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BVB: Kippen die Gladbach-Spiele Monsieur Favre?

Der Monsieur steht unter Druck. Kippt er ausgerechnet im heißen Oktober und in den 2 Duellen gegen seinen Ex-Klub?

Favre, BVB

Es gibt derzeit keine leichten Gegner für Borussia Dortmund – und der Blick auf die nächsten Aufgaben nach der Länderspielpause macht die Dinge nicht besser.

Ab 19. Oktober spielt der BVB zuerst gegen den neuen Tabellenführer Borussia Mönchengladbach, dann 2-mal auswärts in der Champions League bei Inter Mailand, also hinter Mailand, im Revier-Derby in der Bundesliga beim wiedererstarkten FC Schalke 04 und im DFB-Pokal erneut gegen Gladbach.

Es sind Wochen, die beim Vizemeister über Wohl und Wehe einer ganzen Saison entscheiden können und in denen sich zeigen kann, zeigen wird, ob Coach Lucien Favre (61) noch der richtige Mann in Dortmund ist und ob der Schweizer die Wende schaffen kann.

4 Punkte haben die Gladbacher am Sonntag mit dem 5:1-Kantersieg gegen den FC Augsburg zwischen sich und dem Namensvetter aus Dortmund gebracht. Gewinnen die ,,Fohlen” von Trainer Marco Rose am 19. Oktober auch das Borussen-Duell in Dortmund, wären es schon 7 Zähler, also die gleiche Punktzahl, die die westfälische Borussia im November 2018 auf Bayern München gut gemacht hat.Es spricht vieles dafür, dass sich das Schicksal von Favre in Dortmund ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub aus Mönchengladbach entscheidet.

Der Schweizer hat bei Borussia Mönchengladbach mit Sicherheit seine größten Erfolge in der Bundesliga gefeiert. Rettung in der Relegation 2011 gegen den VfL Bochum (1:0 / 1:1), Platz 4 und Europa League 2012 und Rang 3 und Champions-League-Teilnahme 2015. Dann aber wirft Favre, der Gladbach in 165 Pflichtspielen betreut hat, im Sommer 2015 nach 6 Bundesliga-Niederlagen in Folge das Handtuch.

In Dortmund kann der Monsieur nur eines der letzten 5 Pflichtspiele gewinnen, 2:0 am Mittwoch bei Slavia Prag in der Champions League ().

Das bringt ihm Kritik aus der Mannschaft ein. ,,Spielerisch ist das momentan nicht genug”, äußert sich beispielsweise der 25,5 Mio. Euro teure Neuzugang und Nationalspieler Julian Brandt (23) nach dem blutleeren 2:2 (1:0)-Auftritt beim SC Freiburg am Samstag, ,,es gibt Momentan Mannschaften, die besser kämpfen als wir.” Brandt muss in Freiburg die Höchststrafe für einen Spieler hinnehmen. Favre bringt ihn nach 14 Minuten für den verletzten Lukasz Piszczek und nimmt ihn nach 87 Minuten für den alternden Marcel Schmelzer wieder aus der Partie. Verhindern kann ,,Schmelle”, eines der letzten BVB-Idole aus der Klopp-Ära, den Punktverlust im Schwarzwaldstadion auch nicht…Auch BVB-Kapitän Marco Reus (30), ein Musterschüler Favres schon aus Gladbacher Zeiten, hält sich trotz eigener, miserabler Leistung (BILD am SONNTAG-Note: 6) mit Kritik am Monsieur nicht hinter dem Berg.

,,Wir sind ohne Gefahr für den Gegner”, fällt Reus bei Sky ein vernichtendes Urteil, ,,man muss kritisch sehen, dass wir keinen guten Fußball spielen.” Mats Hummels (30) schlägt bei BILD am SONNTAG in die gleiche Kerbe: ,,Wir haben 2-mal durch ein Eigentor in der 90. Minute 2 Punkte liegen lassen ()”, ,,das sind die Sachen, die uns momentan von einer Spitzenmannschaft unterscheiden.”

DIE WELT sieht am Sonntag ,,2 Strömungen in der Mannschaft des BVB”. Das Blatt unterscheidet zwischen 2 Gruppen: ,,Da sind die Profis, die wie Favre der Meinung sind, dass Unkonzentriertheiten hauptursächlich sind. Mehrfach hatte der Trainer angemahnt, geduldiger zu spielen und speziell nach Führungen das Risiko zu minimieren. (…) Doch es gibt auch eine Anzahl von Profis, die der Auffassung sind, dass der Kern des Problems eher in fehlender Entschlossenheit zu suchen sei. Sollte es Favre nicht gelingen, die Spieler dazu zu bringen, konsequent in den Kampfmodus überzugehen, könnten dauerhafte Probleme auf den BVB zukommen. Und auf ihn.” Dann kann Gladbach Schicksal spielen. Namen für die Nachfolge des Monsieur schwirren schon jetzt durch Dortmund. Werder-Coach Florian Kohfeldt (38) wird angeblich gehandelt. Dass Thomas Tuchel (46, Paris St.-Germain) nach Dortmund zurückkehren soll, ist (derzeit) allerdings nur eine Satire des Portals Ruhrbarone.de


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