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Bundesliga: Der Sohn des Weltmeisters lässt Gladbach träumen

Ohne zu weit auszuholen: Nach dem 7. Sieg in 10 Spielen tun sich überraschende Parallelen zu Gladbachs letzter Meistersaison vor fast 43 Jahren auf.

Übt Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach schon den Meister-Jubel?

Der Sieger des 10. Spieltages in der Bundesliga heißt Borussia Mönchengladbach. Die ,,Fohlen” verteidigen am Samstag beim 2:1 bei Bayer Leverkusen die Tabellenführung und dürfen vom ersten Meistertitel seit 1977 träumen.

Sollte es den Gladbachern wirklich gelingen, erstmals seit dann 43 Jahren wieder die Meisterschale zu holen und sich mit dem dann 6. Titel wieder von Borussia Dortmund als zweitbestem Team der Liga-Historie hinter dem FC Bayern München abzusetzen, dann würde ein großer Anteil auch dem Königstransfer dieser Saison zukommen.

Mit dem französischen Stürmer Marcus Thuram (22) hat die rheinische Borussia exakt den Unterschiedsspieler verpflichtet, den man beim westfälischen Namensvetter in Dortmund zuletzt händeringend gesucht hat.

Der Sohn von Weltmeister Lilian Thuram, für 9 Mio. Euro von EA Guingamp an den Niederrhein geholt, kommt auf beeindruckende 8 Tor-Beteiligungen in 10 Spielen.Marcus Thuram (siehe auch Ligalive.net-Infografik) ist in der BayArena der Matchwinner der Gladbacher. 

Der Mittelstürmer ist auch erfolgreichster ,,Late Goal”-Torschütze bei der Borussia und weist mit 24 Prozent die höchste Tor-Beteiligungsquote beim 5-fachen deutschen Meister auf.

,,Es war keiner der Erfolge, wie es sie schon einige gab. Kein Offensivfeuerwerk, kein gutes Pressing, kein Ergebnis großer Aktivität. Am 10. Spieltag musste harter Kampf herhalten. Und weil Borussia auch noch eine extreme Kaltschnäuzigkeit an den Tag legte, gab es bereits den 7. Erfolg in der Liga. Und spätestens jetzt die Erkenntnis, dass Meister-Träume, die es bei einigen Sympathisanten sicherlich schon gibt, keine Spinnerei sind”, schreibt die Rheinische Post am Samstag.

Denn die Gladbacher offenbaren in der Liga derzeit ein Sieger-Gen, das titelreif ist und das man so nur vom FC Bayern kennt. In Leverkusen hat Borussia kaum mehr Chancen als die beiden, die zu den Toren führen.3 Punkte liegt Borussia Mönchengladbach vor dem Tabellenzweiten vom BVB. 4 Zähler Vorsprung sind es bereits auf den FC Bayern.

Bei den Heimsiegen gegen Augsburg (5:1) und Frankfurt (4:2) zeigt Borussia ein Offensivspektakel und nährt die Hoffnungen der Fans auf den ersten Meistertitel seit der Saison 1976/77.

Parallelen gibt es schon heute. Auch damals schwächelt mit Bayern München (Platz 7 am Ende) der Branchenriese und Dauer-Rivale jener Jahre, auch damals sind mit Tennis Borussia und Hertha BSC 2 Teams aus Berlin erstklassig.

,,Deutscher Meister”, zischt der unterlegene Leverkusener Coach Peter Bosz (55) bei der anschließenden Pressekonferenz Gladbach-Coach mit einem Lächeln zu. Der versucht, die Euphorie nach dem 4. Spieltag in Folge an der Spitze zu dämpfen. ,,Dass die Konkurrenten wie die Bayern patzen, das finde ich schon mal witzig”, sagt Rose am Samstag in Leverkusen, ,,ich habe es ein paar Mal gesagt: Ich glaube, dass wir in Mönchengladbach sehr, sehr froh über die Situation sind, wir haben aber in dieser Saison auch die Kehrseite der Medaille gesehen. In der Bundesliga stehen wir sehr gut da, wenn wir viele Spiele gewinnen, sind wir wahrscheinlich lange oben dabei.”


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