Die Bayern-Elf aus dem Pott


Bayern Ruhrpott Neuer
Weißbier statt Pils: Diesen Wechsel nahm nicht nur Manuel Neuer (l., mit Sven Ulreich) vor... Foto: Imago Images

Dass beim FC Bayern München nicht immer waschechte Bajuwaren zu Helden wurden, wissen wir.

Bleiben wir bei einer Auswahl der absoluten Klublegenden: Uli Hoeneß kommt aus Ulm, Lothar Matthäus aus dem fränkischen Herzogenaurach, Mehmet Scholl aus Karlsruhe.

Von den ausländischen Spielern prägen der Belgier Jean-Marie Pfaff, die Niederländer Arjen Robben und Roy Makaay, die Franzosen Bixente Lizarazu, Willy Sagnol und Franck Ribéry oder der Brasilianer Giovane Elber den FC Bayern.

Aber es gibt auch eine ,,Ruhrpott-Fraktion“ beim deutschen Rekordmeister – und die ist nicht von Pappe. Oftmals kalt verachtet, weil sie die Emotionalität der Ruhrgebiets-Vereine Borussia Dortmund, Schalke 04 oder VfL Bochum dem scheinbar garantierten Erfolg in München vorziehen, schreiben die Ruhrpott-Stars beim FC Bayern ihre eigene Geschichte. Das ist unsere Top-Elf der Bayern-Spieler aus dem Pott.

11. Jürgen Wegmann - Die ,,Kobra" biss auch beim FC Bayern zu

Sein Geld hat Wegmann durch einen aufwendigen Lebensstil und eine teure Ehescheidung verloren. Foto: Imago
Sein Geld hat Wegmann durch einen aufwendigen Lebensstil und eine teure Ehescheidung verloren. Foto: Imago
Jürgen Wegmann (54) genügen 2 Szenen, um beim FC Bayern München zur Legende zu werden.

Wobei der mitunter unbedarfte Junge aus Essen-Borbeck für den ersten ,,Bayern-Moment“ seiner Karriere eigentlich gar nichts kann. Gut, Wegmann hat im DFB Supercup 1987 in Frankfurt das 2:1 gegen Pokalsieger Hamburger SV das 2:1 für die Münchner erzielt. Doch das Tor wird zur Nebensache.

HSV-Keeper Uli Stein versetzt Wegmann unmittelbar nach dem Treffer und im Sitzen einen Kinnhaken – und fliegt raus.

Der zweite Moment ist ein Tor, das bis heute in keinem Bundesliga-Rückblick fehlen darf. Am 26. November 1988 hebt ,,Kobra“ Wegmann gegen den 1. FC Nürnberg zu einem Seitfallzieher ab, trifft zum 1:0 für den FC Bayern und erzielt damit das ,,Tor des Jahres“. In seiner zweiten Schaffenszeit bei Borussia Dortmund kehrt Wegmann 1991 noch einmal triumphal ins Münchner Olympiastadion zurück und schießt den BVB mit seinem 2:1 (Endstand: 3:2) auf die Siegerstraße. Der Kommentar dazu ist ein typischer Wegmann (,,Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu“): ,,Wenn ich spiele, wenn ich Tore schieße, dann sind das überirdische Verhältnisse.“

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

10. Roland Wohlfarth: Der Torjäger, der Hoeneß zum Weinen brachte

Roland Wohlfarth war Teil der Bayern-Mannschaft 1991/92.
Roland Wohlfarth war Teil der Bayern-Mannschaft 1991/92. (Photo by Bongarts/Getty Images)

Geboren in Bocholt, kommt Roland Wohlfarth 1984 als amtierender Torschützenkönig der 2. Liga zum FC Bayern.

So gehört sich das. Immer die besten deutschen Spieler holen, bevor dies andere tun. Fragen Sie mal beim Hessen Andy Möller!

Wie auch immer: Roland Wohlfarth wird zwischen 1984 und 1993 zu einem Torjäger, der den FC Bayern geprägt hat.

