Copa América: Brasilien siegt, Guerrero schreibt Geschichte


Brasiliens Everton feiert mit Henrique Leoms, Sohn seines Teamkollegen Fagner, den Gewinn der Copa América 2019. Ohne sein Tor und den Treffer von Perus Guerrero hätten die Ausrichter 14 der wuchtigen Torjäger-Trophäen (siehe Foto) aushändigen müssen...
Brasiliens Everton feiert mit Henrique Leoms, Sohn seines Teamkollegen Fagner, den Gewinn der Copa América 2019. Ohne sein Tor und den Treffer von Perus Guerrero hätten die Ausrichter 14 der wuchtigen Torjäger-Trophäen (siehe Foto) aushändigen müssen... (Photo by Alexandre Schneider/Getty Images)

Brasilien kann doch noch Titel! Der Rekord-Weltmeister sichert sich am späten Sonntagabend mit einem 3:1 (2:1)-Erfolg gegen Peru zum 9. Mal die Copa América. Geschichte schreibt aber ein Spieler des Gegners.

Einen Tag vor dem 5-jährigen Jubiläum der ,,Schande von Belo Horizonte” am 8. Juli 2014 beim 1:7 im WM-Halbfinale gegen Deutschland hat Brasilien die bösen Geister der Vergangenheit vertrieben.

Man spürt die unglaubliche Erleichterung des gesamten fußballverrückten Landes, die sich mit dem 3:1 von Richarlison per Foulelfmeter in der 90. Minute im Finale von Rio de Janeiro gegen Peru entlädt.

Eine riesige Jubeltraube um den eingewechselten Torschützen, alle wissen: Jetzt kann nichts mehr passieren! Zum 9. Mal hat sich Brasilien, das Ausrichter der 46. Auflage der Copa América ist, den Kontinental-Cup Südamerikas gesichert. Es ist der erste große Titel für die ,,Selecao” seit 2007.

Sie können es noch: 5 Jahre nach der 1:7-Schande gegen Deutschland feiern Brasilien und Kapitän Dani Alves (r.) mit den Fans in Maracana den Gewinn der Copa América 2019. (Photo by Pedro Vilela/Getty Images)

Aus 14 mach 2: Everton und Guerrero verhindern kurioseste Torjäger-Ehrung aller Zeiten

Krönt der ehemalige Bundesliga-Star Paolo Guerrero, hier im Halbfinale der Copa América gegen Chile, seine Karriere mit dem Titelgewinn?
Krönt der ehemalige Bundesliga-Star Paolo Guerrero, hier im Halbfinale der Copa América gegen Chile, seine Karriere mit dem Titelgewinn? (Photo by Wagner Meier/Getty Images)

Peru dagegen muss nach dem letzten Copa-Erfolg von 1975 weiter warten. Die ,,Rojiblanca” findet im Finale keinen Weg durch Brasiliens gut gestaffelte Defensive – auch in Überzahl nicht.

Dass Gabriel Jesus, Schütze des für Brasilien psychologisch so wichtigen 2:1 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit im 2. Durchgang Gelb-Rot sieht, können Paolo Guerrero (35) und Co nicht nutzen.

Brasilien ist in den Zweikämpfen (56 Prozent) einfach bissiger als die oft zu hölzern agierenden Peruaner, die sich vor allem in Person von Ex-Bundesligaprofi Carlos Zambrano zu viele Abwehrfehler leisten. Die Mannschaft von Nationaltrainer Tite bezwingt den Gegner aus Peru mit ,,Klopp-Fußball”: Hohe Ballbesitzquote (62 Prozent) und gnadenlose Effizienz vor dem Tor.

Der erste Treffer von Everton sorgt auch dafür, dass die Veranstalter keine 14 Torjäger-Kanonen anschleppen müssen. Vor dem Spiel können theoretisch 14 Spieler, im Spiel um Platz 3 kommt noch der Argentinier Sergio Agüero in die Auswahl, bester Torschütze des Turniers werden. Damit hat es sich nach dem 1:0 von Everton. Alleiniger Torschützenkönig wird der Brasiliener mit 3 Treffern dennoch nicht.

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Co-Torschützenkönig Guerrero zieht unter die Top 5 der Copa-Knipser

Mit diesem Elfmetertor zum 1:1 schockte Paolo Guerrero Brasilien und schoss sich unter die Top 5 der ewigen Torjägerliste bei der Copa América.
Mit diesem Elfmetertor zum 1:1 schockte Paolo Guerrero Brasilien und schoss sich unter die Top 5 der ewigen Torjägerliste bei der Copa América. (Photo by Lucas Uebel/Getty Images)

Denn Paolo Guerrero (35) schreibt in diesem Spiel seine eigene Geschichte. 

Der Mann, von dem der neue HSV-Sportvorstand Jonas Boldt am DAZN-Mikrofon verrät, dass man ihn ,,gerne zu Bayer Leverkusen geholt hätte, als Stefan Kießling seinen Abschied verkündet hat”, zieht mit seinem Elfmeter-Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 (44.) mit Everton als bestem Torjäger des Turniers gleich.

Es ist der 14. Treffer des ,,Plünderers”, wie der unberechenbare Stürmer aus Peru genannt wird, bei einer Copa. Damit überflügelt der frühere Profi des FC Bayern München und vom Hamburger SV eine Reihe von Spielern, die jeweils 13-mal getroffen haben, u. a. den legendären Brasilianer Ademir und den nicht minder bekannten Argentinier Gabriel Batistuta. Nur 4 Spieler haben bei der Copa América mehr Tore erzielt als Guerrero.

Im kommenden Jahr ist wieder Copa, dann kann Guerrero, so er der peruanischen Nationalmannschaft nicht absagt – Werder-Legende Claudio Pizarro (40) lässt sich vor dem Turnierstart nicht zu einem Comeback überreden – noch einmal aufsatteln. Der Tor-Rekord liegt bei 17 Treffern und wird vom Argentinier Norberto ,,Tucho” Mendez und dem Brasilianer Zizinho gehalten. Der 1998 verstorbene ,,Tucho” Mendez gehört zu den argentinischen Spielern, die zwischen 1945 und 1947 die Copa 3-mal in Folge gewinnen. Ein bis heute unerreichtes Kunststück.

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