Champions League: Video killed the Guardiola-Stars


Fernando Llorente: Sein Tor zum 3:4 für Tottenham Hotspur bei Manchester City hielt auch dem Video-Beweis stand...(Photo by Laurence Griffiths/Getty Images)

Der Pep ist schon wieder raus! Wie im Vorjahr scheitern Manchester City und sein Trainer Pep Guardiola (48) im Viertelfinale der Champions League.

Im Vorjahr sind es zwei denkwürdige Spiele und ein 1:5 in der Addition gegen den FC Liverpool und Jürgen Klopp, nun ist es ein 4:3 im Fußball-Thriller gegen Tottenham Hotspur, der die ,,Citizens“ nach 0:1 im Londoner Hinspiel aus dem Wettbewerb kippt.

Tottenham steht damit zum ersten Mal seit 1962 im Halbfinale des 1992 novellierten Landesmeister-Wettbewerbs. Umgekehrt scheitert mit Manchester City zum 5. Mal in einem rein englischen Europacup-Duell auch der Klub, der das Hinspiel mit 0:1 verloren hat.

Den bitteren 4:3-Sieg muss sich Guardiola ankreiden. Der ehemalige Bayern-Coach, der auch mit den Münchnern in 3 Jahren Amtszeit nie das Finale erreichen konnte und stets an einem spanischen Team scheitert, hat sich schlichtweg vercoacht.

Tottenhams Trainer Mauricio Pochettino (r.) und Fernando Llorente verlassen nach dem Weiterkommen bei Manchester City in der Champions League überglücklich das Etihad Stadium. (Photo by Laurence Griffiths/Getty Images)

Manchester City spielt in der Champions League ohne Abwehr!

Wie sich die Bilder gleichen: Am 10. April 2018 wirft der FC Liverpool Manchester City nach 2:1 und mit 5:1 in der Addition ebenfalls im Viertelfinale aus der Champions League. (Photo by Laurence Griffiths/Getty Images,)
,,Guardiola hat Manchester City defensiv überhaupt nicht stabilisiert“, ätzt der frühere City-Profi und CL-Sieger Dietmar Hamann anschließend in der Analyse der Partie bei Sky.

,,Fehler, wie sie Aymeric Laporte gemacht hat, dürfen einem erfahrenen Mann auf diesem Niveau nicht passieren“, kritisiert auch der ehemalige Premier-League-Profi Erik Meijer.

Im Hinspiel ermöglicht Fabian Delph durch seine Passivität und Unkonzentriertheit das 1:0-Siegtor durch Heung-Min Son. Der einstige Bundesliga-Profi des HSV und von Bayer Leverkusen ist auch im Rückspiel mit 2 Toren am denkwürdigen City-Aus maßgeblich beteiligt ,,Das war ein Spiel, das man nie vergessen wird“, ist sich der Koreaner sicher.

Es geht vogelwild zu: 5 Tore in den ersten 21 Minuten, für die Zuschauer im Etihad Stadium ist alles reine Nervensache. Nur die wenigsten von ihnen dürften die dramatische Zuspitzung, die die Partie nach der Pause nimmt, für möglich gehalten haben. Aber auch in der Champions League gilt seit eh und je: Nichts ist unmöglich – Yeboah.

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Guardiola: ,,Es hat ein bitteres Ende für uns genommen"

Der Moment, in dem für Tottenham alles vorbei zu sein schien: Manchester City hat zum vermeintlichen 5:3 getroffen. (Photo by Shaun Botterill/Getty Images)

,,Wir sind keine große Mannschaft, weil wir zu oft falsche Entscheidungen treffen und in wichtigen Spielen Nervenflattern bekommen“, hat der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan, der nach dem ,,Aus“ bittere Tränen vergießt, schon nach dem Hinspiel angemahnt.

Leichtfertig hat Torjäger Sergio Agüero da einen Elfmeter vergeben. Nun scheint er diesen Fehler wieder gut zu machen und trifft nach 59 Minuten zum 4:2. Jetzt ist City im Champions-League-Halbfinale.

Was nun folgt, kann man guten Gewissens mit ,,Video kills Guardiolas Stars“ betiteln. In der 73. Minute erzielt Tottenhams spanischer Stürmer Fernando Llorente einen Treffer, bei dem der Ball unabsichtlich an den Ellenbogen geht. Schiedsrichter Cüneyt Cakir (Türkei) schaut sich alles in der Video Review Area an und erst nach 4-minütiger Unterbrechung dürfen die mitgereisten ,,Spurs“-Fans jubeln: 4:3. Das würde wieder die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino ins Halbfinale hieven. In der 3. Minute der Nachspielzeit scheint City doch noch die Last-Minute-Buchung zu gelingen. 5:3 durch Raheem Sterling, aber Cakir funkt dazwischen. Abseitsstellung und kein Tor, richtige Entscheidung! City. Ist. Raus.

,,Ich muss heute eine der glücklichsten Personen auf diesem Planeten sein.Ich dachte es war alles vorbei. Es war eine Achterbahnfahrt, wir haben viel zugelassen, aber haben auch vieles richtig gemacht“, freut sich Tottenhams dänischer Regisseur Christian Eriksen, der mit einem haarsträubenden Dribbling in Richtung eigenes Tor den vermeintlichen Gegentreffer einleitet. ,,Die Enttäuschung war riesig, aber dann wurde das Tor zurückgenommen. Darum liebe ich Fußball“, schildert Pochettino bei BT Sport später seine Gefühlswelt. Guaridola tritt gegen 23.30 Uhr vor die Medien. Sein bitteres Fazit: „Es ist grausam, aber wir müssen es akzeptieren, es war für jeden ein Super-Spiel, wir haben in der 2. Halbzeit alles gemacht, wir haben Fehler gemacht und die werden in diesem Wettbewerb sofort bestraft. Es hat ein böses Ende für uns genommen.“

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