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Corona: Erstes Geisterspiel in der Bundesliga – Gladbach – FC ohne Fans

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Corona: Erstes Geisterspiel in der Bundesliga – Gladbach – FC ohne Fans

Das Corona-Virus hat nun auch die Fußball-Bundesliga erreicht. Am Dienstag hat die Stadt Mönchengladbach entschieden, die nachzuholende Partie der Borussia gegen den 1. FC Köln ohne Zuschauer stattfinden zu lassen. Das erste Geisterspiel der Bundesliga-Geschichte ist damit perfekt!

Die Vorsichtsmaßnahmen nach der Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland haben die Fußball-Bundesliga erreicht.

Das Nachholspiel Borussia Mönchengladbach gegen 1. FC Köln, am 8. Februar 2020 wegen einer Sturm-Warnung abgesagt, wird am Mittwoch ohne Zuschauer stattfinden.

Damit schreiben die beiden rheinischen Rivalen ein trauriges Kapitel, sind sie doch die betroffenen Klubs beim ersten Geisterspiel in der Bundesliga-Historie.

Dass die Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden muss, teilt die Stadt Mönchengladbach am Dienstagvormittag mit. Zuvor haben verschiedene Medien über diese Maßnahme berichtet.

Demnach folgt die Stadt Mönchengladbach mit dieser Maßnahme den Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen, das der Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nachkommen will, Veranstaltungen ab einer Größe von 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bis auf weiteres abzusagen.

Bereits am Montag hat der italienische Fußball-Verband sämtliche Spiele der Serie A bis auf weiteres ausgesetzt. Die Europa-League-Partie FC Basel gegen Eintracht Frankfurt wird am 19. März 2020 ebenfalls nicht stattfinden, die Champions-League-Begegnung Paris St.-Germain – Borussia Dortmund wird am Mittwoch zwar gespielt, aber ebenfalls vor leeren Rängen.

„Wir bedauern es sehr, dass es zu dieser Entwicklung gekommen ist, folgen aber selbstverständlich den Vorgaben des Landes, das sich diese Entscheidung sicher nicht leicht gemacht hat“, sagt Mönchengladbachs Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners (CDU).

Borussia Mönchengladbach bezieht am Mittag im Rahmen einer Pressekonferenz Stellung zu diesem Schritt.

FC-Geschäftsführer Horst Heldt hatte bereits am Montag den uneinheitlichen Kurs in Deutschland mit den Folgen des Coronavirus für den Sport kritisiert: „Manche Spiele finden statt, andere nicht. Ich würde mir wünschen, dass es eine klare Ansage gibt.“

Es wird Stand Dienstag erwartet, dass am Wochenende auch der komplette 26. Spieltag in der Bundesliga ohne Zuschauer stattfinden soll. Davon wäre auch das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 betroffen.

Die Spitzenpartie der 2. Bundesliga, VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld (1:1) hat am Montagabend vor vollen Rängen stattgefunden, was am Dienstag u. a. von BILD als ,,unverantwortlich” kritisiert worden ist.

Das Bundesliga-Topspiel zwischen der Borussia aus Mönchengladbach und dem westfälischen Vereins-Namensvetter aus Dortmund (1:2) am vergangenen Samstag ist noch ganz normal mit Zuschauern über die Bühne gegangen, obwohl im nur wenige Kilometer entfernten Kreis Heinsberg die bislang höchste Anzahl von Coronavirus-Infektionen bekannt ist. Das verwundert! „Vor diesem Spiel gab es weder eine klare Empfehlung von Bundesseite noch klare Vorgaben durch das Land. Die Mediziner, mit denen wir uns intensiv beraten haben, hielten es für verantwortbar, das Spiel nicht zu untersagen“, sagt Reiners dazu am Dienstagmittag.


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