Einmal Wagner, immer Wagner: Bayern-Stürmer vor Transfer nach China


Seine Rückkehr zum FC Bayern München gleicht im Winter 2017/2018 einem einzigen Rührstück. Sandro Wagner (31), U21-Europameister und Wandervogel, ist wieder zu Hause. Der gebürtige Münchner kehrt von 1899 Hoffenheim zu seinem Stammverein FC Bayern zurück, nachdem er zuvor fast jährlich bei einem anderen Klub war. Mit der Verbundenheit zu „Minga“ scheint es für den Ex-Nationalspieler nun vorbei zu sein. Wagner will weg.

Nach Informationen der Münchner tz und der BILD-Zeitung hat der chinesische Erstligist Tianjin Teda ein Angebot für Sandro Wagner vorgelegt.

Wagner ist am Montag nicht im Training an der Säbener Straße gesichtet worden. In wieweit sich das für den Kontext eines Wechsels als wichtig erweisen wird, dürften die nächsten Tage, respektive Stunden zeigen.

Der chinesische Pokalsieger von 2011, der von Fußballlegende Uli Stielike (64) trainiert wird, will 5 Mio. Euro Ablöse zahlen.

Sandro Wagner nach dem Liga-Hit Borussia Dortmund gegen den FC Bayern (3:2) im November 2018. In der Bundesliga werden wir den Münchner so schnell nicht mehr sehen. (Photo: Grimm/Bongarts/Getty Images)

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Er will doch nur spielen!
Er will doch nur spielen!(Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Wagners Marktwert liegt laut Transfermarkt.de bei 8 Mio. Euro. In München läuft sein Vertrag noch bis 30. Juni 2020.

Dieses Arbeitspapier hat er bei seiner Rückkehr zum FC Bayern im Winter 2017 unterschrieben. Seine Bilanz seitdem: 2018 „endlich“ der erste vollwertige deutsche Meistertitel auf der 8. Profi-Station.

Der FC Bayern, der MSV Duisburg, Werder Bremen, 1. FC Kaiserslautern, Hertha BSC, Darmstadt 98, 1899 Hoffenheim und noch einmal der deutsche Rekordmeister aus München – im 2-Jahres-Rhythmus wechselt Wagner den Verein. Lediglich in Berlin bleibt er 3 Jahre. Bei der TSG 1899 Hoffenheim sind die Aussichten auf die erste Champions-League-Teilnahme des Vereins 2017/2018 nicht genug um zu bleiben. Wagner wechselt am 1. Januar 2018 zum FC Bayern.

Unter Trainer-Veteran Jupp Heynckes macht er 8 Tore in 14 BL-Spielen.

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Nach dem Trainerwechsel in München mit Niko Kovac (47) für Heynckes im Sommer 2018 hat sich Wagners Einsatzzahl halbiert.

Der Stürmer, im Sommer etwas hochnäsig nach seiner Nicht-Nominierung für die WM (nicht nominiert zu sein, hieß in diesem Falle nicht mit verantwortlich für das historische Debakel zu sein…) nach nur 8 Länderspielen aus der Nationalmannschaft zurückgetreten, macht kein einziges BL-Spiel über die vollen 90 Minuten.

In den ersten beiden Partien im neuen Jahr, bei seinem Ex-Klub 1899 Hoffenheim (3:1) und gegen den VfB Stuttgart (4:1) steht der Stürmer nicht mehr im Kader. Das mag ein Indiz für einen bevorstehenden Wechsel sein.

„Ich freue mich riesig. Eine lange Reise geht für mich zu Ende, ich komme wieder nach Hause zu meinem Verein, in meine Heimat. Ich bin sehr glücklich, dass alles geklappt hat“, so hat Sandro Wagner seine Rückkehr nach München zum Jahresbeginn 2018 kommentiert, „Bayern ist der beste Verein in Deutschland und einer der besten der Welt. Als das Angebot kam, musste ich nicht lange überlegen.“ Das muss er jetzt anscheinend auch nicht. 15 Millionen € kolportiertes Gehalt wollen ihm die Chinesen für 2 Jahre Vertragslaufzeit zahlen. Geht man nach der von Wagner selbst getroffenen Aussage („Die Bundesliga-Gehälter sind teilweise zu niedrig“), dann könnte es von den Zahlen her passen. Das mit der Heimat vergessen wir lieber.

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