5:0 gegen Düsseldorf: FC Bayern ist in der Liga unterfordert


Doppelpack von Robert Lewandowski

Am Samstag Abend war eigentlich das Finale der Champions League angesetzt. Doch statt wie erträumt mit Madrid, Manchester, Paris oder Juve hatte es der FC Bayern im Bundesliga-Alltag mit Fortuna Düsseldorf zu tun. Die Gäste aus dem Rheinland waren am 29. Spieltag allerdings nur ein Sparringspartner in der menschenleeren Arena.

Ein klarer Klassenunterschied zeigte sich beim 5:0. Der Tabellenführer dominierte die Begegnung nach Belieben. Wie so oft in dieser Saison: Die Bayern setzen ihre Serie der vielen Kantersiege fort. „Sie sind allen anderen Mannschaften überlegen“, lobte sky-Experte Lothar Matthäus. „Konzentriert, gierig, leichtfüßig und voller Spielfreude“ sei das Star-Ensemble, das in der Liga aktuell unterfordert scheint.

Gegen Düsseldorf hatte Robert Lewandowski vorher noch nie getroffen. Eine Extra-Portion Motivation für den Polen, der mit einem Doppelpack kurz vor und nach der Halbzeit nun auch die Fortuna „erlegte“. Jetzt schon 29 Saisontore! Insgesamt gelangen den Münchnern 86 Treffer in 29 Partien – ein neuer Bundesliga-Rekord. Die achte Meisterschaft in Serie ist praktisch klar.

Unter Trainer Hansi Flick gab es nur 0,6 Gegentore pro Spiel – die beste Defensive Europas. Bescheiden äußerte Flick bei sky: „Statistiken interessieren mich nicht. Für uns war wichtig, nach dem Dortmund-Spiel zu zeigen, dass wir nicht nachlassen.“ Fortunas Erik Thommy attestierte dem Gegner ein „sehr gutes Positionsspiel. Sie haben ständig Überzahl geschaffen.“

Für Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler war es erst die zweite Niederlage im zehnten Spiel. Dennoch wird die Lage im Abstiegskampf immer brenzliger. Sein Team hat jetzt nur noch zwei Punkte Vorsprung vor den erstarkten Bremern.

Robert Lewandowski in seiner typischen Fistbump-Jubelpose. Foto: imago images / Poolfoto

Sané oder Havertz? Was Uli Hoeneß über Bayerns Transferpläne denkt

Leroy Sané, aktuell noch bei Manchester City. Foto: imago images / ZUMA Press

Leroy Sané, aktuell noch bei Manchester City, steht bekanntlich auf der Wunschliste des Rekordmeisters FC Bayern München. Auch der junge Kai Havertz von Bayer Leverkusen wäre ein weiterer deutscher Nationalspieler, der die Bayern verstärken könnte. Also Sané oder Havertz? Oder gar beide? Jetzt spricht Uli Hoeneß über die Transferpläne, seine Zweifel und Hoffnungen.

Dem Radiosender Bayern 1 sagte Hoeneß: „Kai Havertz würden wir sicherlich gerne haben. Aber in der jetzigen Zeit ist es so, dass man natürlich nicht ganz genau weiß, wie die wirtschaftliche Zukunft des gesamten Fußballs ist.“ Der in ganz Europa umworbene Havertz hat in Leverkusen einen Vertrag bis 2022. Spekuliert wurde bereits über eine Schwindel erregend hohe Ablösesumme über 100 Millionen Euro.

Der 68-Jährige Ehrenpräsident des FCB hofft weiterhin auf Leroy Sané. Der dürfte ebenfalls alles andere als ein Schnäppchen werden. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende äußerte dennoch Optimismus. Könnte um den Stürmer Sané herum eine neue große Bayern-Mannschaft gebaut werden? Uli Hoeneß ist sehr zuversichtlich und glaubt: „Wir sind an der Schwelle zu einer relativ tollen Generation. Wir haben eine junge entwicklungsfähige Mannschaft. Ich kann mir gut vorstellen, wenn alles optimal läuft, beginnt gerade eine neue Ära Bayern München“.

Hoeneß setzt dabei auch auf Vertragsverlängerungen mit den bewährten Leistungsträgern David Alaba und Thiago. Die Verlängerung mit Trainer Hans-Dieter Flick bis 2023 lobt er als „überragende Entscheidung“.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Hummels, Haaland, BVB
Champions League: BVB in der Siegpflicht gegen St. Petersburg
Alaba, Bayern
Gespräche gescheitert! David Alaba vor Bayern-Abschied?
Gnabry, Bayern
Champions League: FC Bayern zu Gast bei Lokomotive Moskau
Kroos, Real
Auf Real „kommt was zu“ – Toni Kroos über CL-Duell gegen Gladbach

Aktuelle Trainer-Stimmen zum 29. Spieltag

Rechts Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt). Foto: imago images / Poolfoto

Frankfurt-Trainer Adi Hütter frohlockte nach dem 2:1 Sieg in Wolfsburg: "Ein Befreiungsschlag, ein starkes Lebenszeichen! Es ist uns gelungen, die Defensive zu stabilisieren, auch wenn der VfL Torchancen gehabt hat. Ich habe auch eine gute spielerische Leistung gesehen. Wir sind aber immer noch in Gefilden, in denen es gefährlich ist."

Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner haderte mit der "unnötigen Niederlage. Wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt mit einer Vielzahl an Torchancen, die wir nicht verwertet haben. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit mit einer Standardsituation wieder reingekämpft, dann war es eine Unaufmerksamkeit zu viel."

Zufrieden äußerte sich Werder Bremens Coach Florian Kohfeldt nach dem 1:0 auf Schalke: "In der ersten Halbzeit hatten wir über 80 Prozent Ballbesitz und sehr gutes Gegenpressing. Wir haben sehr, sehr gut verteidigt, hatten ein, zwei Chancen und insgesamt hochverdient 1:0 geführt. In der zweiten Hälfte ist Schalke deutlich höher angelaufen, wir mussten zwei Spieler verletzt auswechseln. Schalke hat gedrückt, aber nur eine Großchance. Insgesamt ein verdienter Auswärtssieg."

David Wagner vom FC Schalke 04 erklärte: "Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten: eine, in der wir einen defensiven Ansatz wählten, um die Gegentorflut einzudämmen, um in der zweiten Hälfte wieder mehr dahin zurückzukommen, was wir eigentlich spielen wollen. Das haben wir eigentlich sehr gut gemacht. Aber am Ende steht wieder eine Niederlage, und am Ende steht wieder ein wahnsinniger individueller Fehler."

Ligalivenet Premium-Dienste

CLOSELOOKNET

Die Dossier-Seite. Mehr wissen. Zusammenhänge, Fakten, Gründe. Und was man tun kann!

LIGALIVE DAILY

Der tägliche Newsletter von Ligalivenet. Kostenlos und bis 06.00 Uhr morgens im Postfach. Schlauer werden in 5 Minuten.

AKTE BUNDESLIGA

Dossiers für Lover und Hater. Triumphe, Tragödien, Erfolge und Peinlichkeiten der Bundesliga-Vereine