Christian Pulisic: Das sind seine Ziele mit dem BVB


Es ist der erste Transfer-Hammer des neuen Jahres. Am Saisonende wird Christian Pulisic (20) Borussia Dortmund verlassen und für 64 Mio. Euro zum FC Chelsea in die englische Premier Leaugue wechseln.

Der US-Amerikaner, seit 2. Januar 2019 von den „Blues“ an den Bundesliga-Tabellenführer zurückgeliehen, geht mit hohen Zielen in seine letzte Halbserie mit dem BVB.

Nur 2 Abgänger in der Geschichte der Fußball-Bundesliga sind noch kostenintensiver als Christian Pulisic. Der Wechsel von Kevin de Bruyne 2015 vom VfL Wolfsburg zu Manchester City für 76 Mio. Euro und Ousmanes Dembélés erpresster Abgang von Borussia Dortmund zum FC Barcelona für die Rekordsumme von bis zu 145 Mio. Euro stehen bei den BL-Exporten noch über dem Pulisic-Deal.

Im Trainingslager des BVB in Marbella hat Christian Pulisic sich am Samstag über seine Ziele mit der Borussia geäußert.

Dortmund schoss am seltensten neben das gegnerische Tor, am häufigsten ins gegnerische Tor.
Christian Pulisic (r., hier in Monaco), wird noch bis Saisonende mit Borussia Dortmund jubeln. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Pulisic-Transfer wirkt wie Win-Win-Situation

Die so genannten kleinen Gegner wie Fortuna Düsseldorf sind für Borussia Dortmund und Christian Pulisic (l.) besonders gefährlich...gegen die Rheinländer gab es am 16. Spieltag die erste und einzige Vorrunden-Niederlage. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

„Ein Kindheitstraum“ geht für den US-amerikanischen Fußball-Nationalspieler mit dem Wechsel nach England in Erfüllung.

Nicht nur für Pulisic, sondern für alle beteiligten Parteien, den Renommierklub aus London und den BVB, scheint sich eine Win-Win-Situation abzuzeichnen.

„Wir haben eine großartige Lösung gefunden für alle“, sagt Pulisic in einem Interview mit Omnisport am Samstag, welches auch von BILD.DE ausgestrahlt wird.

Vor allem scheint nach den fast täglich gehandelten Wechselgerüchten seit Anfang Dezember eine Last von den Schultern des Außenstürmers abgefallen zu ein. „Ich denke, mein Kopf ist jetzt klarer“, sagt der US-Amerikaner, der mit seinem Heimatland die WM-Qualifikation für 2018 verpasst hat.

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Premier League: Wird Pulisic der erste Superstar aus den USA?

Christian Pulisic (r.) zieht es in die englische Premier League. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Die Premier League, die an diesem Wochenende zugunsten des FA Cup pausiert, ist für Pulisic „der Ort, an dem ich schon als Kind gerne spielen wollte. Sie war schon immer eine unglaubliche Liga mit Spielern aus der ganzen Welt.“

Mit vielen Spielern aus den USA, von denen vornehmlich allerdings Torhüter wie Brad Friedel oder Tim Howard ihre Spuren hinterließen. Nun hat Christian Pulisic die Chance, erster Superstar und Feldspieler aus den USA in der Premier League zu werden.

„Mir hat der Spielstil von Chelsea immer gut gefallen. Das könnte gut zu mir passen“, vermutet er.

Gerüchte, wonach sich auch sein ehemaliger BVB- und derzeitige Liverpool-Trainer Jürgen Klopp um eine Verpflichtung bemüht haben soll, will er hingegen gegenüber Omnisport nicht kommentieren: „Das ist nichts, worüber ich sprechen will.“

Ligalive Infografik: Player Profile - Christian Pulisic Bundesliga 2018/19

Mit dem BVB im Meisterkampf: „Es kann ein großartiges Jahr werden“

Borussia Dortmund und Christian Pulisic (m.) gehen als Tabellenführer in die Bundesliga-Rückrunde. (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Viel lieber spricht Pulisic in diesem Interview über seine Ziele mit dem Bundesliga-Herbstmeister.

„Bitte zweifelt nicht an meiner Leidenschaft und Hingabe und an meinem 110-prozentigen Commitment für unser Team, bis der letzte Ball dieser Saison gespielt sein wird“, so hat Pulisic bei Bekanntgabe seines Wechsels am 2. Januar in einem offenen Brief um die Geduld der BVB-Fans geworben.

Nun macht er deutlich, dass er sich für den Rest seines Engagements nicht mit einer Rolle als Bankdrücker zufriedengeben wird: „Ich werde hier nicht meine Zeit ablaufen lassen. Ich will spielen und muss um meinen Stammplatz kämpfen. Dazu bin ich bereit.“ Für Pulisic zählt nur eines. Er möchte sich mit dem Titel aus der Bundesliga verabschieden. „Wir haben bisher eine großartige Saison, sind Tabellenführer und haben große Ziele. Ich hoffe, dass wir ein wirklich besonderes Jahr haben werden“, sagt der US-Boy.

Den Verfolger FC Bayern München (6 Punkte Rückstand) hat er fest im Blick: „Es ist keine Überraschung, dass sie uns jagen wollen. Aber wir müssen uns um die Bayern keine Gedanken machen bis auf das direkte Spiel gegen sie“ – und das steigt erst am 28. Spieltag.

Ligalive Infografik: Performancedaten - Christian Pulisic Bundesliga 2018/19

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