Champions-League-Finale: Man spricht nicht mehr Deutsch…


Der ,,Messi mit Handschuhen", Barcelonas deutscher Torhüter Marc-André ter Stegen, erlebte beim 0:4 in Liverpool einen rabenschwarzen Abend... (Photo by Clive Brunskill/Getty Images)

Das 4:0 (1:0) des FC Liverpool gegen den FC Barcelona im Halbfinal-Rückspiel der Champions League ist am Dienstagabend erst das 4. Spiel in der ,,Königsklasse”, das nach 3 oder mehr Toren aus dem Hinspiel noch gedreht wird.

Das gelingt vor den ,,Reds” und Coach Jürgen Klopp (51) vorher schon 2003 den Spaniern von Deportivo La Coruna gegen den AC Milan (4:0 / 1:4), dem FC Barcelona 2017 gegen Paris St.-Germain (6:1 / Hinspiel: 0:4) und im Vorjahr der AS Rom im Viertelfinale – 3:0 nach 1:4 in Camp Nou.

Es ist aber nicht die einzige statistische Besonderheit vor dem Finale am 1. Juni 2019 in Madrid, im neuen Estadio Wanda Metropolitano von Atlético.

Sieht man von Liverpools Trainer Jürgen Klopp ab, wird die Partie in Madrid komplett ohne deutsche Beteiligung stattfinden. Erstmals seit 2011 steht kein deutscher Fußballprofi im Champions-League-Finale. Das wäre nur bei einem Weiterkommen des FC Barcelona Keeper Marc-André ter Stegen vergönnt gewesen.

Selbst Sieger Gareth Bale von Real Madrid (r.) tröstete Loris Karius vom FC Liverpool nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2018 in Kiew. (Photo by Michael Regan/Getty Images)

Deutsche Profis im Finale: Toni Kroos mit Real unsterblich

Der erfolgreichste Deutsche in der Champions League - Toni Kroos.
Der erfolgreichste Deutsche in der Champions League - Toni Kroos. Foto: Imago

Man spricht also definitiv nicht mehr Deutsch in der Champions League – und das dürfte die wenigsten Fans nach dem 3-fachen Knock-out für die Bundesliga-Spitzenteams FC Bayern München, Borussia Dortmund und FC Schalke 04 im Achtelfinale gegen 3 Premier-League-Vertreter noch überraschen.

Die Ausbeute der 3 führenden Bundesligisten gegen den FC Liverpool, Tottenham Hotspur und Manchester City ist desaströs. In 6 Spielen gegen die Teams aus der englischen Fußball-Eliteliga bleibt das deutsche Trio ohne ein einziges Tor aus dem Spiel heraus! Schalkes Treffer beim 2:3 im Hinspiel gegen Manchester City resultieren aus 2 Elfmetern. Die Bayern profitieren im Rückspiel gegen den FC Liverpool zwischenzeitlich von einem Eigentor.

Mit dem ,,Aus” von Manchester City mit seinen deutschen Profis Leroy Sané und Ilkay Gündogan im Viertelfinale gegen Tottenham (Ligalive.net berichtete) hat sich das Debakel schon abgezeichnet, der sensationelle Knock-out für Barca und ter Stegen macht es perfekt. Julian Draxler und Thilo Kehrer haben mit Paris St.-Germain schon im Achtelfinale gegen Manchester United (2:0 / 1:3) Adieu gesagt…

Zum ersten Mal seit dem Finale von 2011 mit dem FC Barcelona und Manchester United (3:1) in Wembley wird das Finale der Champions League komplett ohne deutsches Zutun stattfinden. Der FC Liverpool hat wie die möglichen Finalgegner Ajax Amsterdam oder Tottenham Hotspur keinen deutschen Profi im Champions-League-Kader.

Nach den Finalspielen des FC Bayern gegen Chelsea 2012 (3:4 i.E. / ,,Finale dahoam”) und Borussia Dortmund 2013 (2:1) mit zahlreichen deutschen Akteuren ist von 2014 bis 2016 jeweils ein deutscher Profi im Finale. 2014 gewinnt Sami Khedira mit Real Madrid gegen Atlético Madrid (4:1 n.V.) in Lissabon die ,,Königsklasse”. 2015 stemmt ter Stegen in Berlin gegen Juventus Turin (3:1) mit Barca den Henkelpott.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Erstes No-Ronaldo-No-Messi-Finale seit 2013

Lionel Messi allein in Anfield... (Photo by Shaun Botterill/Getty Images)

Von 2016 bis 2018 schafft Toni Kroos mit Real Madrid den historischen Titel-Hattrick in der Königsklasse. Damit steigt der ehemalige Profi von Bayern München und Bayer Leverkusen zum erfolgreichsten deutschen Spieler der Champions-League-Geschichte auf.

2017 muss sich Khedira mit Juventus 1:4 geschlagen geben. Im Vorjahr ist Liverpools deutscher Torwart Loris Karius beim 1:3 der ,,Reds” im Finale von Kiew die tragische Figur. Der Unglücks-Keeper grüßt inzwischen aus Istanbul und auf Strandfotos mit Sophia Thomalla.

Beim Finale in Madrid nicht dabei zu sein, das wurmt aber vermutlich noch 2 Andere noch viel mehr. Cristiano Ronaldo (34) von Juventus Turin, wird in seiner ehemaligen Wahl-Heimat Madrid, wo er mit Real 4-mal die Champions League feiern darf, ebenso Zuschauer sein wie sein Dauer-Rivale Lionel Messi vom FC Barcelona.

Dass beide nicht die Chance haben, einem CL-Finale – wie zuvor 2008, 2009 und 2011 – ihren Stempel aufzudrücken das hat es auch lange nicht gegeben. Ein No-Ronaldo-No-Messi-Finale erlebt die Fußballwelt zuletzt 2013, der letzten Sternstunde des deutschen Fußballs in der ,,Königsklasse”, mit dem Duell Bayern gegen Dortmund in Wembley. Zuvor haben die Münchner Barca und Messi, die Borussen Real und Ronaldo in denkwürdigen Halbfinals aus dem Wettbewerb geworfen. Auch schon wieder 6 Jahre her…

Ligalive-Infografik: Clean Sheets Marc-André ter Stegen, FC Barcelona, Champions-League-Finalrunde, Saison 2018/2019

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