Bundesliga: RB Leipzig – Ist der High Flyer schon entzaubert?


Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann verlässt die Commerzbank Arena mäßig gelaunt... Foto: Imago Images / Thomas Frey

Eintracht Frankfurt spielt wieder Büffelherde – und die Commerzbank Arena bleibt die Stolperfalle für Titel-Favoriten!

Erinnert sei an das 1:1 im letzten Jahr gegen Borussia Dortmund, als die Eintracht den BVB mit dem Remis am Aufstocken auf 9 Punkte auf Bayern München hindert. Auch das 2:2 in letzter Minute am 5. Spieltag dieser Saison hilft Dortmund im Spitzenkamf nicht wirklich weiter.

Die Großkopferten aus München kommen am 2. November 2019 unter die Räder und verlieren in Frankfurt erstmals seit 2010 wieder ein Bundesliga-Spiel – 1:5. Am Samstag hat es nun Tabellenführer RB Leipzig erwischt. Die ,,Roten Bullen“ verlieren in Frankfurt mit 0:2 (0:0) und liegen nun nur noch einen Zähler vor Titelverteidiger FC Bayern.

Nach 8 Siegen in den letzten 9 Spielen wirkt der Überflieger aus Leipzig, der für so tollen Offensivfußball einstehen kann, erstaunlich unkonzentriert und uninspiriert.

Wieder kein Auswärtssieg für den BVB: Eintracht Frankfurt feiert mit Daichi Kamada und Bas Dost (m.) nach einem Eigentor das glückliche 2:2 gegen Borussia Dortmund. (Photo by Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images)

Ausgerechnet gegen Leipzig: Frankfurt landet endlich wieder einen Heimsieg!

Was für ein Jubel bei Eintracht Frankfurt am 25. Januar 2020 nach dem 1:0 von Almamy Touré gegen RB Leipzig (Endstand: 2:0). Foto: Imago Images
Die Frankfurter dagegen scheinen die Überbelastung aus dem Winter aus den Kleidern gelaufen zu haben.

Sie spielen kompakt, defensiv stark und gefällig bei Kontern und erinnern phasenweise an ihren Europa-League-Run 2019, der erst im Halbfinale endet.

Almamy Touré (48.) und Filip Kostic (90. + 4) sorgen mit ihren Toren für Riesen-Jubelszenen, die man in Frankfurt zuletzt beim 5:1 Heimsieg gegen die Bayern (!) im November gesehen hat. Seither ist die Mannschaft von Trainer Adi Hütter (49) bis zum Rückrundenstart in Hoffenheim (2:1) ohne Sieg geblieben. Sie steckt bis zum letzen Wochenende sozusagen in der Bayern-Falle, denn Erfolge gegen die Münchner haben in Frankfurt zwar auf der einen Seite Feiertags-Charakter, auf der anderen Seite aber steht nach Siegen gegen den Rekordmeister in der Frankfurter Vereinshistorie am Ende 2-mal (1995/96 und 2000/2001) ein Abstieg unter dem Strich.

Ärgern muss sich jedoch vorerst nur Leipzig-Coach Julian Nagelsmann (32).

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Nagelsmann: ,,Sind nicht auf einem Niveau mit Bayern oder Dortmund"

RB Leipzig
Marcel Halstenberg und RB Leipzig: Der Jubel der Anderen. Foto: Imago Images / Eibner-Pressefoto

Der junge Trainer der Leipziger wird nach der Niederlage sehr deutlich und kritisiert seine Spieler öffentlich.

„Es ist die Frage: Wollen wir das Gipfelkreuz erreichen oder bleiben wir kurz darunter stehen und genießen die schöne Aussicht?“, sagt Nagelsmann nach der Partie bei Sky.

„Wir hatten am Mittwoch kein gutes 11 gegen 11, mit sehr wenig Engagement und Elan. Es ist nicht so einfach auf dem Platz, wenn man im Training nicht an die Grenze geht“, gibt Nagelsmann Einblicke in die zurückliegende Trainingswoche, ,,mir geht’s einfach um die paar letzten Prozentpunkte. Da muss man hin und wieder die Finger in die Wunde legen.“

Nagelsmann nagelt weiter gegen sein Team: „Wir sind nicht auf einem Niveau mit Bayern oder Dortmund. Deshalb müssen wir jede Trainingsminute besser nutzen als Bayern oder Dortmund, um näher heranzukommen.“ Er will auch nichts nichts von einem Vorsprung gegenüber den Bayern hören – das ist ohnehin nur noch ein Punkt – und sagt zum Titelkampf: „Die Entscheidung beginnt schon zwischen den Ohren. Nicht der, der am meisten darüber spricht, sondern der am meisten Punkte holt, gewinnt am Ende. So wirst du am Ende halt nur Vierter, wenn es gut läuft.“

 

Ligalive-Infografik: Eintracht Frankfurt - RB Leipzig 2:0) im Match Center

Ligalive-Infografik: Julian Nagelsmann im Profil

Ligalive TV: Nach dem Spiel in Frankfurt: Julian Nagelsmann sorgt für Lacher