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Bundesliga: Wer holt sich den neuen Bayern-Schreck?

Etwas Gutes hat das 4:5 des 1. FC Heidenheim im DFB-Pokal beim Branchen-Riesen FC Bayern München (Ligalive.net berichtete) für den tapferen Verlierer aus Baden-Württemberg dann doch.

Seit Mittwoch kennt vermutlich jeder Fußballfan in Deutschland die Mannschaft von der Ostalb. Rein nach Zahlen bemessen, so hat das Portal Fußballdaten.de festgestellt, lässt sich das an der Zahl der Follower bei Instagram abbilden. 1.500 User folgen seit dem 4. April dem 1. FC Heidenheim, einen Tag vor dem denkwürdigen Spiel sind es nur 1.056.

Eine ungeahnte Popularität gewinnt auch Robert Glatzel. Der 25-jährige Stürmer des FCH gehört seit Mittwoch zu dem elitären Kreis der Spieler, die in der Bundesliga und im DFB-Pokal 3 oder mehr Tore in einem einzigen Spiel gegen die Bayern erzielt haben.

Damit steht der gebürtige Münchner, der nie für den FC Bayern spielte, in einer Reihe mit teilweise legendären Spielern wie Ulf Kirsten, Stefan Kuntz, Robert Lewandowski oder Klaus Toppmöller.Dass er mit seinen 3 Toren Einzug in die Hall of Fame der Bayern-Killer gehalten hat, kann Robert Glatzel am Mittwochabend und in den turbulenten Minuten nach dem Spiel in seiner Heimatstadt noch nicht wissen.

Er ist aber sicher: ,,Das war ein Spiel für die Ewigkeit, wir haben sooo geil gespielt.” Glatzel hat sich mit 4 Treffern in 3 Pokalspielen weiter ins Rampenllicht gespielt.

,,Er war in Überform”, preist ihn sein Trainer Frank Schmidt, 1994 als Spieler selbst Bayern-Schreck mit dem TSV Vestenbergsgreuth, ein. Dass sein Team die Münchner so forderte, ist ein Gütesiegel für die Arbeit des 45-Jährigen, der übrigens in Heidenheim an der Brenz geboren wurde und auch im Dokumentarfilm Trainer! von Aljoscha Pause (2013) mitwirkt.

In der 2. Liga kommt der 1,93 m große Sturm-Hüne auf 13 Tor-Beteiligungen (12 Treffer) in 19 Einsätzen. Es gibt schlechtere Werte für einen 25-jährigen Angreifer.Mit seinem Gala-Auftitt bei den Bayern hat sich Glatzel selbst ins Schaufenster gestellt.

Seit 2017 stürmt er für den 1. FC Heidenheim, bei Vertragsende zum 30. Juni 2020 hätte der Klub von der schwäbischen Alb im Sommer Gelegenheit, mit dem Bayern-Schreck so richtig Kasse zu machen.

Werder Bremen, aber auch der VfB Stuttgart, bei allem Respekt immer noch die Nummer 1 im Ländle, sollen Interesse an Glatzel haben. Zum VfB würde der 3-Tore-Mann von München sicher am besten passen, sucht man beim Deutschen Meister von 2007 doch nach einem möglichen Nachfolger für Sturm-Veteran Mario Gomez (33).

Der Marktwert des auf allen Positionen im Angriff einsetzbaren Ex-Lauterers dürfte seit Mittwoch einen ähnlichen Anstieg wie die Zahl der Follower des FCH bei Instagram erfahren haben.


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