Bundesliga: Matthias Sammer adelt Bayer Leverkusens Havertz

Kai Havertz bejubelt sein Traumtor für Bayer Leverkusen beim 1. FC Nürnberg. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Matthias Sammer: „Havertz ist etwas Besonderes“

Matthias Sammer gibt bei Eurosport den Klartexter. (Photo by Selim Sudheimer/Bongarts/Getty Images)
Dennoch sieht man Matthias Sammer an der Seite von Moderator Jan Henkel im Eurosport-Studio im Max-Morlock-Stadion von Nürnberg komplett aus dem Häuschen.

Sammer steht auf, erzählt, dass ihn das Tor schon beim Zuschauen vom Sessel gerissen hätte und widmet seine Halbzeit-Analyse vor allem diesem technisch anspruchsvollen Treffer.

„Das ist einfach Weltklasse“, lobt der sonst so strenge Beobachter der Fußball-Bundesliga, „das ist ein außergewöhnlicher Spieler. Wer Situationen so erkennt, ist etwas Besonderes. Und er ist etwas Besonderes.“

Das sollte dem 19-jährigen Hoffnungsträger bei Bayer Leverkusen runtergehen wie Öl.

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Nur Remis: Havertz trotz Traumtor nicht zufrieden

LEVERKUSEN, GERMANY - NOVEMBER 03: Kai Havertz #29 of Bayer Leverkusen controls the ball during the Bundesliga match between Bayer 04 Leverkusen and TSG 1899 Hoffenheim at BayArena on November 3, 2018 in Leverkusen, Germany. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Tut es aber nicht. Havertz selbst bleibt nach dem Traumtor nach dem Spiel sachlich-nüchtern.

„Es war die einzige Möglichkeit, weil der Torwart und der Innenverteidiger von Nürnberg die linke Seite des Tors blockiert hatten, da habe ich die freie Ecke gesehen und den Ball einfach reingeschossen“, erklärt er am Eurosport-Mikrofon.

„Fußball kann manchmal einfach sein“, stimmt ihm Sammer in der Fern-Analyse zu.

Dennoch ist Havertz mit dem 1:1 zum 47. Geburtstag von Bayer-Trainer Heiko Herrlich nicht zufrieden. Das liegt vorrangig an den widrigen, nahezu irregulären Platzverhältnissen in Nürnberg. Der Wettergott flutet das Max-Morlock-Stadion mit Dauerregen. Eine Szenerie, die an den 11. April 2008 erinnert. An diesem Bundesliga-Spieltag des FCN gegen den VfL Wolfsburg lässt Schiedsrichter Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim) die Partie nicht laufen, sondern bricht ab.

Das hätte man aus Sicht von Kai Havertz wohl auch am Montagabend machen müssen. „“Man hat gesehen, dass die Verhältnisse katastrophal waren, dass kein Fußball stattgefunden hat, sondern nur ein Kampfspiel. Auf so einem Platz war es schwierig, den Ball zu kontrollieren“, erklärt Havertz die Problematik, merkte aber kritisch an: „nichtsdestotrotz müssen wir die Verhältnisse annehmen – Nürnberg musste das ja auch. Vor dem Spiel war klar, dass wir das Ruder in der Hand halten wollten, weil wir die spielstärkere Mannschaft sind, aber das ging ab der 60. Minute dann nicht mehr.“

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