BVB gegen Thomas Tuchel: Das brisante Wiedersehen!


Keine Frage: Thomas Tuchel steht bei Paris St.-Germain enorm unter Druck.
Keine Frage: Thomas Tuchel steht bei Paris St.-Germain enorm unter Druck. Foto: Imago Images / Panoramic

Borussia Dortmund gegen Paris St.-Germain - oder doch Borussia Dortmund gegen Thomas Tuchel?

Vor dem Achtelfinal-Hinspiel am Dienstag in Dortmund ist der frühere BVB-Coach Thomas Tuchel (46) bemüht, die Aufmerksamkeit von seiner Person weg zu lenken.

,,Ich habe noch viele Freunde in Dortmund", sagt Tuchel schon unmittelbar nach der Achtelfinal-Auslosung Ende Dezember, ,,ich habe immerhin 3 Jahre dort gelebt." 2 Jahre davon hat er den BVB trainiert, ihn als Nachfolger von Jürgen Klopp zum Vizemeister 2016 und zum DFB-Pokalsieger 2017 gemacht. Es gibt schlechtere Bilanzen für Dortmund-Trainer...

Tuchel betont hartnäckig: ,,Nicht ich spiele ja gegen Dortmund, sondern meine Mannschaft." Und die steht nach den Misserfolgen in der Champions-League-Knockoutphase der letzten Jahre gehörig unter Druck.

Thomas Tuchel Manchester United
Thomas Tuchel und PSG scheiterten im letzten Jahr im Champions-League-Achtelfinale an Manchester United. (Photo by Julian Finney/Getty Images)

Für Tuchel geht es gegen den BVB - und um seinen Job!

Achtelfinal-Aus 2018 gegen Real Madrid: Alhonse Areola und Thiago Silva von PSG. (Photo by Matthias Hangst/Getty Images)

Paris und die Champions League - das ist alles, nur keine Erfolgsstory!

Seit der Übernahme des französischen Hauptstadtklubs durch einen katarischen Investor im Jahr 2012 hat PSG in der Champions League spätestens im Viertelfinale die Segel streichen müssen.

Das ,,Aus" für das inzwischen 1,02 Milliarden Euro teure Star-Ensemble erfolgt mitunter episch. Im letzten Jahr sorgt ein umstrittener Elfmeter in der Nachspielzeit gegen Manchester United zum 1:3 für das frühe ,,Aus", 2018 trumpft Real Madrid in 2 Vergleichen mit Paris groß auf (3:1 und 2:1) und 2017 schießt der FC Barcelona den Vogel ab: 6:1 nach 0:4 im Pariser Prinzenpark.

Der Druck, diese schwarze Achtelfinal-Serie endlich zu beenden, ist für Tuchel und seine Mannschaft groß. Doch man wird nicht umhin kommen, die unglückliche Beziehung zwischen Tuchel und Borussia Dortmund am Dienstag und im Rückspiel am 11. März 2020 neu aufzumachen. ,,Tiefe Gräben zwischen ihm und der Mannschaft", so berichtet das Kicker-Sportmagazin in einem Sonderheft zur K.-o.-Runde, habe es gegeben, ,,zum anderen geht es für Tuchel spätestens beim Rückspiel in Paris um seinen Job."

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In Paris soll es endlich die Champions League sein...

PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi, in Manchester: Der Scheich fährt auch auswärts. (Photo by Michael Regan/Getty Images)

Die Erwartungen an Tuchel und seine Stars sind hoch. 

Seit dem Einstieg der katarischen Eigentümer sind in Paris Unsummen investiert worden. ,,Die Champions League muss es sein, dieses Mal aber wirklich", heißt es dazu im Kicker-Special zur K.o-Runde. ,,Wir müssen noch härter arbeiten, um unsere Ziele zu erreichen, ich habe das Vertrauen, dass unser Trainerstab und die Mannschaft unsere Ziele verwirklichen können", sagt Vereinspräsident Nasser Al-Khelaifi schon  beim Saisonstart der ,,Königsklasse", ,,immerhin feiern wir 2020 unser 50-jähriges Klubjubiläum. Ein wichtiger Termin in der Geschichte von PSG."

Ein Termin, den man sich nicht mit einer erneuten Blamage versauen will. Dass Tuchel 2019 ,,nur" französischer Meister wird - das hat es zuletzt mit dem späteren Bayern-Coach Carlo Ancelotti gegeben - hat seine Position sicher nicht gestärkt. Auch hört man immer wieder, dass Sportdirektor Leonardo ungern mit dem ehrgeizigen deutschen Trainer zusammenarbeitet.

Thomas Tuchel sieht das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Klub Borussia Dortmund jedoch nicht als Gelegenheit, alte Rechnungen zu begleichen. „Dieses Spiel ist keine Bühne, um irgendetwas aufzuarbeiten. Die Dinge sind aufgearbeitet und verarbeitet für mich. Jetzt haben wir eine Auslosung erwischt und spielen Fußball gegeneinander“, sagte der Coach vom französischen Paris Saint-Germain der WELT am SONNTAG, ,,ich habe entschieden, mich nicht in den Mittelpunkt der ganzen Geschichte zu stellen, sondern die Mannschaft gut vorzubereiten. Die hat damit nichts zu tun.“

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