Bayern-Star Lewandowski über Liverpool-Coach Klopp: Respekt und Dankbarkeit


Das Duell FC Liverpool gegen FC Bayern München am Dienstag im Achtelfinale der Champions League ist auch das Spiel von Jürgen Klopp (51) gegen 2 seiner prominentesten ehemaligen Schützlinge: Mats Hummels (30) und Robert Lewandowski (30), die beide den Weg von Borussia Dortmund zu Bayern München gingen.

In einem exklusiven Interview mit uefa.com, der offiziellen Seite des europäischen Fußball-Verbandes, hat Robert Lewandowski (30) vor dem Champions-League-Hit an der Anfield Road mit viel Respekt über seinen früheren Coach Jürgen Klopp gesprochen.

Gewiss, beide sehen sich seit Lewandowskis Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Bayern 2014 nicht zum ersten Mal wieder. Im Pokal-Halbfinale 2015, in Klopps letzter Saison beim BVB, schalten die Dortmunder die Bayern und „Lewy“ im Elfmeterkrimi aus.

Aber: Lewandowski spielt nun zum ersten Mal mit den Münchnern gegen Klopp, seit er im Oktober beim FC Liverpool unterschrieb und den 18-fachen englischen Fußballmeister regelrecht elektrisierte.

Szene aus der ersten Saison von Robert Lewandowski (l.) beim FC Bayern München und Jürgen Klopp (m.) in seinem letzten Jahr beim BVB: 2014/2015. Die Bayern scheiterten damals im Pokal-Halbfinale an Dortmund, wurden aber souverän Deutscher Meister. (Photo by Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Lewandowski: Klopp „für mein Leben als Fußballer entscheidend“

Zwei, die sich verstehen. Feixend verlassen Jürgen Klopp (l.) und Robert Lewandowski nach dem Achtelfinal-Erfolg mit Borussia Dortmund in St. Petersburg 2014 das Zenit-Stadion. (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Lewandowski bei uefa.com: „Jürgen Klopp war der Trainer, der für mein Leben im Fußball entscheidend war.“

Mehr Respekt kannst du als Spieler einem ehemaligen Coach eigentlich kaum entgegen bringen. Für Matthias Sammer ist Grandseigneur Ottmar Hitzfeld (70) auch nach mehr als 20 Jahren immer noch „der Trainer“. Das gilt auch für Lewandowski.

Dankbarkeit, Respekt, Demut – der stille Pole, der sich 2014 als Bundesliga-Torschützenkönig und Vizemeister mit einem bewegenden Brief an alle BVB-Fans aus Dortmund verabschiedete, verkörpert diese Werte.

„Ich muss ihm dankbar für das sein, wo ich jetzt in meinem Leben bin. Er ist als Mensch und als Trainer einfach großartig. Wir haben so viel über Fußball und das Leben gesprochen und ich habe viel von ihm gelernt“; sagt Lewandowski im UEFA-Interview vor dem Spiel gegen die „Reds“.

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„Ich wusste gar nicht, wie gut ich bin“

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Robert Lewandowski schrieb mit beiden Rivalen Geschichte. (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Den fast schon zur Bundesliga-Legende gewordenen Klassestürmer – selbstredend auch Kapitän der polnischen Fußball-Nationalmannschaft – und 3-maligen Torschützenkönig der deutschen Fußball-Eliteklasse hätte es ohne die Zusammenarbeit mit Klopp möglicherweise gar nicht lange in Deutschland gehalten.

„Er war ein Trainer, der für mein Leben als Fußballer entscheidend war“, betont Lewandowski, der 2010 für gerade mal 4,75 Mio. Euro von Lech Posen zum BVB kommt. Immerhin als Torschützenkönig der polnischen Ekstraklasa, aber mit einem vergleichsweise niedrigen Transfer- und Bekanntheitswert.

In der ersten Saison bei Borussia Dortmund ist Lewandowski zunächst noch die Nummer 2 unter den BVB-Stürmern, hinter „El Pantera“, Lucas Barrios. Dennoch macht er mit 8 Toren in 33 Einsätzen in der Bundesliga auf sich aufmerksam. Die Leistungsexplosion folgt in der Saison 2011/2012. Mit 22 Toren in 34 BL-Spielen und 7 Toren in 6 DFB-Pokal-Einsätzen, davon allein 3 im Finale gegen den FC Bayern (5:2) wird „Lewy“ endgültig zum neuen Superstar beim BVB. Er geht 2014 mit der Bilanz von 103 Pflichtspiel-Treffern in 187 Spielen zum FC Bayern. Sein Transferwert liegt heute – mit 30 – bei 70 Mio. Euro.

„Was ich von ihm vor allem bekommen habe, ist der Glaube, dass ich auf dem allerhöchsten Niveau spielen kann. Er hat diesen Impuls geweckt und mir immer den nächsten Schritt nach oben gezeigt“, sagt Lewandowski über seinen Mentor, der am Dienstag und am 13. März in München nun sein Gegner ist, „ich wusste nicht, dass ich so großes Potenzial habe. Ich konnte nicht sehen, was noch in meiner Person steckt. Immer, wenn wir über das Thema gesprochen haben, hat mir das echt viel bedeutet.“ Lewandowski traut dem Motivationskünstler Klopp nun auch in Liverpool zu, das Maximum in seinen Stars um Mo Salah oder Roberto Firmino zu wecken. „Ich kenne seine Motivationsansprachen und seine Körpersprache sehr gut. Ich weiß genau, wie er die Mannschaft motiviert. Das ist ein weiterer Punkt, den ich von Jürgen gelernt habe.“ Der Stürmer sieht Parallelen zwischen dem LFC und der erfolgreichen BVB-Mannschaft der Jahre 2011 bis 2013: „Liverpool hat viele Sachen, die Dortmund damals auch hatte. Wenn Du seit Jahren als Trainer arbeitest, dann weißt Du, was Deine Mannschaft braucht. Aber es ist viel Zeit vergangen und Jürgen hat einiges verändert. Trotzdem ist der Stil des Umschaltens von Defensive auf Offensive schon wiederzuerkennen.“

Ligalive-Infografik: Player Profile: Robert Lewandowski, FC Bayern München, Champions-League-Saison 2018/2019

Die Champions League liegt Robert Lewandowski... aber nur gegen Gegner wie AEK Athen...(Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)

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