Alles nur gekauft – die am teuersten zusammengekauften Teams in Europa


Die am teuersten zusammengekauften Teams der Welt sind auch die besten Teams. Jedenfalls wenn man das Ranking auf die Top 10 ausweitet und die Nummer 5 rauslässt. Und die Premier League stellt die meisten Teams in der Liste – kein Wunder. 

Die Analyse stammt vom Football Observatory in der Schweiz und zeigt, dass Real Madrid zurzeit das am teuersten zusammengekaufte Team in ganz Europa ist. Knapp dahinter folgen die beiden Manchester-Vereine, wobei das Team der Citizens noch etwas teurer war als das der Red Devils.

Mit Chelsea London auf Platz 5, Liverpool auf Platz 7 und Arsenal auf Platz 9 sind drei weitere Klubs aus der Premier League in den Top Ten. Da bleiben für die anderen 4 europäischen Top Ligen nur die Restplätze übrig.

Und hier gibt es auch keine großen Überraschungen.  Real Madrid und Barcelona sind die am teuersten zusammengekauften Teams der Primera Division. Und Juve, PSG und die Bayern sind die Pendants in der Serie A, der Ligue 1 und der Bundesliga.

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Da stellen sich nur die Fragen: Wie lange bleibt Real Madrid das teuerste Team? Und wann werden die Europäer von den Chinesen überholt?

Denn über 200 Millionen Euro gab die Chinese Super League (CSL) für Wintertransfers in der Saison Jahr 2015/16 aus, nur die Premier League gab noch mehr aus. Selbst die zweite chinesische Liga verpflichtete für 48 Millionen Euro mehr teure Spieler als beispielsweise die französische oder spanische Liga. Jiangsu Suning verpflichtete den Brasilianer Ramires für 32 Millionen Euro vom FC Chelsea. Der Ivorer Gervinho wechselte für 18 Millionen vom AS Rom nach Fernost, der Kolumbianer Fredy Guarín von Inter Mailand für 13 Millionen.

Südamerikaner und Afrikaner im Fokus

Immer mehr chinesische Unternehmen, darunter staatliche Firmen, investieren in die chinesische Liga – oder kaufen gleich ihre eigene Fußballmannschaft. Suning Commerce Group, die mehrere tausend Elektro-Geschäfte in China betreibt, kaufte erst Ende Dezember 2015 für umgerechnet 73 Millionen Euro den Ramires-Klub Jiangsu Suning. Selbst der Zweitligist Tianjin Quanjian wird von einem Unternehmen gesponsert, das traditionelle chinesische Medizin vertreibt.

China verfolgt mit den Transfers eine langfristige Strategie, die den europäischen Vereinen noch Kopfzerbrechen bereiten könnte. Anders als noch vor ein paar Jahren, als ehemalige Größen wie Didier Drogba und Nicolas Anelka für viel Geld in die CSL gelockt wurden, investieren die Klubs nun in Spieler, die zwar schon erfahren genug sind, um eine Mannschaft zu führen, aber noch etliche gute Jahre vor sich haben. Ramires ist erst 28 Jahre alt, Gervinho 29. Damit werden die Chinesen nun mit den europäischen Vereinen um diese Spieler konkurrieren. Anders als zum Beispiel die US-amerikanischen, mexikanischen oder katarischen Vereine, die sich auf die Verpflichtung von betagten Routiniers spezialisiert haben.

Allerdings ist der Kaufrausch auch ein Akt der Verzweiflung. Das Niveau der CSL ist derzeit so niedrig, dass selbst die Chinesen keine Lust auf die heimische Liga haben und lieber die englische Premier League verfolgen.

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