BVB: Weltmeister André Schürrle tritt nach


Weltmeister André Schürrle (28) hat erstmals über seinen Wechsel auf Leihbasis zum FC Fulham gesprochen. Der frühere Nationalspieler erklärt seinen Transfer von Borussia Dortmund zum Aufsteiger in der englischen Premier League vor allem mit „mangelnder Wertschätzung“. Das berichtet das Magazin 11 FREUNDE.

Das Leihgeschäft vom BVB zum FC Fulham hat sich für André Schürrle sportlich bezahlt gemacht. Der Flügelspieler hat bei den Londonern in 12 Einsätzen in der Premier League in dieser Saison 4-mal getroffen.

In Dortmund liegt seine Ausbeute zum gleichen Zeitpunkt der letzten Saison nach Muskelfaserriss bei nur einem Kurz-Einsatz und einer Tor-Vorlage beim 1:2 am 12. Spieltag beim VfB Stuttgart. Am Saisonende kommt Schürrle auf nur 18 Bundesliga-Spiele, bei 7 Tor-Beteiligungen. Davon sind 7 Assists.

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Nach dem Abstieg mit dem FC Fulham muss André Schürrle vorerst zurück nach Dortmund... (Photo by Matthew Lewis/Getty Images)

Zu wenig für die hohen Ansprüche an den 25 Millionen Euro teuren Weltmeister von 2014.

Die Fans standen hinter Schürrle, die Medien offenbar nicht

André Schürrle bejubelt einen Treffer für Borussia Dortmund gegen seinen Ex-Klub Bayer 04 Leverkusen.
André Schürrle bejubelt einen Treffer für Borussia Dortmund gegen seinen Ex-Klub Bayer 04 Leverkusen. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

„Ich habe in Deutschland das Gefühl gehabt, zur Zielscheibe zu werden“, sagt Schürrle nun in 11 FREUNDE (Ausgabe 205), „bestimmte Medien haben sehr negativ über mich berichtet, bei manchen Fans schlug die Stimmung mir gegenüber auch deswegen um.“ Es dürfte klar sein, welche „bestimmten Medien“ der Nationalspieler damit meint…

Schürrle stellt klar: „Die allermeisten Fans standen zwar hinter mir, trotzdem wollte ich wieder mehr Ruhe für mich und mein Umfeld finden.“

Elf von 12 Spielen hat André Schürrle seit seinem 2. Wechsel auf die Insel für den Aufsteiger FC Fulham in der Startformation begonnen.

„Ich spiele befreiter, habe meine Aktionen, meine Schüsse, meine Tore“, freut er sich über den Neuanfang in der englischen Fußball-Eliteliga, „das erkennen die Leute an – und daraus ziehe ich eine Form von innerer Sicherheit.“

Den Premier-League-Titel hat Schürrle schon

Der in der Spitze auf allen Positionen einsetzbare Schürrle hat eine bewegte Karriere hingelegt.

Sein Aufstieg beginnt beim 1. FSV Mainz 05. Ab 2011 gehört der gebürtige Pfälzer unter der Regie von Trainer Thomas Tuchel zu den Leistungsträgern der „Null-Fünfer“. Der Ludwigshafener kommt nirgends auf eine noch höhere Trefferquote als in Mainz. In 66 BL-Spielen für die Rheinhessen erzielt Schürrle 20 Tore. Bei Bayer Leverkusen sind es 18 Treffer in 65 Erstliga-Einsätzen. Dazu kommen unterm Bayer-Kreuz aber noch 13 Assists – Top-Wert in Schürrles Karriere.

Leverkusen lässt Schürrle – in der WM-Saison 2013/2014 – für 22 Mio. Euro zum FC Chelsea. Mit dieser Summe ist der Stürmer der teuerste Export in Bayers Vereinsgeschichte. Erst der Wechsel von Torhüter Bernd Leno im Sommer 2018 für 25 Mio. Euro zum FC Arsenal übertrifft diesen Wert.

Bei den Blues unterschreibt Schürrle einen Vertrag, der bis zum 30. Juni 2018 läuft, den er aber nie erfüllen wird. Schon nach einem Jahr wechselt er zum VfL Wolfsburg. Am Meistertitel des FC Chelsea 2015 hat er mit 3 Toren aus 14 Spielen seinen Anteil. Mit den Wolfsburgern schlägt er Borussia Dortmund 2015 im DFB-Pokalfinale. Dass Thomas Tuchel 2015 den BVB als Trainer übernimmt, bringt für „Schü“, wie er von den Fans genannt wird, ein Engagement in Dortmund mit sich. Der Kontrakt bei den Westfalen ist bis Juni 2021 datiert. Ob der 57-fache Nationalspieler noch einmal für die Schwarzgelben auflaufen wird, ist unklar. Die Leihe mit Fulham ist bis 2020 ausgehandelt.

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Transferflops gibt es auch immer mal wieder bei Borussia Dortmund. Foto: Getty Images

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