Cristiano Ronaldo: Rückkehr nach Manchester


Zum 2. Mal nach 2012/2013 und in Diensten von Real Madrid kehrt Superstar Cristiano Ronaldo (33) an seine alte Wirkungsstätte zurück. Mit seinem neuen Klub Juventus Turin fordert „CR7“ am Dienstag in der Gruppe H der Champions League die Red Devils.

Seit Montag herrscht in Manchester großer Bahnhof. Ronaldo is back – Ronaldo ist wieder in der Stadt und allein der Name des 5-fachen Champions-League-Siegers elektrisiert die nordwestenglische Metropole.

Das Showprogramm stimmt. Mit Personenschutz und mit einer sündhaft teuren Uhr (Franck Muller) am Handgelenk, deren Wert die britische Tageszeitung Daily Mail am Dienstag auf rund 1,5 Mio. Euro schätzt – auch Boxer Floyd Mayweather trägt so ein Ding – , erscheint Cristiano Ronaldo zur Pressekonferenz.

So protzig sein Auftritt auf den ersten Blick wirkt, so demütig gibt sich Ronaldo, als die Rede auf Manchester United kommt. „Dieser Klub hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin“, sagt der Flügelspieler.

Die Turbulenzen um sein Privatleben versucht Ronaldo, im letzten Spiel für Juventus nach einer Roten Karte gegen den FC Valencia (2:0) zum Zuschauen verurteilt, auszublenden.

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London, 5. Mai 2009: Cristiano Ronaldo schießt Manchester United beim FC Arsenal wieder ins Finale der Champions League. (Photo by Shaun Botterill/Getty Images)

„Ich versuche immer, 100 Prozent zu geben – auf dem Platz und außerhalb.

Ich bin ein glücklicher Mensch, denn ich bin gesegnet, dass ich für einen fantastischen Verein spielen darf“, sagt Ronaldo, „ich habe eine fantastische Familie, vier Kinder, ich bin gesund – ich habe alles. Der Rest interessiert mich nicht.“

Interessanter ist das schon die Erfolgsgeschichte des Cristiano Ronaldo bei Manchester United.

Und die begann kurios.

Ronaldo und Manchester United: Teil eins einer unglaublichen Story

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Cristiano Ronaldo (m.) und sein größter Erfolg mit Manchester United: Champions-League-Sieger 2008 im Finale von Moskau. (Photo by Michael Steele/Getty Images)

Nein, es ist keine Legende. United-Trainerfuchs Sir Alex Ferguson verpflichtet Cristiano Ronaldo, damals gerade 18, nach nur einer Saison bei Sporting Lissabon wirklich im Kabinengang.

Nur wenige Stunden nach dem Freundschaftsspiel von Manchester United im Sommer 2003 im Estadio José Alvalade holt United den jungen Portugiesen für 17,5 Mio. Euro in die Premier League.

Damit kommt Fergie seinem Erzrivalen vom FC Arsenal, Arsene Wenger, zuvor. Er ließ den jungen Ronaldo, dessen trickreiches Flügelspiel, in einem privaten Jet nach Manchester fliegen. Dass der zu diesem Zeitpunkt noch etwas schüchterne Junge aus Funchal in allen fußballerischen Bereichen Weltklasse verkörpert, ist Ferguson nicht entgangen.

Nach nur einer Saison bei Sporting wechselt Ronaldo auf die Insel – und erhält das Trikot mit der für den Verein und die Fans scheinbar magischen Rückennummer 7. Dieses Shirt tragen vor ihm schon der legendäre George Best, Eric Cantona, David Beckham, Bryan Robson und Ryan Giggs. Die Kombination mit Ronaldos Initialen CR wird zu einer Weltmarke im Fußball.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Rekorde und Titel auch im United-Dress

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Legenden von Manchester United unter sich: Denis Law, Cristiano Ronaldo und Sir Bobby Charlton (v. l.), hier bei der Auszeichnung mit dem Ballon d' Or 2008. (Photo by Alex Livesey/Getty Images)

Die ersten Erfolge für den Flügelstürmer lassen nicht lange auf sich warten. 2007 und 2008 wird Ronaldo bei Manchester United „Englands Fußballer des Jahres“.

Mit den Red Devils holt er zwischen 2007 und 2009 3-mal in Folge die englische Meisterschaft.

Im englischen Finale von Moskau gegen den FC Chelsea und Michael Ballack gelingt Ronaldo die (vorläufige) Krönung seiner Laufbahn als Vereinsfußballer. Mit United wird er Champions-League-Sieger 2008. Mit 7 Toren in 11 CL-Spielen schießt Ronaldo die Engländer fast im Alleingang zum Titel.

Die fabulöse Bilanz: 186 Tor-Beteiligungen in 292 Pflichtspielen für Manchester United, davon 118 Treffer. Ronaldos Rekordmarke von 31 Saisontreffern 2007/2008 in Diensten von Manchester United sind bis heute Klubrekord. Drei Mal wird er vereinsintern zum „Spieler des Jahres“ gekürt. Mehr Auszeichnungen in dieser Rubrik hat nur der spanische Torhüter David de Gea.

 

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Der Rekordwechsel: Ronaldo für 94 Mio. Euro zu Real Madrid

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Es verwundert wenig, dass Ronaldo nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2009 in Rom mit Manchester United gegen den FC Barcelona (0:2) seine Enttäuschung öffentlich kund tut und mit einem Wechsel kokettiert.

Dieser vollzieht sich am 11. Juni 2009. Nach wochenlangen Spekulationen akzeptieren die Klubverantwortlichen von Manchester United die Rekord-Summe von 94 Millionen Euro.

Ronaldo unterschreibt einen 6-Jahres-Vertrag bei Real Madrid bis zum 30. Juni 2015. Bei seiner Vorstellung im Estadio Santiago Bernabeu sind 80.000 Fans dabei. Damit überflügelt Ronaldo die Top-Zuschauerkulisse bei einer Spielerpräsentation. 75.000 Anhänger waren bei Diego Maradonas Vorstellung in Neapel dabei.

Das erste Wiedersehen mit Manchester United gibt es in der Champions-League-Saison 2012/2013. Im Achtelfinale trifft Ronaldo mit Real auf seinen Ex-Klub. Er erzielt beim 1:1 im Hinspiel und beim 2:1 in Old Trafford jeweils ein Tor und beendet damit die internationale Karriere seines Lehrmeisters Sir Alex Ferguson.

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