Transfers: Perfekt – Mats Hummels vom FC Bayern zurück zum BVB!


Willkommen zurück! Mats Hummels spielt künftig wieder für Borussia Dortmund.

Einigung perfekt! Mats Hummels (30) wird der 6. Spieler der Bundesliga-Historie, der vom FC Bayern München zu Borussia Dortmund wechselt bzw. zurückkehrt.

Das berichten am Mittwochmittag BILD, der SID und Kicker.de übereinstimmend. Lediglich über die Höhe der Ablösesumme, die der BVB für den Weltmeister von 2014 an die Münchner zahlen muss, gibt es unterschiedliche Angaben.

Während Kicker.de von 38 Mio. Euro schreibt, berichtet die Funke-Mediengruppe am Mittwoch nur von 30 Mio. Euro für den auf 35 Mio. Euro Marktwert geschätzten Innenverteidiger. Von Bayern München zum BVB wechseln zuvor schon die Profis Mario Götze und Sebastian Rode (beide 2016), Hummels selbst (2008), Christian Nerlinger (1998), Michael Rummenigge (1988) und der legendäre Jürgen ,,Kobra“ Wegmann (1989).

Nach Nuri Sahin (zurück von Real Madrid), Mario Götze (kam von Bayern zurück) und Shinji Kagawa, den man von Manchester United wieder nach Dortmund holt, ist Hummels der 4. Rückkehrer aus der erfolgreichen Klopp-Ära. Seine Wieder-Verpflichtung ist für den BVB Chance und Risiko zugleich.

Das tat Dortmund richtig weh: Mats Hummels (m.) eröffnet mit dem Kopfball-Tor zum 1:0 die Bayern-Gala gegen Borussia Dortmund. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Mats Hummels wird viertteuerster Ü30-Transfer der Fußballgeschichte

Cristiano Ronaldo im Rekordspiel gegen den FC Valencia in der Champions League. (Photo by Emilio Andreoli/Getty Images)
Im Urlaub auf Sylt ist der viertteuerste Transfer eines Spielers eines 30-jährigen oder älteren Spielers weltweit perfekt gemacht worden.

Teurer als ,,Ü30″-Spieler sind vor Hummels nur der legendäre Cristiano Ronaldo, den es 2018 für 117 Mio. Euro und im zarten Stürmer-Alter von 33 von Real Madrid zu Juventus Turin zieht, der damals 30-jährige Brasilianer Paulinho, den der FC Barcelona für 42 Mio. Euro 2018 an Evergrande (China) abgibt, und der italienische Weltmeister Leonardo Bonucci, der mit 30 von Juventus Turin zum AC Mailand wechselt (2017). Es ist dies ein Transfer, der auch Bundesliga-Trainerunikum Christian Streich auf die Palme bringt: ,,Dem Chiellini sei Schwester“, schimpft der Kultkoach des SC Freiburg auf Badisch, ,,hat gesagt, er wär gern gebliebe – aber der Gott des Geldes isch stärker g’wese.“ So kann man es auch ausdrücken.

Wir wissen nicht, ob ,,der Gott des Geldes“ auch bei Mats Hummels im Spiel ist, vermuten es aber mal. Bei 44 Gegentoren in der abgelaufenen Bundesliga-Saison und mit der verspielten Meisterschaft im Hinterkopf liegt die Vermutung nahe, dass Borussia Dortmund seine Defensive stabilisieren will.

Genau hier liegt die Chance für den BVB beim Hummels-Transfer. Dortmund Abwehr ist 2018/2019 nicht titelreif. Mit Hummels wird sie es.

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,Eine Führungspersönlichkeit in der Abwehr – wie es Mats Hummels ist – hat Dortmund in der vergangenen Saison gefehlt“, glaubt Trainer-Idol Ottmar Hitzfeld (70).

Der Lörracher hat sowohl den BVB als auch den FC Bayern zur Deutschen Meisterschaft geführt. Hitzfeld am Mittwoch in SPORT BILD: ,,Dass Dortmund das Potenzial hat, den Titel zu holen, hat die Mannschaft in der vergangenen Saison gezeigt. Sie ist jetzt durch die Verpflichtungen noch stärker geworden. Ganz Fußball-Deutschland kann sich glücklich schätzen, dass es wieder einen spannenden Titelkampf geben wird.“

Das Risiko dabei: Mats Hummels ist trotz seines überragenden Stellungsspiels und seiner Torgefahr bei Standards im gegnerischen Strafraum nicht mehr der Schnellste. Für ihn sprechen seine überragenden Zweikampfwerte (66 Prozent – mehr als jeder Dortmunder Verteidiger), aber seine läuferischen Defizite zeigen sich schon im Pokalfinale 2018 gegen Eintracht Frankfurt (1:3) und bei der miserablen WM 2018 in Russland.

Hummels hat die Borussia 2016 für 36 Mio. Euro Ablöse verlassen. Mit seiner Rückkehr schraubt der Vizemeister seine Transfer-Ausgaben auf fast 130 Mio. Euro. Vor Hummels holt der Revierklub bereits Thorgan Hazard von Borussia Mönchengladbach, Nico Schulz (1899 Hoffenheim) für jeweils 25,5 Mio. Euro, die Dienste von Julian Brandt von Bayer Leverkusen sichert man sich für 25 Mio. Euro.

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