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BVB: Hummels fordert „mehr Leidenschaft“ und rechtfertigt Kritik

Mats Hummels hat seine öffentliche BVB-Kritik gerechtfertig und “mehr Leidenschaft” auf dem Platz gefordert.

Hummels, BVB

Mats Hummels hat komplizierte Wochen bei Borussia Dortmund hinter sich. Nach der Entlassung von Lucien Favre im Dezember versucht nun Edin Terzic den Bundesligisten als Trainer aus der Krise zu führen.

Im Interview mit der Sport Bild nutze der Führungsspieler nun die Chance, um eine neue Marschroute für die nächste Zeit vorzugeben.

„Jetzt brauchen wir jemanden, der Zielstrebigkeit, Leidenschaft und auch Härte reinbringt. Vor fußballerischem Talent schäumen wir gerade nur so über. Aber wenn Gegner uns mit Härte begegnen, haben wir noch zu oft Probleme“, analysierte der 32-Jährige.

Der Start ins neue Jahr gelang mit einem hart erkämpften Sieg gegen den VfL Wolfsburg (2:0) und die sportliche Tendez des BVB zeigt langsam wieder nach oben.
Verantwortlich dafür sei, so der ehemalige Nationalspieler, auch Trainer Terzic.

“Edin geht unsere Schwachpunkte an. In den vergangenen anderthalb Jahren haben sich Fehler eingeschlichen. Ich habe sie Kinderkrankheiten genannt. Edin hat die Probleme erkannt und versucht, sie uns im Training auszutreiben. Und: Er hilft uns, unsere Stärken wieder ins Spiel zu bringen”, lobte der 32-Jährige.

 

Hummels wünscht sich „mehr Energie im Training“

Es ginge darum sich wieder auf die Grundtugenden des Fußballs zu besinnen. Dazu forderte Hummels bei Sport Bild „mehr Energie im Training und den Spielen“, „mehr Leidenschaft“ und „mehr zweckorientierten Fußball“.

Auch an „Zielstrebigkeit“ würde es laut des Routiniers mangeln. „Wir haben sie, aber zeigen sie nicht dauerhaft. Die Kunst ist es, sie in jedem Training abzurufen und sich selber zu fordern. Die Zielstrebigkeit, alles für das Gewinnen zu tun“, stellte der Innenverteidiger klar.

Man könne nicht „fünf Tage die Woche locker trainieren und an Spieltagen hochfahren und liefern – das funktioniert halt nicht.“

Wie frustriert der Abwehrchef in letzter Zeit wirklich war, zeigte sich nach der 1:5-Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart im Dezember. Hummels heftige, öffentliche Kritik am BVB-Stil wurde am Ende als einer der Hauptgründe für Favres Entlassung gehandelt.

„Ich habe nicht alles ausgesprochen, was in mir brodelte, sondern versucht, es vernünftig zu verpacken“, rechtfertigte sich Hummels. „Wir haben über diese Dinge vorher schon intern oft gesprochen. Sowohl im Mannschaftskreis, als auch mit dem Trainerteam. Das öffentlich zu machen war aus meiner Sicht die letzte Patrone.“

In seinen Aussagen sei es aber „nicht um den Trainer und dessen Beurlaubung, sondern unsere Gemeinschaft“ gegangen.


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