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Vierter Co-Trainer: FC Augsburg hat Jens Lehmann auf dem Zettel

Der frühere Nationaltorhüter und Vize-Weltmeister Jens Lehmann (49) wechselt als vierter Assistenztrainer zum abstiegsbedrohen Fußball-Bundesligisten FC Augsburg. Der FCA hat am Montag entsprechende Meldungen von BILD und SPORT BILD bestätigt. Lehmann wird in Augsburg am Dienstag einen Vertrag bis zum Sommer 2020 unterschreiben.

„Die Aufgaben eines Trainerteams sind so vielfältig und umfassend, dass wir zu dem Schluss gekommen sind, diese auf mehrere Schultern verteilen zu wollen und dadurch die Aufgabenbereiche auch noch mehr spezialisieren zu können“, erklärt FCA-Sportdirektor Stefan Reuter, der mit Lehmann 2002 bei Borussia Dortmund Deutscher Meister wurde, „Jens Lehmann wird unter Manuel Baum daran mitarbeiten, unsere Mannschaft in der täglichen Arbeit weiterzuentwickeln. Unter Trainerlegende Arsene Wenger hat Lehmann bereits beim FC Arsenal als Assistenzcoach gearbeitet.

Soweit die Fakten. Dass die Gemengelage beim FC Augsburg nach 10 Spielen ohne Sieg mit der Ankunft von Jens Lehmann ruhiger wird, steht zu bezweifeln.

Der Vize-Weltmeister von 2002 und WM-Torhüter von 2006 hat immer polarisiert. In der Schlussphase seiner aktiven Karriere hat er sich beim VfB Stuttgart teilweise unfassbare Aussetzer geleistet.

.Als TV-Experte für die deutsche Nationalmannschaft bei RTL sind seine Analysen nicht immer unumstritten. Immerhin: Lehmann wird auf jeden Fall Leben in die Puppenkiste bringen.

Der FC Augsburg gleicht derzeit einem Pulverfass. Mit den Jahren ist auch das mediale Interesse rund um die bayerischen Schwaben gestiegen.

Eine Aussage wie die von FCA-Abwehrspieler Martin Hinteregger (26), der im Bayerischen Rundfunk harsche Kritik an Trainer Manuel Baum geübt hat, wiegt in der prekären Tabellensituation doppelt schwer.

„Unsere Abwärtsspirale geht jetzt schon ein Jahr, das ganze Jahr 2018 ist die Kurve eigentlich schon nach unten gegangen. Da ist keine Entwicklung. Ich kann nichts Positives über ihn sagen und werde auch nichts Negatives sagen“, sagt der Abwehrspieler über den Coach.Die von Hinteregger angemahnte Abwärtsspirale in Zahlen. Seit 10 Spielen ist Augsburg ohne Sieg. Den letzten Erfolg gibt es am 26. Oktober 2018 beim 2:1 bei den „Roten“ von Hannover 96.

Zu Hause holt die Mannschaft von Trainer Manuel Baum (39) seitdem gerade mal 2 Punkte (2:2 gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg, 1:1 gegen Schalke). Die letzten 3 Spiele hat der FCA allesamt verloren.

Wie blank die Nerven bei den Augsburgern liegen, zeigt sich beim 0:2 am Wochenende in Gladbach. Als Schiedsrichter Harm Osmers (Hannover) einen abseitsverdächtigen Treffer zugunsten der „Fohlen“ nach 78 Minuten anerkennt, schäumen die Verantwortlichen anschließend vor Wut und suchen den direkten Dialog mit dem Referee. „Der Schiedsrichter war zu faul, um sich die Szene auf Video anzusehen“, lästert Manuel Baum. Stefan Reuter spricht dem Unparteiischen gar die Regelkenntnis ab. „Ich hatte das Gefühl, dass Harm Osmers nicht regelfest war.“ Solche Attacken gegen die Referees und den Video-Beweis, der nicht wirklich zugunsten der Augsburger ausschlagen will, sind inzwischen nervige Begleiterscheinungen in der einstigen Idylle rund um die WWK Arena geworden.

Wie die Statements von Jens Lehmann bei solch schwierigen Entscheidungen aussehen, kann man sich nur ausmalen…


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