Der Stürmer aus dem Pott holt sich in Diensten der Münchner 2-mal (1989, 1991) die Torjäger-Kanone in der Bundesliga und wird mit den Bayern 5-mal Deutscher Meister. Absolute Sternstunde: Sein Auftritt im vorentscheidenden Duell bei Verfolger 1. FC Köln (3:1) am 25. Mai 1989 erzielt Wohlfarth alle 3 Tore und macht die Bayern zum Meister. Vorangegangen ist ein übles Wort-Duell zwischen Bayern-Coach Jupp Heynckes, Manager Uli Hoeneß und FC-Trainer Christoph Daum (,,Eigentlich ist Jupp Heynckes völlig kaputt“). ,,Nach diesem Spiel“, erinnert sich Uli Hoeneß 2003 bei 40 Jahre Bundesliga im WDR, ,,habe ich geweint.“

9. Thorsten Fink: Ein Dortmunder beim FC Bayern? Das geht!

Bayern-Stars Ruhrpott Fink
Thorsten Fink (r.) und Wattenscheid 09, hier am 25. August 1990 gegen Borussia Mönchengladbach, rockten in der Saison 1990/91 die Bundesliga. Foto: Imago Images / Copyright: imago/WEREK

Der in Dortmund-Marten geborene Thorsten Fink ist 1994 der 2. Ex-Profi von Wattenscheid 09 beim FC Bayern München.

Anders als sein ehemaliger Mitspieler Uwe Tschiskale, der 1987 in München floppt, wird Thorsten Fink, der 1994 nach dem Wattenscheider Abstieg zunächst zum Karlsruher SC wechselt, in München zur festen Größe.

Zwischen 1997 und 2004 macht der defensive Mittelfeldspieler 150 Bundesliga-Spiele für den FC Bayern München. Danach bleibt er dem Branchenriesen in der Amateur-Mannschaft treu.

Finks Erfolgsbilanz in München: 4-mal Deutscher Meister, 3-mal DFB-Pokalsieger und Champions-League-Sieger 2001 in Mailand.

8. Michael Rummenigge: Nur der ,,kleine" Rummenigge spielte für den BVB

FC Bayern Ruhrpott
Michael Rummenigge (l., mit Stefan Reuter), war in Diensten von Borussia Dortmund ein unermüdlicher Kämpfer vor dem Herrn. Foto: Imago Images / Copyright: imago/Kicker/Liedel
Michael Rummenigge ist 17 und damit sogar ein Jahr jünger als sein Bruder Karl-Heinz, als er Borussia Lippstadt 1981 in Richtung Bayern München verlässt.

Der ,,kleine“ Rummenigge oder ,,Rummenigge II“ kämpft im Star-Ensemble des FC Bayern um seinen Platz und scheint nicht aus dem Schatten von Superstar Karl-Heinz Rummenigge zu kommen. Mit einigen abwertenden Bemerkungen in Interviews macht er sich nicht viele Freunde. Aber: Wie sein Bruder Karl-Heinz (,,Killer-Kalle“) besetzt auch Michael Rummenigge in München die Abteilung ,,Offenes Wort.“

Die Bilanz von Michael Rummenigge kann sich beim FC Bayern dennoch mehr als sehen lassen: Bis 1988 gelingen dem Mittelfeldspieler in 152 Liga-Spielen 44 Tore. Mit den Bayern wird er 3-mal deutscher Meister und 2-mal DFB-Pokalsieger, u. a. im bis heute torreichsten Finale 1986 gegen den VfB Stuttgart in Berlin (5:2). Die Krönung bleibt ihm in seiner Bayern-Zeit ebenso verwehrt wie später in Dortmund: Weder mit dem FCB noch mit dem BVB kann Michael Rummenigge einen Europapokal gewinnen. Mit den Bayern scheitert er 1987 in Wien im Landesmeister-Finale am FC Porto (1:2), mit dem BVB 1993 in den UEFA-Cup-Finalspielen an Juventus Turin (1:3, 0:3).

Aber: Anders als sein Bruder Karl-Heinz wechselt Rummenigge noch zu Borussia Dortmund und hinterlässt mit 36 Toren in 157 Liga-Spielen auch im Revier seine Spuren. Beim Pokalsieg von 1989 gegen Werder Bremen in Berlin (4:1) gehört Michael Rummenigge zu der Dortmunder Mannschaft, die 23 Jahre nach dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger wieder einen Titel an den Borsigplatz holt.

