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Ex-Bundesligist: Die ,,Trainer-Schleuder” holt Stefan Effenberg als Manager

Der Döner-Werfer bekommt Konkurrenz vom ,,Cheffe” – Ob die Dinge bei der Trainerschleuder des deutschen Fußballs nun seriöser und ruhiger werden?

Er ist wieder da: Stefan Effenberg wird neuer Manager beim Drittligisten KFC Uerdingen.

Diese Zusammenarbeit kann eigentlich nur ein Erfolg werden. Es treffen sich 2, die ,,Die Mannschaft” bei den Weltmeisterschaften 1994 und 2014 gehörig durcheinander gewirbelt haben: Stefan Effenberg (51) wird neuer Manager beim KFC Uerdingen mit Weltmeister Kevin Großkreutz (31).

Der ,,Cheffe”, der den mitgereisten deutschen Fans bei der WM 1994 in Dallas beim schwerfälligen 3:2 gegen Südkorea den ,,Stinkefinger” zeigt und von Bundestrainer Berti Vogts anschließend suspendiert wird, wird also nun der Boss vom ,,Döner-Werfer” Kevin Großkreutz. Unter dem Motto ,,Türkische Spezialitäten fliegend geliefert” hat sich der Ex-Dortmunder 2014 durch das Werfen dieser Köstlichkeit und Pinkeln in eine Hotel-Lobby beinahe um den Platz im WM-Kader gebracht.

Nun arbeiten beide in Uerdingen zusammen, wo ,,Hire & Fire” die oberste Maxime ist. In der vergangenen Woche hat der Klub aus der 3. Liga mit Heiko Vogel den 21. Trainer (!) seit 2010 in die Wüste geschickt.

Der russische Klubchef und Investor Michael Ponomarev pflegt auch sonst eher die raue Gangart. Spieler, die keine Leistung bringen, bekommen auch kein Gehalt. Ist einfach in Russland, ist auch einfach in Uerdingen…Es ist Stefan Effenbergs 2. Engagement als Trainer oder Funktionär im Profifußball nach seinem, sagen wir unglücklichen Intermezzo als Coach des SC Paderborn.

,,Ich bin es wirklich”, so hat er sich 2015 den verdutzen Journalisten in Ostwestfalen vorgestellt. Dieses Mal ist die Überraschung nicht ganz so groß, was aber nicht heißt, dass das Ganze stillschweigend vonstatten gehen wird.

Am Samstag teilt der Ex-Bundesligist, der nach dem Ausstieg des mächtigen Bayer-Konzerns 1995 nur ein Jahr später aus der 1. Liga abrauscht, dass man Stefan Effenberg als neuen Manager verpflichtet hat.

Die Aufgabe in Krefeld ist für den Champions-League-Sieger von 2001 nicht minder ambitioniert als damals beim Bundesliga-Absteiger Paderborn. Uerdingen steht mit nur 13 Punkten aus 11 Spielen auf Rang 15 und damit nur 2 Zähler vor einem Abstiegsplatz. Dieser wird zur Zeit vom Weltklub SG Sonnenhof Großaspach belegt…Effenberg tritt das Amt mit sofortiger Wirkung an. Habemus Effem.

,,Der KFC Uerdingen ist ein Traditionsverein und hat ein großes Potenzial. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam erfolgreich sein werden”, sagt Effenberg am Samstag.

Der 51-jährige soll voraussichtlich am Mittwoch auf einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt werden. Es ist mit einem ähnlichen Andrang zu rechnen wie seinerzeit in Paderborn, wo fast 200 akkreditierte Journalisten die Präsentation des Ex-Nationalspielers bei den Ostwestfalen zu einem Medien-Ereignis machen. Effenberg ist schon im Januar als KFC-Coach im Gespräch, zu einer Verpflichtung kommt es aber nicht.

Noch im August sieht man Effenberg beim Pokal-Heimspiel des KFC Uerdingen gegen Borussia Dortmund (0:2) in der Düsseldorfer Arena, wo die Rheinländer ihre Heimspiele austragen müssen. Damals interviewt Effenberg als Experte von SPORT1 noch Heiko Vogel, nun arbeitet er in Uerdingen mit dessen Nachfolgern Frank ,,Funny” Heinemann und Stefan Reisinger zusammen. ,,Stefan Effenberg hat in seiner Karriere so ziemlich alles erlebt und erreicht”, schwärmt Uerdingens Russe  Ponomarew von dem ehemaligen Mittelfeldspieler des FC Bayern, der in seiner 2. Schaffenszeit in München zwischen 1998 und 2002 die polarisierende und prägende Figur beim deutschen Rekordmeister ist und das Spiel mit dem Münchner Boulevard (,,Freunde der Sonne”) wie kaum ein anderer beherrscht hat, ,,wir erhoffen uns, dass er mit all seiner Erfahrung und seinem Fachwissen dabei helfen kann, die nächsten Schritte auf dem Weg nach vorne zu machen.”


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