Transfers: PSG-Coach Thomas Tuchel will BVB-Spieler Weigl


Verliert Borussia Dortmund im Winter doch noch einen Spieler an einen ausländischen Top-Klub? Französischen Medienberichten soll der schon im Sommer diskutierte Abgang von Mittelfeldspieler Julian Weigl (23) nun konkret werden. Interessent ist Paris St.-Germain mit dem früheren BVB-Coach und Weigl-Mentor Thomas Tuchel.

Nein, Thomas Tuchel ist im Sommer 2017 nicht im großen Friedensabkommen von Borussia Dortmund weg gegangen.

Trotz des DFB-Pokalsiegs gegen die Frankfurter Eintracht (2:1), dem ersten Titelgewinn seit 2012, musste der ehrgeizige BVB-Coach den Klub verlassen.

Seit Sommer 2018 ist Tuchel neu bei Paris St.-Germain – und bislang hat er sich als echter Ehrenmann gezeigt und keinen Spieler von Borussia Dortmund für sein Star-Ensemble abgeworben.

Das könnte sich innerhalb dieser Winter-Transferperiode ändern. Wie französische Medien berichten, hat Thomas Tuchel BVB-Mittelfeldspieler Julian Weigl (23) auf dem Zettel.

Julian Weigl ist enttäuscht vom BVB.
Sagt Julian Weigl beim BVB auf bayerisch Servus? (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Weigl: Einst als Nobody zum BVB

Julian Weigl im Dress von 1860 München, wo er ab 2010 ausgebildet wurde.

Tuchel soll gegenüber dem Sender RMC Sport sein Interesse an dem Dortmunder bekundet haben. Das berichtet das Portal Sportbuzzer.de am Donnerstag.

„Julian ist immer noch interessant“, bekräftigt Tuchel die grundsätzliche Bereitschaft, den Sechser doch noch nach Paris zu holen.

Französische Medien spekulieren zuvor schon, dass Weigl bei PSG den möglichen Abgang von Adrien Rabiot zum FC Bayern München kompensieren soll.

Der defensive Mittelfeldspieler aus Frankreich spielt in den Planungen der PSG-Oberen keine Rolle mehr und kann sich einen neuen Verein suchen.

Das wäre die Chance für Julian Weigl, der 2015 mit Tuchel zum BVB kam und damals für gerade mal 2,5 Mio. Euro Ablöse von 1860 München verpflichtet wurde. Inzwischen liegt der Marktwert des 5-maligen deutschen Nationalspielers bei 22 Millionen Euro.

Ligalive-Infografik: Player Profile, Julian Weigl, Borussia Dortmund, Bundesliga 2018/2019

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Bei Favre ist Weigl nur noch Edelreservist

Thomas Tuchel will Julian Weigl nach Paris holen. (Photo by Srdjan Stevanovic/Getty Images)

Unter Tuchels Regie hat Weigl seine stärkste Zeit beim BVB. In der Saison 2016/2017 macht er 30 Bundesliga-Spiele und steht in der Champions League 9-mal auf dem Rasen. Werte, von denen der Bayer bei Lucien Favre (61) weit entfernt ist.

Der Schweizer Coach der Borussia setzt nur 4-mal in der Liga auf Weigl, u. a. ist sein letzter Einsatz gegen Gladbach (2:1) in der Innenverteidigung nur der Personalnot in der Dortmunder Defensive geschuldet.

Noch hält sich Tuchel bedeckt: „Ich darf nicht darüber sprechen. Er war mein Spieler und wir haben zusammengearbeitet. Julian hat für uns in Dortmund sehr gut gespielt, aber er ist immer noch deren Spieler.“

Wie BILD (Donnerstagsausgabe) berichtet, soll Tuchel persönlich am Telefon mit Weigl gesprochen haben, um ihm einen Transfer schmackhaft zu machen. Doch der BVB dürfte seinen Spieler wohl nicht abgeben. Bereits im Dezember machte Sportdirektor Michael Zorc (56) im Kicker deutlich: „Wir wollen keinen Spieler abgeben, den wir zum Erreichen unserer Ziele brauchen.“

Julian Weigl hatte seine bislang beste Phase bei Borussia Dortmund unter der Regie von Thomas Tuchel

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