7. Christian Nerlinger: Nur in München Meister

Schiedsrichter Hellmut Krug zeigt Christian Nerlinger (FC Bayern München) im Spiel beim TSV 1860 München die gelb rote Karte, dahinter Lothar Matthäus und Alain Sutter (beide FC Bayern München)
Schiedsrichter Hellmut Krug zeigt Christian Nerlinger (FC Bayern München) im Spiel beim TSV 1860 München die gelb rote Karte, dahinter Lothar Matthäus und Alain Sutter (beide FC Bayern München) Foto: Imago.

Christian Nerlinger und sein Vater Helmut spielen beide für den BVB und den FC Bayern.

Helmut Nerlinger, Allrounder vom MTV München, spielt bei den Großkopferten aus Harlaching allerdings nur in der Saison 1969/70.

Die Bayern geben ihn zu Kickers Offenbach ab, wo Nerlinger – wie 1971/72 bei Tasmania Berlin – ebenfalls nur eine Saison spielt. Sesshaft wird er in Dortmund und mit dem BVB kehrt er 1976 in die Bundesliga zurück. Christian Nerlinger wird am 21. März 1973 in Dortmund geboren.

Er durchläuft nach der Rückkehr seiner Familie nach München alle Jugendmannschaften des FC Bayern und wird 1993 mit 19 Jahren Profi und im Premierenjahr Deutscher Meister. Auch 1997 holt Nerlinger mit dem FC Bayern München die Meisterschale. Borussia Dortmund verpflichtete den Mittelfeldspieler 1998, doch noch bevor dank der Börsen-Millionen des BVB 2002 die deutsche Meisterschaft mit einer Transfer-Offensive erreicht wird, wechselt Nerlinger zu den Glasgow Rangers. Von den Revier-Spielern, die erst für Bayern und dann für den BVB spielen, bleibt er wie Jürgen Wegmann und Michael Rummenigge bei Schwarz-Gelb ohne Meistertitel.

6. Thomas Strunz: Kultfigur wider Willen

Klatschten sich nicht nur im Spiel ab: Stefan Effenberg und Thomas Strunz. Foto: Getty Images
Klatschten sich nicht nur im Spiel ab: Stefan Effenberg und Thomas Strunz. Foto: Getty Images

,,Struunz, was erlauben Struunz?“ – Das ist nur ein markanter Satz in der Wut-Rede von Bayern-Trainer Giovanni Trapattoni im März 1998, der zum geflügelten Wort wird.

Der Meister ist unzufrieden mit dem gebürtigen Duisburger, der seit 1989 für die Bayern spielt. Sein vernichtendes Urteil: ,,Habe gespielt wie eine Flasche leer!“

Das mag für die Saison 1997/98 stimmen, nicht jedoch für die übrige Wirkungszeit des Nationalspielers, der mal blond mal burgundrot gefärbt in München aufläuft. Thomas Strunz wird in Diensten des FC Bayern 5-mal Deutscher Meister, 2-mal Pokalsieger und UEFA-Cup-Sieger 1996. Zudem gehört er zur Bayern-Fraktion, die mit Deutschland 1996 in Wembley Europameister wird (u. a. Jürgen Klinsmann, Thomas Helmer, Mehmet Scholl).

Die Probleme des Thomas Strunz liegen in München nicht auf dem Platz. Sein Mitspieler Stefan Effenberg spannt ihm die Ehefrau aus. In der Hinrunde der Saison 2000/2001 wird Strunz von Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld ausgemustert und beendet seine Profikarriere. Effenberg bereitet die Affäre Strunz 2003 in seinem Buch Ich hab’s allen gezeigt auf. Dieses Buch ist dann eher aus der Serie ,,Was erlauben Effe?“ Wer also an den Details interessiert ist: Bitte!

