So lief der Transfer-Krimi um BVB-Star Shinji Kagawa


Shinji Kagawa spielt wohl nicht mehr für Borussia Dortmund. Der 29-jährige Japaner hat sich am Deadline-Day, dem letzten Tag vor Ende der Winter-Transferperiode, Besiktas Istanbul angeschlossen. Ein Wettlauf mit der Zeit.

Machen wir uns nichts vor. Dass Shinji Kagawa (29) Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund verlassen würde, war klar. Die Frage war bislang nur, ob in der Winter-Transferperiode oder erst im Sommer.

Der Japaner hat nun eine Entscheidung getroffen – und wechselt nach einem echten Transfer-Theater nun aller Voraussicht nach zu Besiktas Istanbul.

Am Donnerstagabend ist der 95-malige japanische Nationalspieler mit seinem Beraterstab in Istanbul gelandet. Wie u. a. WELT.DE berichtet, soll Kagawa Besiktas Istanbul zugesagt haben.

Shinji Kagawa hat bei Borussia Dortmund keine Zukunft mehr. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Kagawa hatte unter Lucien Favre keine Chance mehr beim BVB

Das Pokalspiel gegen den 1. FC Union Berlin am 31. Oktober 2018 war ein ähnliches Drama für Borussia Dortmund wie nun gegen Bremen. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Damit ginge ein echter Transfer-Hickhack zu Ende. Eine westfälisch-japanische Posse.

Beim neuen BVB-Trainer Lucien Favre (61) spielt Kagawa von Anfang an keine Rolle. Insgesamt absolviert er nur 98 Spielminuten in 2 Bundesligaspielen, bleibt dabei ohne Torbeteiligung. Zum letzten Mal steht er am 26. September 2018, beim 7:0-Kantersieg gegen den 1. FC Nürnberg, im BVB-Bundesligakader.

Kurz nach dem Jahreswechsel und vor dem Start ins Winter-Trainingslager in Spanien gibt Borussia bekannt, dass man „Kagawa keine Steine in den Weg legen“ wolle.

Damit ist klar: Der Mann, der sich unter Jürgen Klopp und nach Zahlung einer „Ausbildungsentschädigung“ von 400.000 Euro an Cerezo Osaka in Dortmund zum Super-Dribbler entwickelt und 2012 zu Manchester United wechselt, hat in Dortmund fertig.

Ligalive Infografik - Action Zones im Spiel Borussia Dortmund gegen Hannover 96, Bundesliga-Saison 2018/19

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Kagawa-Chaos: Wechsel nach Monaco scheitert, Hannover schaltet sich ein

Nach zwei Jahren in Manchester kehrte er 2014 wieder nach Dortmund zurück. Foto: Getty Images
Nach zwei Jahren in Manchester kehrte Kagawa 2014 wieder nach Dortmund zurück. Foto: Getty Images

Am Mittwochmittag vermeldet u. a. das Portal Yahoo Sports aus Frankreich einen Wechsel von Shinji Kagawa zum abstiegsgefährdeten Ex-Meister AS Monaco.

Der Klub aus dem Fürstentum hat in der Winter-Transferperiode bereits Welt- und Europameister Cesc Fabregas (FC Chelsea) und den früheren Bundesligaprofi Naldo verpflichtet. Kagawa wäre der 6. Winter-Neuzugang der Monegassen.

Nach 48 Stunden, so heißt es bei Yahoo Sports, habe man bei den Verhandlungen um Kagawas sportliche Zukunft einen Durchbruch erzielt. Stimmt nicht. Mittwochabend dann die Wende. Laut Frankreichs Fußball-Bibel L‘ Equipe vermeldet um 22.30 Uhr, dass Kagawa nicht nach Monaco wechseln wird. Stattdessen sei ein Leihgeschäft zwischen Borussia Dortmund und Besiktas Istanbul angedacht. Besiktas soll 1 Mio. Euro Leihgebühr für den Mittelfeldspieler zahlen. Bleibt Kagawa über den Sommer hinaus am Bosporus, wären noch einmal 1,6 Mio. Euro Ablöse fällig.

Der Donnerstag macht dann die Posse perfekt. Hannover 96 und Sportmanager Horst Heldt (49) schalten sich dazwischen. Kagawa könnte den Tabellenvorletzten verstärken, glaubt man in Hannover. Das entsprechende Vertragsangebot mit Dortmund ist schon einseitig abgesegnet. Mit dem BVB, aber nicht mit dem Spieler. Dem Portal Sportbuzzer bestätigt H96-Boss Martin Kind (74) am Donnerstagabend, dass Besiktas Istanbul und nicht „Die Roten“ das Rennen um Kagawa gemacht hätten. Vom BVB ist Kagawa seit Anfang der Woche freigestellt.

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