Copa América: Brasilien und Klopp-Star beenden die Messi-Show!


Lionel Messi beim Abgang aus dem Estadio Mineirao in Belo Horizonte. Der Traum vom Gewinn der Copa América im Land des Erzrivalen Brasilien erfüllt sich für ihn und Argentinien nicht...
Lionel Messi beim Abgang aus dem Estadio Mineirao in Belo Horizonte. Der Traum vom Gewinn der Copa América im Land des Erzrivalen Brasilien erfüllt sich für ihn und Argentinien nicht... (Photo by Bruna Prado/Getty Images)

Die schwarze Serie von Lionel Messi (32) mit Argentinien bei großen Turnieren ist um eine Episode reicher.  

In der Nacht zum Mittwoch verliert die ,,Albiceleste“ mit 0:2 (0:1) im Halbfinale der Copa América gegen Gastgeber Brasilien – und ist wieder mal früh am Ende.

Die Brasilianer hingegen überwinden ihr eigenes Trauma von 2014, als sie im Estadio Mineirao von Belo Horizonte im WM-Halbfinale gegen Deutschland mit 1:7 den schlimmsten Tag ihrer jüngeren Fußballgeschichte erleben.

Bei Argentinien bleibt vieles Stückwerk und die Frage, ob Superstar Messi noch einmal zu einem großen Turrnier antritt, ist offen.

Roberto Firmino vom FC Liverpool bejubelt seinen entscheidenden Treffer zum 2:0 für Brasilien im Copa-América-Halbfinale 2019 gegen Argentinien
Roberto Firmino vom FC Liverpool bejubelt seinen entscheidenden Treffer zum 2:0 für Brasilien im Copa-América-Halbfinale 2019 gegen Argentinien. (Photo by Buda Mendes/Getty Images)

Messi und Argentinien: Es bleibt eine traurige Geschichte...

Sehen wir Lionel Messi noch einmal bei einer WM? (
Sehen wir Lionel Messi noch einmal bei einer WM? (Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)
Entsprechend ist das internationale Medien-Echo am Mittwoch.

,,Brasilien schickt Argentinien und Messi zum Kofferpacken“, titelt die spanische Sport-Zeitung Marca, ,,der Herzschmerz für Lionel Messi im Nationaltrikot geht weiter.“ Das Boulevardblatt Blick (Schweiz) sieht ,,eine bittere Niederlage für Lionel Messi.“ Das britische Massenblatt The Sun geht noch weiter: ,,Die Fans wundern sich, ob sie Lionel Messi in seinem letzten großen Turnier gesehen haben“. Die englische Tageszeitung Daily Mail zeigt eine Foto-Strecke mit Messis verlorenen Finals mit der argentinischen Nationalmannschaft seit 2007 und ist sicher: ,,Wenn Messi seine Fußballstiefel an den Nagel hängt, wird er nur eines bedauern: Keinen großen Titel mit Argentinien auf seinem Kaminsims zu haben. Hier ist die Geschichte seines Scheiterns.“

Diese Nicht-Erfolgsstory, die die gigantischen Leistungen des Argentiniers mit dem FC Barcelona, u. a. mit 4 Champions-League-Titeln und 10 spanischen Meisterschaften konterkariert, beginnt mit dem verlorenen Copa-Finale von 2007 gegen Brasilien (0:3).

Es folgen die 0:1-Pleite nach Verlängerung im WM-Finale 2014 gegen Deutschland sowie die Niederlagen in den Copa-América-Endspielen von 2015 und 2016, jeweils gegen Chile. Nur 2008, beim Olympischen Fußballturnier in Peking, stehen Messi, Agüero, di Maria und Co. am Ende ganz oben. Zu wenig für eine Mannschaft, die von der Genialität des Lionel Messi lebt und die im Land des 2-fachen Weltmeisters voreilig als ,,goldene Generation“ ausgelobt wird. Den Spielern von 2008, die nun in Brasilien erneut frühzeitig gescheitert sind, läuft allmählich die Zeit davon. Insgesamt wartet Argentinien seit 1993 auf einen Triumph bei der Copa.

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Kann man mal so machen: Brasiliens Kapitän Dani Alves freut sich über einen verschossenen Freistoß von Lionel Messi....
Kann man mal so machen: Brasiliens Kapitän Dani Alves freut sich über einen verschossenen Freistoß von Lionel Messi.... (Photo by Bruna Prado/Getty Images)

In Belo Horizonte zerplatzt Messis Titel-Traum 2019 in der 58. Minute am linken Torpfosten.

Später kann er Brasiliens Keeper Alisson Becker vom FC Liverpool nicht mit einem Distanzfreistoß wie zuletzt beim 3:0-Heimerfolg mit dem FC Barcelona im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen die ,,Reds“ überwinden. Argentinien spielt bis zum Strafraum gefällig, körperlich robust wie in besten Zeiten, hat mehr Torschüsse (14:4), doch die Brasilianer präsentieren sich gnadenlos effektiv.

So kommt es, dass ein Spieler des FC Liverpool nach 71 Minuten wieder Schicksal für Messi spielt. War es im Halbfinal-Rückspiel in Anfield (4:0) noch der 2-fache Torschütze Divock Origi aus Belgien, so ist es nun der Brasilianer Roberto Firmino, ein Lieblingsschüler von Liverpools deutschem Coach Jürgen Klopp (52). ,,Bobby“ schließt einen mustergültigen Konter der ,,Selecao“ nach Vorarbeit von Gabriel Jesus (Manchester City), dem Torschützen zum frühen 1:0 (19.) souverän ab – und schickt die Messi-Show nach Hause.

Es passt irgendwie ins Bild, dass Messi anschließend die Schuld beim Schiedsrichtergespann aus Ecuador sucht. ,,Die Schiedsrichter haben das ganze Spiel nur Bullshit gepfiffen. Dafür gibt es keine Entschuldigung und hoffentlich macht die CONMEBOL etwas mit dieser Art von Schiedsrichter“, echauffiert sich Messi nach dem Spiel, zumal nach einem elfmeterreifen Foul der Videobeweis nicht genutzt und statt Elfer nur Freistoß gegeben wird, ,,wir haben nämlich alles versucht, aber die Offiziellen waren gegen uns. Ich glaube nicht, dass irgendetwas dagegen unternommen wird, weil Brasilien alles kontrolliert. Aber wir sollten uns nicht schlecht fühlen, denn wir haben eigentlich gut gespielt.“

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