Ohne Reus und wohl auch ohne Favre: Der verschnupfte BVB


Borussia Dortmund steht in der Partie gegen 1899 Hoffenheim am Samstag gleich mehrfach unter besonderer Beobachtung. Dem Bundesliga-Tabellenführer droht eine Nervenprobe. Ohne den nach muskulären Problemen im Pokal-Match gegen Werder Bremen (6:7 n. E. / Ligalive.net berichtete) schon zur Pause ausgewechselten und wohl auch ohne den erkrankten Trainer Lucien Favre (61) muss der BVB gegen die Kraichgauer bestehen. Dazu kommt noch eine weitere Pikanterie.

Uli Hoeneß meinte im Herbst 2000, dass „unwidersprochen über den verschnupften Daum“ berichtet würde. Das hat nachweislich wohl auch gestimmt, wie die Geschichte gelehrt hat. Aber: Seit Freitag können wir auch unwidersprochen über den verschnupften BVB sprechen.

Borussia Dortmund schwankt förmlich in das Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr) und muss in jedem Fall auf Kapitän und Torjäger Marco Reus (29) verzichten. Der Nationalspieler laboriert bereits seit Mittwoch an muskulären Problemen und wird gegen „Hoffe“ und möglicherweise auch im Champions-League-Achtelfinale bei Tottenham Hotspur ausfallen.

Mit den BVB-Patienten könnte man derzeit ein Wartezimmer füllen. Am Freitag sagt auch Coach Lucien Favre (61) das Abschlusstraining und die Pressekonferenz zum Spiel gegen die Kraichgauer ab. Am Podium wirkt Manager Michael Zorc (56) etwas einsam. Erst ein echter Zorc-Scherz lockert die triste Schnupfenatmosphäre wieder auf: „Ich kann versichern, dass wir für Samstag keinen neuen Trainer verpflichten.“ Das ist beruhigend.

Was nun, Borussia Dortmund? Marco Reus geknickt beim Pokal-Aus gegen Werder Bremen. (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Wie geht’s, BVB, Was machen die erkrankten Torhüter?

BVB-Coach Lucien Favre (r.), hier mit dem 3. Torhüter Eric Oelschlägel, ist nach dem Pokal-Knockout gegen Werder Bremen vor allem als Psychologe gefragt. (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Dass die Borussia am Samstag wieder mit dem 3., gegen Bremen nicht überzeugenden Torhüter Eric Oelschlägel auflaufen muss, will Zorc noch nicht bestätigen.

Die beiden Schweizer Stammtorhüter Roman Bürki (28) und Marwin Hitz (31) liegen die Woche über mit Alpengrippe flach. „Es gibt die begründete Hoffnung, dass sie spielen können“, macht Zorc allen Fans der Schwarzgelben Hoffnung. Auch bei Lukasz Piszczek, der gegen Bremen nicht spielen konnte, gibt er nach einer Fußprellung grünes Licht.

Bei Marco Reus sieht Zorc ebenfalls nicht so schwarz für Schwarzgelb. „Anfang der Woche“, werde man in Dortmund entscheiden, ob der Halbstürmer mit nach London fliegen kann.

Fix ist laut Zorc nur eines: „Marco hat eine Muskelverletzung erlitten und wird morgen nicht spielen können.“ Damit bestätigt der BVB-Manager die schon am Donnerstag kursierenden Meldungen der BILD-Zeitung. Die Ruhr Nachrichten, die noch am Donnerstagabend von einem Einsatz des Ur-Dortmunders ausgehen, liegen falsch.

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Dietmar Hopp ist einer der Gründer von SAP.
Dietmar Hopp ist einer der Gründer von SAP. (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Der Tabellenführer steht aber auch ohne die geklärte Torhüterfrage und ohne Marco Reus gegen 1899 vor einer Nervenprobe.

Die Fans des BVB, die sich im Hinspiel (1:1) wieder mal mit Schmähplakaten gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp unmöglich gemacht hatten, stehen am Samstag nicht minder unter Beobachtung wie ihr Team.

Sollte sich das Fehlverhalten bis zum 30. Juni 2022 wiederholen, muss der BVB „bei einschlägigen Vorfällen gegen Dietmar Hopp“ in den kommenden 3 Spielzeiten die Auswärtsspiele gegen Hoffenheim ohne eigene Fans bestreiten.

DFB-Sportrichter Hans E. Lorenz (Mainz) geht gegenüber den Ruhr-Nachrichten sogar noch weiter und bringt gar einen Punktabzug ins Spiel: „Ich kann nicht ausschließen, dass wir, wenn alle anderen Mittel nicht den gewünschten Effekt erzielen, auch darüber nachdenken.“

Ligalive-Infografik: Action Zones im Spiel Borussia Dortmund gegen Werder Bremen (2:4 n. E.), DFB-Pokal 2018/2019

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