BVB: Shinji Kagawa ist der große Verlierer unter Trainer Favre


Bei Borussia Dortmund warten die Fans am Mittwochabend beim Champions-League-Spiel gegen den FC Brügge (0:0) 90 Minuten vergeblich auf Tore – und sie vermissen einen ihrer Lieblinge. Shinji Kagawa (29), den die Anhänger im Signal Iduna Park mit lang gezogenen „Kagawa-Shinji“ feiern, steht erst gar nicht im Kader.

Wenn die Borussia im Frühjahr in der „Königsklasse“ ins Achtelfinale startet, wird Shinji Kagawa vermutlich schon eine andere sportliche Heimat gefunden haben.

„Ich habe das Gefühl, eine neue Herausforderung annehmen zu müssen“, sagt der Asiate der japanischen Sportzeitung Nikkan Sports, „ich möchte für diese Situation eine Lösung finden und diese besteht darin, den Verein zu wechseln.“

Es deutet in der Tat eine Menge auf einen (finalen) Kagawa-Abschied im Winter hin. „Die Situation ist unbefriedigend für ihn“, sieht BVB-Manager Michael Zorc am Dienstag vor dem Spiel gegen Brügge klar, „wir werden am Ende der Hinrunde ein vertrauensvolles Gespräch führen.“

Shinji Kagawa hat bei Borussia Dortmund keine Zukunft mehr. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Shinji Kagawa ist bei BVB unter Lucien Favre außen vor

Das Pokalspiel gegen den 1. FC Union Berlin am 31. Oktober 2018 war ein ähnliches Drama für Borussia Dortmund wie nun gegen Bremen. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Zuletzt hat BVB-Trainer Lucien Favre (61) den 95-fachen Nationalspieler Japans in der Länderspielpause eingesetzt.

Shinji Kagawa (29) darf in der Provinz auflaufen, beim 3:2-Testspielsieg beim Drittligisten SF Lotte (Ligalive.net berichtete). Für die Spiele der „Samurai Blue“, wie die japanische Nationalmannschaft von ihren Fans genannt wird, gegen Venezuela und Kirgisistan ist der WM-Teilnehmer von 2018 nicht nominiert worden. Nationaltrainer Haijme Moriyasu begründet die Nicht-Berücksichtigung mit fehlender Spielpraxis – und liegt komplett richtig.

Shinji Kagawa gehört mit nur 4 absolvierten Pflichtspielen zu den großen Verlierern unter dem neuen Coach Favre.

Der Publikumsliebling ist 2018/2019 noch ohne Tor-Beteiligung. Der in der Tor-Vorbereitung starke Kagawa ist damit wohl erster Kandidat für einen Wechsel in der Winterpause. Verschiedene Klubs aus Spanien sollen interessiert sein.

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Shinji Kagawa – Zwischen seinen Einsatzzeiten in der aktuellen Saison und 2017/2018 liegen Welten. Im Vorjahr steht der Mittelfeldspieler in 27 Spielen, davon 19 Partien in der Bundesliga, auf dem Rasen – und erzielt 6 Tore.

Unter Favre steht er zuletzt am 26. September, beim 7:0-Kantersieg gegen den 1. FC Nürnberg überhaupt im Kader. Danach folgen 2 Spiele Pause nach Sprunggelenks-Problemen und 3 Nicht-Nominierungen. Kagawa wird sogar in die 2. Mannschaft des BVB in die Regionalliga West abgegeben.

2014 hat der BVB den bei Manchester United unglücklichen Japaner für 8 Mio. € zurückgeholt. Aber: Der offensive Mittelfeldspieler hat danach nie wieder die Tor-Gefahr ausgestrahlt, die ihn zwischen 2010 und 2012, damals noch unter der Regie von Jürgen Klopp, beinahe unverzichtbar gemacht haben.

Bedenkt man zudem, dass Dortmund ihn 2010 für eine „Ausbildungsgebühr“ von 250.000 Euro von Cerezo Osaka geholt und dann für 16 Mio. Euro an den englischen Rekordmeister Manchester United transferiert hat, wird sich Kagawas Geschichte bei der Borussia immer wie eine Erfolgsgeschichte lesen. Ein kleines Fußballmärchen made in Japan, das wohl nun vor dem Ende steht. Armer Shinji!

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