Siegt der FC Bayern Niko Kovac weg?


  • FC Bayern gewinnt zum zweiten Mal in Folge 6:0
  • Bericht: FCB-Bosse prüfen, ob Kovac im Amt bleibt
  • Nur das ,,Double“ kann Kovac wohl retten
  • CL-Aus zeigte Kovacs größte Schwächen

Ein 6:0 als Nebensache? Das gibt es nur bei Bayern!

Welche Neuzugänge hat Niko Kovac auf dem Zettel? (Photo by Clive Brunskill/Getty Images)
Der FC Bayern München hat mit einem 6:0-Kantersieg gegen ein chancenloses Mainz 05 am Sonntag die Tabellenführung der Fußball-Bundesliga zurückerobert.

Na und, werden sie in München wahrscheinlich sagen, es gibt schließlich Wichtigeres.

Auf der bayerischen Prioritätenliste ist neben dem ,,Double“-Gewinn vor allem die Trainerfrage noch weiter oben anzusiedeln.

In den nächsten Woche, heißt es aus München, ginge es nicht nur um die Meisterschaft und den DFB-Pokal-Sieg, sondern um „Grundsätzliches“.

Bericht: Ist Kovac noch der Richtige als Bayern-Trainer?

Niko Kovac führte den FC Bayern nach einem kurzen Zwischentief wieder an die Tabellenspitze. (Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)
Wie das Kicker-Sportmagazin am Montag schreibt, prüfen die die Bayern-Bosse ,,intern“, ob Kovac noch der richtige Trainer ist…

Dabei geht es vorrangig darum, ob der erst im Sommer 2018 von Eintracht Frankfurt verpflichtete Deutsch-Kroate für den bevorstehenden zweiten Teil des Umbruchs (Ligalive.net berichtete) der richtige Mann ist oder ob Kovac nur eine einjährige Übergangslösung darstellt.

Während sich nach Angaben des Fachmagazins die Opposition in der Kabine gegen Kovac formiert haben soll, weiß der insbesondere nach dem 1:3 und dem Champions-League-Aus gegen den FC Liverpool arg kritisierte Coach einen mächtigen Fürsprecher hinter sich.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Nur das Double kann Kovac retten, oder...?

Was sind diese Fotos der Bayern-Fans von Niko Kovac (vorn) nach dem CL-Aus gegen Liverpool am Saisonende noch wert? (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Es ist Bayern-Präsident Uli Hoeneß (67). Der Macher klingt nach dem 6:0 gegen Mainz 05 nicht gerade so, als würde er Kovac die Papiere geben wollen.

Im Gegenteil: Uli Hoeneß verteidigt Kovac am Sonntag in der Mixed Zone gegenüber dem Pay-TV-Sender Sky: „Ich finde, dass wir seit 3 Monaten im Großen und Ganzen sehr guten Fußball spielen. Genauso muss ich konstatieren, dass wir am Mittwoch (gegen Liverpool; d. Red.) sehr schwach gespielt haben. Trotzdem kann das mal vorkommen.“

Hoeneß weiter: ,,Die Spieler haben meiner Meinung nach mit zu wenig Mumm gespielt, das hätte man anders machen können. Aber deswegen zu sagen, der FC Bayern ist international nicht konkurrenzfähig, das ist mir viel zu weit hergeholt.“

Wohl doch nicht. Es ist wohl ein offenes Geheimnis, dass Kovac beide Titel – Deutsche Meisterschaft und DFB-Pokalsieg – brauchen wird, um sich bei den Bayern im Sattel halten zu können. Kritiker gibt es jetzt schon zur Genüge. ,,Der FC Bayern ist eine Nummer zu groß für Trainer Niko Kovac“, kommentierte etwa das Portal Sportbuzzer.de am Donnerstag, ,,der 47-Jährige ist ein Trainer für Underdog-Teams, aus denen er mehr rausholt als man ihnen zutraut. Ein Superstar-Kader wie den der Bayern zu lenken, erfordert mehr. Ebenso fehlt ihm die Idee vom offensiven Spiel, vom dominanten Fußball, der Fehler erzwingt und die Fähigkeit, auf Spielsituationen taktisch und personell zu reagieren. Hat Kovac noch den Rückhalt seiner Mannschaft? Nicht mehr von allen – was deutlich wird, wenn man den Subtext der Ausführungen von Mats Hummels, Robert Lewandowski oder Manuel Neuer analysiert. Die Vorwürfe: Zu defensiv gespielt! Zu wenig Risikobereitschaft!“ Das klingt nicht eben nach Weiterbeschäftigung, obwohl Kovac in München noch bis Juni 2021 Vertrag hat…

Ligalive-Infografik: Team Performance FC Bayern München, Bundesliga-Saison 2018/2019

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