FC Bayern bei 1899 Hoffenheim: Goretzka vergisst BVB-Jagd


Die Bundesliga ist wieder da – und Verfolger FC Bayern München hat seine Titel-Ambitionen am Freitagabend beim 3:1 (2:0)-Erfolg bei 1899 Hoffenheim doppelt unterstrichen.

Die Münchner verkürzen den Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund zumindest bis Samstagabend auf 3 Zähler und bauen mit dem Start ins neue Jahr direkt Druck auf den Spitzenreiter auf.

Eine Konstellation wie gemalt für die Mannschaft von Trainer Niko Kovac (47), denn am Samstag wartet auf den BVB ein dicker Brocken. Die Dortmunder konnten bei RB Leipzig noch nie gewinnen.

Der Rekordmeister übernimmt in Sinsheim früh das Kommando und hat in Nationalspieler Leon Goretzka (23) den überragenden Mann.

Leon Goretzka war gegen 1899 Hoffenheim mit 2 Toren der überragende Mann beim FC Bayern. (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Bayern vom Start weg im Rhythmus

Robert Lewandowski setzte mit dem 3:1 für den FC Bayern bei 1899 Hoffenheim den Schlusspunkt. (Photo by Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Die Führung für die Gäste aus München ist schon nach 33 Minuten drin. Kingsley Coman verpasst eine Hereingabe an langen Pfosten.

Ab der 34. Minute gilt dann: „Es bleibt alles anders“. Die Münchner nutzen ihre optische Überlegenheit. Das 0:1 durch Leon Goretzka fällt nach einem von Oliver Baumann zu kurz abgewehrtem Kopfball von Lewandowski – der 13. Torschuss der Bayern sitzt. „Bayern hat sich optimal auf dieses Spiel vorbereitet, sie lassen überhaupt keine Zweifel aufkommen“, sagt Bayern-Idol Oliver Kahn im ZDF in der Halbzeitanalyse.

Die Hoffenheimer Fans in der mit diesem Spiel umbenannten PreZero-Arena in Sinsheim müssen bis zur 45. Minute auf die erste Chance ihres Teams warten. Hummels klärt vor dem einschussbereiten Joelinton zur Ecke. Diese fliegt Hoffenheim um die Ohren. Abgeblockter Schuss von Vize-Weltmeister Andrej Kramaric und die Bayern kommen noch mal über links mit Coman und David Alaba und dessen Flanke schießt Goretzka vorbei an Baumann ein – 0:2, Stecker gezogen.

Nicht ganz. Nach der Pause wird Hoffenheim endlich mutiger und Nico Schulz jagt den Ball nach Vorarbeit von Leonardo Bittencourt nach 59 Minuten aus 15 Metern zum 1:2 ins Tor von Manuel Neuer. Die Bayern kontern zum Schluss aber noch einmal exzellent. Der eingewechselte James Rodriguez legt Lewandowski (11. Saisontor) das 3:1 vor. Goretzka nach dem Spiel im ZDF-Interview: „Insgesamt war es ein guter Kampf von uns, wir haben ein super Spiel gemacht, hatten Hoffenheim gut im Griff, wir haben nicht für Borussia Dortmund gespielt, damit die das Zittern bekommen. Wir haben sie nicht im Hinterkopf.“

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Nur der Eurosport-Reporter nervt

An diesen Jubel muss sich die Bundesliga wieder gewöhnen.. (Photo: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Es ist aber nicht alles perfekt am Freitagabend. Nach dem Ausschaltknopf suchen schon zur Pause etwa die TV-Zuschauer, die das Spiel bei Eurosport anschauen.

Reporter Robby Hunke lobt jeden auch noch so bedeutungslosen Spielzug des FC Bayern als taktisches Meisterstück – und treibt es mit seinen Metaphern auf die Spitze.

Weltmeister Thomas Müller ist für ihn ein „Mann, der den FC Bayern schon in der Waschanleitung hat“. Den Doppel-Torschützen Goretzka macht er zur „kulturellen Bereicherung für den FC Bayern“.

Für den stetig steigenden Druck, den die Gäste auf die TSG schon im ersten Durchgang ausüben, hat Hunke eine besondere Erklärung: „Es ist wie bei der Eis-Werbung im Kino. Wenn die kommt, dann weiß man: Jetzt geht’s los.“

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