Hamit Altintop: Der Weltstar aus Wattenscheid

Hamit und Halil Altintop, hier 2002 in der Regionalliga Nord gegen den KFC Uerdingen, gehören zu den bekanntesten Spielern der SG Wattenscheid 09.
Hamit und Halil Altintop, hier 2002 in der Regionalliga Nord gegen den KFC Uerdingen, gehören zu den bekanntesten Spielern der SG Wattenscheid 09. Foto: Imago Images
Wattenscheid 09 hat am 23. Oktober 2019 Insolvenz angemeldet. Einer der bekanntesten Spieler, die beim Ex-Bundesligisten unter Vertrag standen bzw. ausgebildet wurden, ist der am 8. Dezember 1982 in Gelsenkirchen geborene Hamit Altintop.

Mit seinem Zwillingsbruder Halil Altintop kommt er mit 18 Jahren zu dem in die drittklassige Regionalliga Nord abgestiegenen Ex-Erstligisten aus Bochum.

2003 bzw. 2006 werden die Altintop-Brüder vom FC Schalke 04 in die Bundesliga geholt. Hamit Altintops Wechsel zum FC Bayern München folgt 2007. Unter Ottmar Hitzfeld gewinnt er 2008 das Double und spielt unter Louis van Gaal 2010 im Champions-League-Finale von Madrid – 0:2 gegen Inter Mailand.

2010 lässt Bayern Altintop ablösefrei zu Real Madrid ziehen wo er bis 2012 spielt.

Olaf Thon: Zu Hause war er nur auf Schalke

FC Bayern Ruhrpott Thon
Olaf Thon im UEFA-Cup-Halbfinale mit dem FC Schalke 04 gegen CD Teneriffa im April 1997 im Gespräch mit dem deutschen Co-Trainer der Spanier, Egon Coordes. Beide haben eine Vergangenheit beim FC Bayern (Photo by Tobias Heyer/Bongarts/Getty Images)

Vermutlich hat Bayern-Cleverle Uli Hoeneß diesen Olaf Thon schon am 1. Mai 1984 auf dem Einkaufszettel gehabt.

An seinem 18. Geburtstag geht Olaf Thons Fußballstern auf. Der Gelsenkirchener erzwingt in einem Jahrhundertspiel gegen den FC Bayern im DFB-Pokal-Halbfinale ein 6:6 nach Verlängerung. Er erzielt in dieser unfassbar packenden Partie 3 Tore und obwohl noch ein Wiederholungsspiel in München ansteht, tragen ihn die euphorisierten Schalker Fans auf den Schultern aus dem Gelsenkirchener Parkstadion.

Sein Bundesliga-Debüt gibt Olaf Thon am 24. August 1984 gegen Borussia Mönchengladbach. Er wird erst nach dem 3. Schalker Bundesliga-Abstieg 1988 an die Isar wechseln. In Diensten des FC Bayern wird Thon 3-mal Deutscher Meister und zudem mit Deutschland Weltmeister 1990. Der damalige Bayern-Coach Erich Ribbeck schult Thon vom Mittelfeldspieler zum Libero um.

Mit der Rückkehr von Lothar Matthäus ist für 2 Alphatiere kein Platz beim FC Bayern. ,,Komm nach Hause, Olaf Thon“, singen die mitgereisten Schalker Fans nach Thons Meisterstück mit Bayern 1994, das ausgerechnet mit einem 2:0 gegen S04 perfekt gemacht wird. Thon folgt dem Ruf aus dem Revier und schreibt bei seinem 2. Engagement auf Schalke Geschichte: 1997 führt er Schalke 04 als Kapitän zum UEFA-Pokal-Sieg, dem größten internationalen Erfolg des Revier-Klubs.

3. Leon Goretzka: Ablösefrei nach München

Leon Goretzka, Thomas Müller (3. v. l.) und der FC Bayern waren beim 6:1 gegen Fenerbahce Istanbul in blendender Spiellaune. (Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images for AUDI)

Der gebürtige Bochumer Leon Goretzka spielt für 2 Revierklubs, ehe er zum FC Bayern München geht.

Trainer Peter Neururer hat beim VfL Bochum schon früh auf Goretzka gesetzt. Er sagt dem offensiven Mittelfeldspieler eine große Zukunft voraus.

Nach 5 Jahren beim FC Schalke 04 wechselt der damals 23-Jährige 2018 ablösefrei zum FC Bayern München. Sein Bundesliga-Debüt gibt er am 24. August 2018, im Saison-Eröffnungsspiel gegen 1899 Hoffenheim.

