Eisern Subotic: Die Nostalgie-Transfers der BVB-Erfolgself


Neven Subotic sucht einen neuen Verein.
Neven Subotic sucht einen neuen Verein. (Photo by Ian Walton/Getty Images)

Sie ,,nageln durch die Liga, als gäbe es kein Morgen mehr“, wie Jürgen Klopp (52) es damals formuliert, sie holen 3 Titel in 2 Jahren – und werden mit dem Champions-League-Finale 2013 beinahe zur BVB-Jahrhundertmannschaft.

Die Meister- und Pokalsieger-Elf von Borussia Dortmund aus den erfolgreichen Jahren 2011 bis 2015 hat Geschichte geschrieben. Erstes ,,Double“ der Vereinsgeschichte mit Meistertitel und Pokalsieg 2012, erstes und einziges deutsches Finale in der Champions League 2013 gegen den FC Bayern (1:2) in Wembley.

Die Start-Aufstellung von damals kann fast jeder BVB-Fan aus dem Kopf heraus aufzählen. Mit Neven Subotic (30) ist am Donnerstag ein weiterer Spieler aus dieser großen schwarzgelben Generation in die Bundesliga zurückgekehrt. Der Serbe, der mit Mats Hummels (30) einst bei Klopps Amtsantritt 2008 den ,,Kinder-Riegel“ in der Abwehr bildet – es wird der Erfolgsfaktor für die späteren Jahre sein, was die Spötter von BILD damals aber nicht wissen – wechselt zu Aufsteiger 1. FC Union Berlin.

Die Welle der ,,Nostalgie-Transfers“ um ehemalige BVB-Stars rollt also weiter. Nun mit ,,Eisern Subotic“. Zuletzt hat man den Mann, der mit seinen wilden Haaren und seiner unvergesslichen Tanz-Einlage mit nacktem Oberkörper auf dem Autodach bei der Meisterfeier 2011 zur Kultfigur wurde, nicht mehr auf dem Radar gehabt. Beim AS St. Etienne wird Subotic nicht glücklich.

Hamburg, 9. April 2011: BVB-Trainer Jürgen Klopp will Jakub Blaszczykowski nach seinem Last-Minute-Treffer zum 1:1 am liebsten gar nicht mehr loslassen... Links: Patrick Owomoyela.
Hamburg, 9. April 2011: BVB-Trainer Jürgen Klopp will Jakub Blaszczykowski nach seinem Last-Minute-Treffer zum 1:1 am liebsten gar nicht mehr loslassen... Links: Patrick Owomoyela. (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Die Hummels-Rückkehr krönt die Rückkehr-Welle der BVB-Helden

Viel zu früh . Mats Hummels hätte mehr Geduld verdient. Foto: Getty Images
Mats Hummels war eine Symbolfigur der Dortmunder Erfolge unter Jürgen Klopp zwischen 2010 und 2015. Foto: Getty Images
Unglücklich in der Heimat wirkt ein Anderer: Jakub ,,Kuba“ Blaszczykowski. Kein Klopp-Einkauf, sondern schon 2007 unter Thomas Doll nach Dortmund geholt, hat der inzwischen 33-jährige Pole im Februar 2019 wieder bei seinem alten Verein Wisla Krakau angeheuert.

Blaszczykowski spielt bei seinem klammen Ex-Klub für 116 Euro im Monat und sein Vertrag ist zum 30. Juni 2019 ausgelaufen. Zuvor kann er weder beim AC Florenz noch beim VfL Wolfsburg, der ihn 2016 und nach der ersten Saison unter Thomas Tuchel holt, nicht mehr an die alte Form in Dortmund herankommen. ,,Kuba“ wäre also rein theoretisch ein Kandidat für einen Nostalgie-Transfer…

Ilkay Gündogan (28) hat den BVB 2012 ins DFB-Pokalfinale geschossen und den Revierklub 2016 für 27 Mio. Euro in Richtung Manchester City verlassen. Der Vertrag des Nationalspielers bei den ,,Citizens“ läuft im Juni 2020 aus, wenn Manchester den gebürtigen Gelsenkirchener gewinnbringend abgeben möchte, dann in diesem Sommer. Dass auch er zu Borussia Dortmund zurückkehrt, ist unwahrscheinlich. Auf der Sechser-Position hat Coach Lucien Favre ein Über-Angebot an Spielern.

