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Bundesliga: Vor dem Hit gegen die Bayern – Fußballlegende Stefan Effenberg glaubt an Gladbach

Nach 43 Jahren empfängt Borussia Mönchengladbach den FC Bayern wieder als Spitzenreiter in der Fußball-Bundesliga. Mit einigen Besonderheiten…

Stefan Effenberg Borussia Mönchengladbach

Zwischen 1969 und 1977 wurden nur ihre Namen in die DFB-Meisterschale eingraviert: FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach.

Es ist der Dualismus einer ganzen Dekade, das Duell FC Bayern gegen Gladbach zieht eine ganze Generation von Fußballfans in seinen Bann, spaltet Fußball-Deutschland in 2 Lager und ist am Samstag das absolute Spitzenspiel.

Erstmals seit 43 Jahren geht Borussia Mönchengladbach wieder als Tabellenführer ins Spiel gegen die Großkopferten.

Stefan Effenberg (51) hat als Profi das Kunststück fertig gebracht, für beide Klubs jeweils 2-mal zu spielen. Von 1987 bis 1990 ist Borussia Mönchengladbach die erste Profistation für den gebürtigen Hamburger. Vom Bökelberg wechselt Effenberg 1990 nach München, um 1992, nach einem missglückten Gastspiel beim AC Florenz in Italien (Abstieg aus der Serie A!) nach Gladbach zurückzukehren. Unter der Regie des ,,Tigers” holt die rheinische Borussia 1995 mit dem DFB-Pokal ihren bis heute letzten Titel. Effenberg verabschiedet sich 1998 nach dem dramatischen Klassenverbleib und für die damalige vereinsinterne Rekordsumme von 4,5 Mio. Euro nochmals von Mönchengladbach nach München, wird mit den Bayern 3-mal in Folge deutscher Meister und Champions-League-Gewinner 2001.Für die Bayern ist der Gang in den Borussia-Park am Samstag eine ungewöhnliche Konstellation.

Oft marschieren die Münchner in der Tabelle vorneweg. Aber: Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel im Jahr 1995 mussten sie erst 14-mal nach dem 13. Spieltag gegen den jeweiligen Spitzenreiter antreten, zuletzt im letzten Jahr gegen Borussia Dortmund (5:0).

Die Bilanz in den Spielen gegen den Spitzenreiter seit 1995: 9 Siege, 4 Niederlagen und nur ein Remis. Und: In nur 4 Spielzeiten holen die Bayern dabei auch die Meisterschale. 2011 und 2012 verlieren sie jeweils das Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund – und sie werden auch nicht Meister.

Das kann dem Serienmeister dieses Mal auch passieren. Mit einem Sieg könnte Borussia Mönchengladbach den Abstand auf die Münchner auf 7 Punkte vergrößern – und leise vom ersten Meistertitel seit 1976/77 träumen. Damals gehen die Mönchengladbacher vor dem FC Schalke 04 über die Ziellinie.Stefan Effenberg hält in einer Kicker-Kolumne am Donnerstag den ,,großen Wurf der Gladbacher” für möglich.

,,Den sehr positiven Trend, den die Tabellenführung nach immerhin 13 Spieltagen für Mönchengladbach wiedergibt, muss die Borussia nun mitnehmen”, fordert der Ex-Profi, ,,und diese wunderbare Situation und Position verteidigen – mit allem, was sie hat.”

,,Die Bayern sind eine Weltklasse-Mannschaft, aber wir werden auch unsere Chance bekommen”, sagt Gladbach-Torjäger Marcus Thuram (6 Saisontreffer). Stefan Effenberg sieht klar: ,,Verlieren sollte Bayern diese Spitzenpartie nicht, in diesem Falle 7 Punkte Rückstand wären heftig. Gerade nach dem 1:2 gegen Bayer Leverkusen sind die Sinne bei Neuer und Co. noch mehr geschärft.” Darin liegt der Vorteil es Rekordmeisters. ,,Die FCB-Spieler kennen diesen viel höheren Druck”, glaubt Effenberg.

Aber: Für den ,,Cheffe” hat Borussia Mönchengladbach das Momentum auf seiner Seite. ,,Das größte Plus der Borussia sehe ich derzeit in der Euphorie, in den Sympathien, die dieser Spitzenreiter in ganz Deutschland erfährt. Außerdem ist die Handschrift des neuen Trainers Marco Rose klar erkennbar.” Effenberg ist sicher: ,,Der ganz große Wurf ist für Gladbach in dieser Saison möglich.”


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