangnick ist bemüht, die insgesamt nicht überzeugende Leistung in der Gruppenphase klein zu reden. „Priorität hat nach wie vor die Bundesliga, darauf liegt unser Hauptaugenmerk“, sagt der 60-Jährige, „wir wollen gerne wieder in die Champions League kommen.“

Dazu benötigt der ausgedünnte Kader der Leipziger im Winter jedoch dringend Verstärkungen. Einer, der sofort hätte helfen können, kommt aus Salzburg.

Amadou Haidara wird aus Österreich nach Leipzig wechseln, nachdem ein erster Verpflichtungsversuch im Sommer gescheitert war. Die Ablösesumme für den 20-Jährigen, der in der österreichischen Bundesliga 6 Tor-Beteiligungen in 12 Spielen verzeichnet, liegt bei 15 Mio. Euro. Der Haken: Der zentrale Mittelfeldspieler aus Mali wird nach einer Bänderverletzung voraussichtlich erst wieder Ende März 2019 einsatzbereit sein.

Zweiter Mann für die Doppel-Sechs ist der US-Amerikaner Tyler Adams (19) von New York Red Bulls. Auch ihn wollte Rangnick schon im Sommer haben.

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RB Leipzig: Mit 24 Spielern in 3 Wettbewerben

RB Leipzig marschierte als erster deutscher Klub von der 2. Liga in die Champions League. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Oliver Mintzlaff (43), Geschäftsführer von RB Leipzig in SPORT BILD: „Im Sommer haben manche Verpflichtungen nicht geklappt, die wir gern realisiert hätten. Das müssen wir akzeptieren und wir waren uns dieser Situation auch bewusst.“

RB Leipzig hat diese Herausforderung mit einem 24-Mann-Kader angenommen, muss jetzt aber beim Tanz auf 3 Hochzeiten und nach 22 Pflichtspielen mit Ermüdungserscheinungen kämpfen. Die von Rangnick verordnete Mega-Rotation ist dabei nur bedingt hilfreich. Die ständigen Umbesetzungen im Team lassen kaum Stabilität zu. Guten Ergebnissen wie dem 3:0 bei Hertha BSC folgen immer wieder enttäuschende Resultate, wie das 0:1 bei Celtic Glasgow. Die Winterpause will man in der Heldenstadt nutzen, um den Kader nicht nur numerisch zu vergrößern. „Wir suchen Spieler, die uns auch in der folgenden Spielzeit weiterhelfen können“, denkt Mintzlaff perspektivisch.

Einer dieser Perspektivspieler hat bereits bei RBL gespielt: Ademola Lookman. Der 21-jährige Engländer kommt in der Rückrunde 2017/2018 auf Leihbasis vom FC Everton. Eine feste Verpflichtung scheitert im Sommer jedoch an den strammen Ablöseforderungen des Premier-League-Klubs, die laut SPORT BILD bei mehr als 20 Mio. Euro gelegen haben soll.

Interessant ist auch die Personalie Hakan Calhanoglu (24). Der Ex-Bundesligaprofi vom HSV und Bayer 04 Leverkusen ist ebenso auf den Zetteln von Rangnick und Chef-Scout Paul Mitchell wie der englische U21-Nationalspieler Lewis Cook (21) vom FC Southampton. Ob ihn der nach Differenzen aus Leipzig abgewanderte Ex-Coach Ralph Hasenhüttl allerdings gehen lässt, wird sich zeigen….

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