Schon in seiner ersten Saison in München gelingt Goretzka 2018/2019 der Gewinn des ,,Double“. Für den ehemaligen Schalker ist die Tatsache, dass die Bayern im Schlussspurt Borussia Dortmund noch überholen, sicher nicht unwesentlich gewesen…

Karl-Heinz Rummenigge: Der BVB übersah den Weltklasse-Stürmer!

Karl-Heinz Rummenigge im DFB-Pokalfinale 1884 gegen Lothar Matthäus. Es war sein letztes Spiel für den FC Bayern.

Wer Karl-Heinz Rummenigge beim FC Bayern München sieht und seine weisen Worte mit westfälischem Idiom hört, fragt sich: Wie konnte Borussia Dortmund diesen Spieler einst verpennen?

Immerhin hat Rummenigge mal bei einem 32:0-Sieg von Borussia Lippstadt 16 Tore erzielt. Da hätte man mal nachschauen können! Vielleicht auch später, als Rummenigge in der Westfalenelf gespielt hat…

In Dortmund hat man Anfang der 1970er-Jahre aber andere Sorgen. So kommt es, dass Rummenigge 1974 seine Lehre als Bankkaufmann abbricht und zum FC Bayern München wechselt. Der schüchterne Junge aus Westfalen wird vom mächtigen Boulevard in München schnell als ,,Rotbäckchen“ verspottet, Max Merkel macht ihn zur ,,Rummelfliege“. Doch selbst die Münchner Fußball-Institution schlechthin Franz (,,Franz“) Beckenbauer, hält anfangs nicht viel von Rummenigge. ,,Das wird nie Einer“, senkt der ,,Kaiser“, den alle nur Franz nenne, den Daumen.

Stimmt aber nicht. Rummenigge entwickelt sich unter Trainer Udo Lattek zum Superstar des deutschen Fußballs, wird 1980 mit der DFB-Auswahl Europameister und 2-mal Vize-Weltmeister. Dazu kommen 3 Auszeichnungen als Bundesliga-Torschützenkönig, 2 Meistertitel (1980 und 1981) und 2-mal der Europapokal der Landesmeister (1975, 1976). Mehr noch: Sein Wechsel zu Inter Mailand 1984 für geschätzte 11 Millionen Euro bewahren den FC Bayern vor finanziellen Turbulenzen. Als Funktionär kehrt er 2002 zum FC Bayern zurück und ist heute als Vorstandsboss tätig.

Manuel Neuer: Von ,,Koan Neuer" zum absoluten Volkshelden in München!

25. Mai 2013: Manuel Neuer mit dem FC Bayern München am Ziel der Träume - Champions-League-Sieger im deutschen Finale gegen Borussia Dortmund. Foto: imago Camera 4
,,Koan Neuer“ – Diese Zettel-Protestaktion in der Bayern-Kurve in der Allianz Arena gegen den Torhüter des FC Schalke 04 gilt in der Bundesliga als legendär.

Die Liebe zwischen dem FC Bayern und seinem Anhang und dem Gelsenkirchener, der als Junge in der Schalker Nordkurve gestanden ist, muss wachsen.

Schalke 04 kann Neuer nicht halten. Trotz DFB-Pokalsieg, trotz Champions-League-Halbfinale 2011 will Neuer seinen Vertrag auf Schalke nicht verlängern. Aufsichtsrats-Boss Clemens Tönnies versucht sogar beim Pokalsieger-Bankett in Berlin, nachts, auf einem Ponton an der Spree, Neuer im Vier-Augen-Gespräch noch umzustimmen. Vergeblich.

Neuer wechselt 2011 für 30 Mio. Euro Ablöse zum FC Bayern München und steigt hier zum besten Torhüter der Welt auf, so er dies nicht vorher schon auf Schalke war. Er wird mit dem FC Bayern (Stand: 2019) 7-mal Deutscher Meister, 5-mal DFB-Pokalsieger und 2013 im deutschen Finale von Wembley gegen Borussia Dortmund (2:1) Champions-League-Sieger.