FC Bayern verliert 1:3 bei Bayer Leverkusen: Wer ist hier der Bosz?


Bayer 04 Leverkusen und sein neuer Trainer Peter Bosz (55) haben die Aufholjagd des FC Bayern München gestoppt. Die Bayer-Elf gewinnt mit 3:1 (0:1) gegen den Rekordmeister, verbessert sich auf Rang sieben – und sorgt für Riesen-Ernüchterung bei den Münchnern.

„Ich will die Fehler aus Dortmund nicht wiederholen“, so hat Bayer Leverkusens neuer Trainer Peter Bosz (55) bei seinem Amtsantritt am Rhein erklärt.

Geht es rein nach dem Auftreten im Spiel gegen den FC Bayern München, so hat der Niederländer in der Tat dazugelernt. Ein 3:1 nach 0:1-Pausenrückstand hätte es für den BVB unter seiner Regie nicht gegeben.

Das mag daran liegen, dass Dortmund unter Bosz in der absoluten Krise auf die Bayern traf. Es kann aber auch möglich sein, dass der Bayer-Coach die richtigen Schlüsse aus der 1:3-Pleite von damals mit dem BVB gegen die Bayern gezogen hat.

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Peter Bosz (m.) nach dem 3:1-Erfolg mit Bayer Leverkusen gegen den FC Bayern. (Photo by Dean Mouhtaropoulos/Bongarts/Getty Images)

Die Bayer-Sprinter: Leverkusen läuft Bayern davon

Bayer Leverkusen revanchierte sich gegen den FC Bayern München für zwei Heimniederlagen in der letzten BL-Saison und im Pokal-Halbfinale.
Bayer Leverkusen revanchierte sich gegen den FC Bayern München für zwei Heimniederlagen in der letzten BL-Saison und im Pokal-Halbfinale. (Photo by Dean Mouhtaropoulos/Bongarts/Getty Images)

Nach dem ersten Spiel unter Bosz, einem 0:1 vor heimischer Kulisse gegen Borussia Mönchengladbach, musste man auf Leverkusener Seite die Befürchtung haben, dass unterm Bayer-Kreuz ab sofort – wie zuvor in Dortmund – ebenfalls ohne Abwehr gespielt wird.

Die Leverkusener kaufen dem FC Bayern durch die um fast 10 Kilometer höhere Laufleistung und Stärke bei Standardsituationen den Schneid ab.

Ein Freistoßtor von Leon Bailey (53.) bringt die Gastgeber nach dem 0:1 zur Pause durch Leon Goretzka (41.) ins Spiel zurück.

Kevin Volland (69.) und Lucas Alario (89.), dessen Treffer erst per Video-Assistent geprüft wird, lassen mit ihren Toren zum 2:1 und 3:1 die BayArena beben.

Ligalive-Infografik: Action Zones beim Spiel Bayer Leverkusen gegen FC Bayern München (3:1), Bundesliga-Saison 2018/19

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Müller: „Durch Reden holen wir keine Punkte“

Robert Lewandowski verlässt enttäuscht die BayArena. Ein Tor des Bayern-Stürmers wurde nach Abseitsstellung nicht anerkannt. (Photo by Dean Mouhtaropoulos/Bongarts/Getty Images)

„Jeder Spieler auf dem Platz weiß ganz genau, was er zu tun hat. Wir versuchen, 90 Minuten den Plan umzusetzen. Das ist ein offensiver Fußball, wo wir die Bälle haben wollen, mutig spielen wollen. Das ist absolut top bisher“, beschreibt Torschütze Kevin Volland bei Sky die ersten Spiele unter Peter Bosz.

„Wir haben Selbstvertrauen und ein hohes Niveau“, glaubt Peter Bosz vor dem Spiel an die Stärken seiner Mannschaft, die letzte Woche beim 3:0 in Wolfsburg überzeugt hat. Und er denkt an seinen Ex-Klub: „Wir wollen dem BVB helfen.“ Das gelingt. Dortmund spielt zwar nur 1:1 in Frankfurt, macht aber einen Punkt gegenüber den Münchnern gut und hat bereits 7 Zähler Vorsprung. „Es war ein schönes Spiel für die Fans“, sagt Bosz nach der Partie, „wir haben mutig gespielt und gezeigt, dass wir nach Europa wollen.“

Die Bayern gehen ersatzgeschwächt in die Partie in Leverkusen, wo sie im Vorjahr sowohl im Pokal (6:2) als auch in der Liga (3:1) stets mit mindestens 3 eigenen Toren gewonnen haben. Manuel Neuer fehlt nach Handverletzung ebenso wie Thiago, Arjen Robben und Franck Ribéry.

„Es war nicht so, dass uns Leverkusen auseinandergespielt hätte, aber irgendwie war das Spiel sehr wild und zerfahren. Durchs Reden kriegen wir eh keine Punkte, deswegen ist sowieso egal, was ich hier sage“, befindet Weltmeister Thomas Müller nach dem Spiel.

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