BVB-Star Marco Reus verspricht: „Niemals Bayern“


Er schoss das bislang einzige Tor für Borussia Dortmund in einem Gastspiel bei RB Leipzig – Kapitän und Führungsspieler Marco Reus (29) hat beim 1:1 des BVB in der Red Bull Arena am 3. März 2018 getroffen. Am Samstag ist er beim Rückrunden-Auftakt des Tabellenführers wieder gefordert. Vorher hat Reus ein klares Statement in Richtung Verfolger FC Bayern München abgegeben.

Die Dortmunder Spieler dürften am Freitagabend von den ersten Minuten an gespürt haben, dass sie von der TSG 1899 Hoffenheim nicht viel Schützenhilfe erwarten konnten. Die Kraichgauer liefern im Rückrunden-Auftaktspiel gegen den BVB-Verfolger FC Bayern München (1:3 / https://ligalive.net/bundesliga-rueckrundenstart-1899-hoffenheim-fc-bayern-muenchen-leon-goretzka/ Ligalive.net berichtete) vor allem in der ersten Halbzeit eine schwache Vorstellung.

Die Münchner erhöhen mit dem ersten Tag der Rückrunde den Druck auf den Spitzenreiter auf Dortmund, sind nun vor dem BVB-Gastspiel in Leipzig am Samstag – es gibt leichtere Auftaktspiele – auf 3 Zähler herangerückt.

Es wird am Samstagabend auf die Führungsspieler bei Schwarz-Gelb ankommen. Auch auf Marco Reus. Der 29-jährige Ur-Dortmunder spielt die Saison seines Lebens. Dem Lockruf aus München will er – anders als seine früheren bzw. aktuellen Teamkollegen Mats Hummels, Robert Lewandowski und Mario Götze – jedoch nicht folgen.

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BVB-Kapitän Marco Reus führte sein Team mit 2 Toren gegen den FC Bayern München zum Sieg. (Photo by Dean Mouhtaropoulos/Bongarts/Getty Images)

Marco Reus: Zu alt für den FC Bayern?

BERLIN, GERMANY - MAY 27: Marco Reus of Dortmund looks on during the DFB Cup final match between Eintracht Frankfurt and Borussia Dortmund at Olympiastadion on May 27, 2017 in Berlin, Germany. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)
Marco Reus verletzte sich ausgerechnet bei seinem ersten Titelgewinn mit dem BVB, dem DFB-Pokalsieg 2017 gegen Eintracht Franfkurt. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

„Mich werden Sie nicht beim FC Bayern erleben. Das verspreche ich“, sagt der 29-Jährige in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, außerdem bin ich bald 30, die wollen doch ihre Altersstruktur auch verändern.“

Warum auch wechseln? Marco Reus hat bei Borussia Dortmund noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 („Reus for Life“) und er hat mit Lucien Favre (61) den Trainer, der absolut auf ihn baut und der ihm in der Offensive alle Freiheiten lässt.

Einen Druck von Seiten des Verfolgers aus München, der nach dem Erfolg in Sinsheim auf einen Ausrutscher der Borussia (Niklas Süle: „Ich hoffe, dass Dortmund verliert“) spekulierte, spürt der mit 11 Treffern zweitbeste Torschütze der Dortmunder in dieser Saison nicht. „Wir haben alles in der eigenen Hand. Wir müssen die Spiele nur so angehen wie in der Hinrunde, dann stehen uns alle Türen offen“, sagt Reus der F. A. Z.

Bevor Reus in Dortmund vom „Sorgenkind zum Anführer gereift“ (SPORT BILD, Ausgabe 1/2019) ist, war er erfolgreich auf Fußball-Wanderschaft. Aus Borussia Dortmunds U17 wechselt er 2005 zu Rot-Weiß Ahlen, 2009 nach Mönchengladbach.

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Jürgen Klinsmann, hier am 27. August 1994 an der White Hart Lane gegen Manchester United, spielte nur eine Saison für Tottenham Hotspur...(Photo by Dan Smith/Getty Images)

Mit der rheinischen Borussia und Lucien Favre vermeidet Reus 2011 den Abstieg aus der Bundesliga.

Als ihn der BVB und Coach Jürgen Klopp 2012 für 17,1 Millionen Euro Ablöse zurückholen, gibt es Kritik. „Die Großen fressen die Kleinen“, heißt es, weil Reus von der sportlich wie finanziell schlechteren Gladbacher Borussia zum „großen“ BVB wechselt. Eine Affäre um Reus‘ Fahren ohne Führerschein und zahlreiche Verletzungen trübten das Bild vom bodenständigen Jung-Profi über Jahre.

Aber: Dortmund ist seine Heimat und der BVB ist sein Ausbildungsverein. „Die Rolle als Führungsspieler habe ich sehr gern angenommen“, sagt Reus Anfang Januar in SPORT BILD, „natürlich übernehme ich jetzt noch mehr Verantwortung als zuvor. Der BVB ist mein Klub.“

„Niemals Bayern“ – das haben vor Reus, dem man das nicht nur in der aktuellen Situation auf jeden Fall abnehmen möchte, schon ganz andere Fußballgrößen. Jürgen Klinsmann (54) hat einmal in SPORT BILD verraten: „Ich habe mir geschworen: Niemals Bayern – mein Vater musste mich von diesem Schwur entbinden.“ In der Tat. Der Nationalspieler und Sonnyboy wechselt 1995 nach nur einer Saison bei Tottenham Hotspur – Klinsmann wird als bislang erster und einziger deutscher Spieler der Premier-League-Ära „Fußballer des Jahres“ in England – geht er zum Rekordmeister. Seine angeblichen, immer wieder berichteten internen Fehden mit Mario Basler und Lothar Matthäus beim „FC Hollywood“ gelten als legendär.

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