Bremen gegen Frankfurt: Darum grantelt der Kult-Trainer


Das ist beste Prime-Time-Unterhaltung! Die beiden Samstagabendspiele im neuen Jahr mit RB Leipzig gegen Borussia Dortmund (0:1) und Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt (2:2) haben es in sich. Die Partie im Weserstadion verzückt Weltmeister Lothar Matthäus – und ärgert Kult-Trainer Dragoslav „Stepi“ Stepanovic (70).

Seine Kurz-Analysen zu den Spielen von Eintracht Frankfurt im Netz sind Kult. „Werder war besser“, schreibt der frühere Coach der „Adler“ am Samstagabend bei Facebook, „aber der Schiri und der Video-Beweis haben der Eintracht den Sieg weg genommen.“

Stepis Ärger ist durchaus nachvollziehbar – zumindest für diejenigen, die es mit Eintracht Frankfurt halten.

In der Nachspielzeit boxt Werders Abwehrspeiler Niklas Moisander den Ball im Strafraum weg. Schiedsrichter Markus Schmidt aus Stuttgart (BILD am SONNTAG-Note: 5) prüft die Szene mittels Videobeweis, gibt aber keinen weiteren Strafstoß für die Frankfurter.

Die Eintracht-Stürmer Sebastién Haller und Ante Rebic waren ein Faktor für die Frankfurter..
Die Eintracht-Stürmer Sebastién Haller und Ante Rebic waren ein Faktor für die Frankfurter... (Photo by Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images)

Hütter: „Ein Sieg wäre nicht verdient gewesen“

Auch das noch: Werder-Trainer Florian Kohfeldt muss kurz vor Spielende auf die Tribüne... (Photo by Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images)

Die Hessen haben in der 68. Minute nach einem Handspiel von Ludwig Augustinsson durch Sebastién Haller per Elfmeter bereits den 2:2-Ausgleich erzielt.

Dennoch hat Eintracht-Coach Adi Hütter (48) – wie sein berühmter Vorgänger Stepanovic – kein Verständnis für die Entscheidung von Schiri Schmidt. „Es ist ein klares Handspiel und es ist ganz knapp an der Sechzehner-Linie. Die gehört eigentlich zum Strafraum, das wäre des Guten aber vielleicht zu viel gewesen. Wenn es Elfmeter gibt, kann man sich vielleicht nicht beschweren, aber ein Sieg wäre heute nicht zu hundert Prozent verdient gewesen“, sagt Hütter anschließend bei Sky.

Wie auch immer. Der Elfer von Haller ist an diesem Samstagabend im Weserstadion der einzige Treffer, der nicht in die Rubrik „Traumtor“ fällt. Das 1:0 erzielt Maximilian Eggestein in der Manier eines Slalom-Läufers. Er dreht die Eintracht-Abwehrspieler David Abraham, Danny da Costa und Simon Falette regelrecht ein und trifft aus 14 Metern. Der Europa-League-Teilnehmer aus Frankfurt bleibt die Antwort nicht schuldig. 29 Treffer hat die „Büffelherde“ mit dem überragenden Offensiv-Trio Sebastién Haller, Luka Jovic und Ante Rebic bis zu diesem Zeitpunkt erzielt.

Tor Nummer 30 kommt von Rebic („Bruder, schlag die Ball lang“) persönlich. Ein herrlicher Schlenzer mit rechts zum 1:1-Pausenstand.

Ligalive Infografik: Player Profile - Kevin Trapp, Eintracht Frankfurt, BL-Saison 2018/19

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Lothar Matthäus (Gladbach zu Bayern ) – erst wechselt er die Fronten, dann verschießt er den Elfmeter Foto: Getty Images

Lothar Matthäus sagt danke

Der gute Geist von Eintracht Frankfurt: Kult-Trainer Dragoslav Stepanovic (r.), Mitglied der SGE-Delegation beim Pokalfinale 2018 in Berlin, feiert mit Coach Niko Kovac (l., jetzt FC Bayern München) den sensationellen Pokaltriumph. (Photo by Andreas Wolf - Pool/Getty Images)

Nach dem Wechsel ist es Bremens Neuzugang Martin Harnik, der den Frankfurter Keeper Kevin Trapp (100. BL-Spiel für die Eintracht) umkurvt und Werder wieder in Führung bringt – 2:1 (51.)

Trapp selbst rettet die Gäste 6 Minuten später vor dem möglichen Knock-out. Einen Heber von Max Kruse lenkt er gerade noch über die Querlatte.

„Ich kann nur bestätigen, was die Spieler sagen. Kevin ist Vollprofi, er ist in seiner Zeit bei Paris auch nochmal als Persönlichkeit gewachsen. Er ist ein Top-Torwart“, hat Coach Adi Hütter den Keeper schon vor dem Spiel am Sky-Mikrofon gelobt – und er behält Recht. Trapp und Haller helfen Frankfurt beim „Traumtor-Tag in Bremen“ (BILD am SONNTAG), einen verdienten Punkt zu sichern. Werder-Coach Florian Kohfeldt (36) muss nach einer Mecker-Einlage kurz vor dem Spielende noch auf die Tribüne. Will sagen: In diesem Spiel war alles drin…

Einer ist besonders angetan von der Partie: Weltmeister Lothar Matthäus. „Es war ein absolutes Topspiel, eines der besten Spiele, das ich in den letzten Jahren gesehen habe“, freut sich der 57-Jährige im Stadion-Talk von Sky nach der Partie, „.danke dafür an die Trainer, danke an die Fans für die Atmosphäre im Stadion. Dieses Spiel hatte den Namen Topspiel verdient.“ Nächsten Samstag wird es kaum ruhiger werden. Dann gibt es Schalke gegen Gladbach…

Ligalive Infografik - Action Zones im Spiel Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt (2:2), Bundesliga-Saison 2018/19

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