CL-Aus für Manchester City und Guardiola: Ein Fest für Kritiker


Pep Guardiola: Ratlos in Manchester. (Photo by Dan Mullan/Getty Images)

Das ,,Aus“ von Manchester City im Champions-League-Viertelfinale hat die Spötter auf den Plan gerufen und die Kritiker des Transfer-Wahnsinns auf der Insel bestätigt.

78 Sekunden lang hat Pep Guardiola (48) am Mittwochabend in der Nachspielzeit der Champions-League-Partie gegen Tottenham Hotspur (4:3) alles richtig gemacht. Der Bayern-Coach hüpft jubelnd und wie von einem Flitzbogen geschossen an der Seitenlinie auf und ab, sein Musterschüler Raheem Sterling hat das vermeintliche 5:3 für City erzielt. Dann werden alle, die es mit den ,,Citizens“ halten, aus sämtlichen Halbfinal-Träumen gerissen. Video-Beweis, Abseits von Sergio Agüero, kein Tor – und das ,,Aus“!

Wie im Vorjahr ist City im Viertelfinale, an einem englischen Konkurrenten (2018 sind es der FC Liverpool und Jürgen Klopp) und vor allem an den riesigen Erwartungen gescheitert.

Der Triumph der ,,Spurs“, die vor der Saison nicht einen einzigen neuen Spieler verpflichtet haben, blamiert den Big Spender Manchester City.

Manchester Citys spanischer Trainer Pep Guardiola (r.) und sein Superstar Kevin de Bruyne. Der Belgier ist immer noch der Rekord-Zugang der ,,Citizens". (Photo by Alex Livesey/Getty Images)

Riyad Mahrez war Guardiolas teuerster Transfer bei Manchester City

Riyad Mahrez spielt seit 2018 für Manchester City. (Photo by Clive Mason/Getty Images)
Das Ende der hoch dramatischen Partie im Etihad Stadium (Ligalive.net berichtete) ist Wasser auf die Mühlen aller Kritiker des Premier-League-Transferwahnsinns.

Zwar hat Guardiola in dieser Saison ,,nur“ 80 Mio. Euro für Riyad Mahrez von Leicester City ausgegeben. Insgesamt hat der frühere Trainer von Bayern München und Barcelona seit seinem Amtsanstritt im Nordwesten Englands für fast 600 Mio. Euro neue Stars geholt.

Zu den teuersten Spielern, die der Pep verpflichtet hat, gehört Aymeric Laporte. Für den Innenverteidiger von Athletic Bilbao hat man im Sommer 2017 rund 65 Mio. Euro hingelegt. Benjamin Mendy von der AS Monaco kostet mit 57 Mio. fast genauso viel. John Stones hat man schon 2016 für 55 Mio. vom Liga-Konkurrenten FC Everton losgeeist. Stabilisiert haben sie die Abwehr der ,,Citizens“ nur in der Premier League.

Allein das ist ein Fest für Kritiker. ,,Guardiola hat Manchester City defensiv überhaupt keine Stabilität verliehen“, ätzt etwa der frühere City-Profi Dietmar Hamann bei Sky.

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Über das Pep-Aus freut man sich auch in Spanien...

Der Moment, in dem für Tottenham alles vorbei zu sein schien: Manchester City hat zum vermeintlichen 5:3 getroffen. (Photo by Shaun Botterill/Getty Images)

Die spanischen Medien weiden sich am erneuten Scheitern des früheren Erfolgstrainers des FC Barcelona aber mal so richtig.

,,600 Millionen Euro sind anscheinend nicht genug, um die Champions League zu gewinnen“, unkt die spanische, Hauptstadt-Klub Real Madrid zugeneigte Marca am Donnerstag, ,,herausgekommen sind zwei Viertelfinal-Pleiten und ein Aus in der ersten Knock-out-Runde.“

Aber auch die englischen Kommentatoren nageln am Donnerstag auf den Pep ein. ,,Guardiola hatte 3 Chancen, aber er hat es nie weiter als bis ins Viertelfinale geschafft“, kritisiert Luke Edwards am Donnerstag im Daily Telegraph, ,,dieses hässliche Kreuz wird ihn verfolgen und vernichten!“ Das britische Massenblatt The Sun sieht einen klaren Fall von ,,vercoacht“: ,,Es war ein massiver Fehler von Guardiola, Kevin de Bruyne im Hinspiel nicht von Anfang an aufzustellen.“

Auch Andy Dunn vom Daily Mirror geht hart mit dem Spanier, der City in der Premier League zum 100-Punkte-Rekord und zum Meistertitel 2018 geführt hat, ins Gericht: ,,Es verwundert kaum, dass Pep Guardiola aussieht wie ein Mann, der nur darauf wartet, diesen Job aufzugeben.“  Schreiben Sie das mal über Bayern München und Niko Kovac und sie haben mit Uli Hoeneß bald einen neuen Freund fürs Leben…

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