Spektakulärster ,,Nostalgie-Transfer“ eines BVB-Spielers aus der Klopp-Elf bleibt damit wohl die Rückkehr von Mats Hummels (30) vom FC Bayern München zu Borussia Dortmund. Für 30,5 Mio. Euro wird Hummels alter und neuer Abwehrchef beim BVB. Zuvor hat Dortmund schon Mario Götze (27) vom FC Bayern zurückgeholt. Der Weltmeister-Torschütze von 2014 hat 2012/2013 mit 22 Tor-Beteiligungen (10 Treffer) seine beste Saison in Schwarz-Gelb.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Mit Robert Lewandowski wird es keinen ,,Nostalgie-Transfer" geben

Robert Lewandowski verabschiedete sich 2014 ablösefrei von Borussia Dortmund - mit Pokalfinale, Vizemeisterschaft und Torjägerkanone.

Den Weg vom BVB zu den Bayern geht auch der Ausnahme-Torjäger der Dortmunder Meistermannschaft. Robert Lewandowski (30).

Er wechselt 2014 ablösefrei zu den Münchnern und bleibt damit der Bundesliga ebenso erhalten. Dass ,,Lewy“ nach Dortmund zurückkehrt oder generell innerhalb der Bundesliga wechselt, ist unwahrscheinlich.

Das gilt nicht für Nuri Sahin, der 2018 von Dortmund nach Bremen geht. Ebenfalls wieder in der Bundesliga spielt Erik Durm (27). Der Weltmeister von 2014 (kein Einsatz) ist neu bei Eintracht Frankfurt. Die Klopp-Entdeckung kommt ablösefrei von Huddersfield Town in die deutsche Fußball-Eliteliga zurück.

Lukasz Piszczek und Marcel Schmelzer spielen nach wie vor beim BVB, ebenso wie Shinji Kagawa, der 2014 nach nur 2 Jahren bei Manchester United wieder in Dortmund anklopft. Nun soll der Japaner nach einem Leihgeschäft mit Besiktas allerdings den Verein verlassen. Der offensive Mittelfeldspieler, den Klopp damals für 350.000 Euro ,,Ausbildungsentschädigung“ von Cerezo Osaka engagiert hat, bringt Dortmund 2012 eine Ablöse von 16 Mio. Euro ein. Manchester Uniteds Trainerlegende Sir Alex Ferguson schaut sogar eigens im Berliner Olmpiastadion beim Pokalfinale 2012 gegen die Bayern (5:2) vorbei, wo Kagawa nach wenigen Minuten den Tor-Reigen eröffnet. Geschichten wie diese werden bald die pure Nostalgie darstellen…

Blieben noch 2 Akteure aus ,,Klopps Eleven“, für die eine Rückkehr in die Bundesliga nicht zur Diskussion steht bzw. nicht realistisch ist. Es sind Torhüter-Idol Roman Weidenfeller (38), der den Experten-Job bei RTL und NITRO an der Seite von Laura Wontorra sicher nicht eintauschen will, und Kevin Großkreutz. Der Ur-Dortmunder, ebenfalls 2014 ohne Einsatz in Rio mit Deutschland Weltmeister, hat nach vielen Rückschlägen und zwischenzeitlicher Vereinslosigkeit beim Drittligisten KFC Uerdingen einen Neuanfang gemacht. Aktuelle Interessenten gibt es nicht – und somit auch keinen ,,Nostalgie-Transfer“.

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