Bundesliga: BVB-Krise ist Marco-Reus-Krise!


Marco Reus und Julian Brandt (r., hinten) von Borussia Dortmund sprechen sich für ein Nationalmannschafts-Comeback von Mats Hummels aus.
Marco Reus und Julian Brandt (r., hinten) von Borussia Dortmund sprechen sich für ein Nationalmannschafts-Comeback von Mats Hummels aus. Foto: Imago Images / Joachim Hahne

Marco Reus (30) ist unverletzt aus der Länderspiel-Pause zu Borussia Dortmund zurückgekehrt. Das ist schon mal gut.

Geglänzt hat er beim 3:0-Pflichterfolg in Tallinn gegen Estland (Ligalive.net berichtete) nur in wenigen Szenen. Sein Freistoß ans Lattenkreuz darf durchaus als symbolische Szene gewertet werden.

Am Samstag gilt es für Borussia Dortmund im Borussen-Duell gegen Mönchengladbach, nach 3-mal in Folge 2:2 verlorenen Boden im Spitzenkampf gut zu machen.

Das geht nur mit und nur über einen Marco Reus in Topform, nicht in Nationalmannschaftsform. BVB-Coach Lucien Favre (61) hat sich dazu in der Pressekonferenz am Donnerstag in Dortmund geäußert.

Marco Reus blieb beim 2:2 in Freiburg vor der Länderspielpause doch arg zurückhalten...
Marco Reus blieb beim 2:2 in Freiburg vor der Länderspielpause doch arg zurückhalten... Foto: Imago Images.

So begründen Favre und Zorc die Ergebniskrise

Mats Hummels (l., mit Thomas Delaney) konnte Borussia Dortmund in der Abwehr nicht sicherer machen...
Mats Hummels (l., mit Thomas Delaney) konnte Borussia Dortmund in der Abwehr nicht sicherer machen... Foto: Imago Images
,,Der Marco“, so der Schweizer, ,,nach dem Freiburg-Spiel, finde ich, kommt wieder so ein bisschen.“

Favre weiter: ,,Er ist enorm viel gelaufen. Über Julian Brandt und die anderen habe ich am Anfang schon gesagt: Wir müssen uns peu a peu diese Spieler integrieren und das beste System spielen. Das braucht seine Zeit.“

Über seine Neuen sagt Favre: ,,Die Neuen, sie waren alle verletzt: Brandt, Hazard, Schulz und es war kurzzeitig auch Mats Hummels.“

,,Manche Dinge waren auch sehr unglücklich“, begründet BVB-Sportdirektor Michael Zorc (56) die seit 3 Spielen anhaltende Ergebniskrise in Dortmund, ,,2-mal haben wir uns mit Eigentoren selbst um den Sieg gebracht.“

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Unter Dortmunds Top-3-Stürmern hat Reus die schlechteste Quote!

Paco Alcacer bejubelt mit Jadon Sancho (m.) und Marco Reus (r.) den Treffer zum 2:0 für Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen (4:0)
Paco Alcacer bejubelt mit Jadon Sancho (m.) und Marco Reus (r.) den Treffer zum 2:0 für Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen (4:0). (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Die Zahlen vor dem Borussen-Duell zeigen: Die Probleme von Borussia Dortmund liegen nicht nur im haarigen Abwehrverhalten und in der Konzentrationsschwäche.

Die hochgelobte Dortmunder Offensive agiert vor dem Tor schlichtweg zu schlampig! Die Werte der 4 Stürmer bestätigen dies.

Thorgan Hazard, noch ohne Tor und ohne Torschuss, muss dabei explizit rausgenommen werden. Aber: Marco Reus hat mit 20 Torschüssen bislang 4 Treffer erzielt. Das entspricht einer Quote von 20 Prozent für den BVB-Kapitän. Im letzten Jahr ist Reus in den ersten 7 Spielen auf die gleiche Tor-Anzahl gekommen, er hat aber mehr Treffer vorgelegt.

Bei Jadon Sancho ist die Quote deutlich höher. Der Engländer hat mit 10 Torschussversuchen 3-mal ins Schwarze getroffen, Paco Alcacer mit 14 Schüssen 5 Tore erzielt. Das ist eine Quote von 30 bzw. 35 Prozent und damit liegen beide in Sachen Abschluss-Stärke derzeit vor Reus.

Ligalive-Infografik: Tor-Quote der BVB-Stürmer, Bundesliga 2019/2020

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Ligalive-Infografik: Goal Contribution Marco Reus, Borussia Dortmund, Bundesliga 2019/2020

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