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Das jüngste Gerücht beim BVB: Geht Coach Favre am Saisonende?

Das 3:4 bei Bayer Leverkusen war ein Beben bei Borussia Dortmund. Die Hinweise, dass sich der BVB am Saisonende von Coach Lucien Favre (62) trennen wird, verdichten sich.

Lucien Favre Mario Götze

,,He's a real nearly Man” – Diese leicht veränderte Textzeile von Johannes Lennon und Paul McCartney, die als Musikkapelle The Beatles überregional bekannt geworden sind, trifft auf BVB-Coach Lucien Favre (62) definitiv zu.

Der Schweizer ist der ,,Nearly Man” der Bundesliga! Er verspielt 2009 mit Hertha BSC und 2019 mit Borussia Dortmund die mögliche Deutsche Meisterschaft.

Der Monsieur verpasst es somit 2-mal, erster Schweizer Meistertrainer in der Fußball-Bundesliga zu werden und es den Amtskollegen aus Österreich gleich zu tun. Aus der Alpen-Republik holen sich die Wiener Altmeister Max Merkel 1968 mit dem 1. FC Nürnberg und Ernst Happel 1982 und 1983 mit dem Hamburger SV die Meisterschale. Selbst ein Holländer darf sie stemmen: ,,Feierbiest” Louis van Gaal triumphiert 2010 mit dem FC Bayern.

Favre wohl eher nicht – und das, obwohl ihm die BVB-Führung so viel Geld wie noch nie zum Kader-Umbau gegeben hat und obwohl er mit Sturmbulle Erling Braut Haaland (19) und dem deutschen Nationalspieler Emre Can (26) im Winter noch einmal 2 Hochkaräter holen darf!Am Sonntagnachmittag, kurz vor dem Anpfiff des aus Dortmunder Sicht alles andere als unwichtigen Spitzenduells FC Bayern München gegen RB Leipzig (0:0) macht eine Meldung in den BVB-Foren die Runde, die das enthält, was nach dem Leverkusen-Spiel (3:4) zu erwarten war.

,,Borussia Dortmund und Lucien Favre werden ab Sommer 2020 getrennte Wege gehen, sollte sich für die restliche Saison keine positive Entwicklung mehr ergeben”, heißt es dort, ,,die letzten beiden Spiele und die Aussage von Favre gestern (,,Hatte selten so eine Mannschaft, die solche Schwierigkeiten hat”), haben die Führung wachgerüttelt.”

Favre selbst redet sich nach dem Spiel in Leverkusen um Kopf und Kragen. ,,Wir sollten das Spiel besser kontrollieren, finde ich”, so der Monsieur in der Pressekonferenz, ,,das war nicht der Fall, deshalb verlieren wir 4:3. Wir haben Probleme, wir kriegen zu viele Tore, wir müssen die Situation besser beherrschen, wir müssen bei Balleroberung besser sein und mit mehr Geduld spielen.” Der Trainer sucht die Schuld also einzig und allein bei der Mannschaft!

Die W. A. Z. kommentiert am späten Sonntagnachmittag: ,,Der Hashtag Favre raus machte nach der Pleite gegen Leverkusen erneut in den Trends. Trainer Lucien Favre findet kein Mittel, um die BVB-Defensive zu stabilisieren.
Allerdings stehen die Spieler ebenso in der Pflicht.”Der Kommentator Sven Schneider sieht klar: ,,Borussia Dortmund ist wieder einmal an sich selbst gescheitert. Gegen ein gutes, aber eben nicht überragendes Bayer Leverkusen kassierte der BVB 4 Treffer”.

In 21 Liga-Spielen hat der BVB in 8 Spielen 3 oder mehr Gegentore kassiert – das ist unwürdig für einen Titel-Aspiranten, der unter anderem den Ex-Nationalspieler und Weltmeister Mats Hummels vom FC Bayern zurückholt und als Abwehrchef installiert hat.

Favre ist es nicht gelungen, dem BVB eine defensive Grund-Stabilität zu vermitteln. Wie auch in der Fast-Meistersaison 2018/2019 wird mit Hurra ins Verderben gestürmt. Wie ein Tüftler probiert Favre verschiedene Abwehr-Formationen aus: Erst Fünfer-, dann Vierer-Kette, dann Dreier-Kette – am Ende bleibt nur die Verlierer-Kette!

32 Gegentore und jetzt schon 4 Punkte Rückstand auf Platz 1 – das Remis der in Dortmund so kalt verachteten Leipziger in München hält den BVB einigermaßen im Rennen – könnten nun am Ende der Saison das Missverständnis zwischen Borussia Dortmund und Lucien Favre beenden – falls der Monsieur, der auch in Gladbach 2015 vorzeitig hingeschmissen hat und in Berlin 2009 trotzig eine eigene Pressekonferenz zu seinem Rauswurf organisiert hat nicht schon vorher und von sich aus geht. Es wäre nicht das erste Mal in Favres Trainer-Vita…


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