Daniel Sturridge: Jetzt droht das Ende der Karriere


Daniel Sturridge ist Stürmer beim FC Liverpool. Und er verdient Schätzungen zufolge knapp 175.000 Euro (150.000 Pfund) pro Woche. Offensichtlich nicht genug.

Denn der Traum vom noch schnelleren Geld via Zocken scheint den Ergänzungsspieler des FC Liverpool mehr zu beschäftigen, als man das glauben mag.

Die Folge: Jetzt drohen Sturridge wegen seiner Wettleidenschaft ernsthafte Konsequenzen – eventuell sogar das Karriere-Ende.

Der englische Fußballverband FA hat bereits Ermittlungen eingeleitet. Die Vorwürfe sind gewichtig: Sturridge habe wiederholt gegen die Sportwett-Richtlinien der FA verstoßen. Bei einer Verurteilung droht dem Ex-Nationalspieler laut „Daily Mail“ eine Sperre von bis zu acht Monaten.

Wie geht die Karriere von Daniel Sturridge weiter?
Wie geht die Karriere von Daniel Sturridge weiter? (Photo by Julian Finney/Getty Images)
Das käme zu einer mehr als unpassenden Zeit. Denn der Vertrag von Sturridge beim FC Liverpool läuft aus. Und eine solch lange Strafe könnte die sportliche Zukunft des knapp 30-Jährigen Spielers nachhaltig beeinträchtigen.

Auch ein Karriereende ist möglich

Sturridge bei der englischen Nationalmannschaft.
Sturridge bei der englischen Nationalmannschaft. (Photo by Mark Robinson/Getty Images)
Auch ein Karriereende ist möglich. Zumal es in der laufenden Saison auch nicht besonders läuft. Zwei Tore in sieben Spielen gelangen Sturridge in der Premier League nur.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen durch die FA steht eine besondere Wette. Sturridge war im Winter 2018 an West Bromwich Albion verliehen worden. Ein Kumpel des Spielers hat im Vorfeld des Wechsels wohl eine große Summe auf den Wechsel gesetzt, obwohl der Transfer bei einer Quote von 25:1 als nicht sehr wahrscheinlich galt.

Da könnten Insiderinformationen im Spiel gewesen sein. Von der Quelle – Daniel Sturridge. Bis Mai 2018 war Sturridge an West Bromwich ausgeliehen

Die Bestimmungen im Umgang mit Sportwetten sind in England äußerst strikt. Profis müssen genau wie in Deutschland Erklärungen unterzeichnen und versichern keine Sportwetten abzuschließen. Der FC Liverpool veröffentlichte dementsprechend auch eine Erklärung von Sturridge, nie „auf ein Fußballspiel gewettet zu haben“.

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Mehr als 1300 Wetten

Joey Barton an der Seitenlinie.
Joey Barton an der Seitenlinie. (Photo by Getty Images/Getty Images)

Die FA hat bereits häufiger Spieler für Verstöße gegen die Wettauflagen bestraft. Joey Barton wurde im April 2017 für 18 Monate gesperrt, weil er mehr als 1300 Wetten in einem Zeitraum von 10 Jahren platziert hatte, zum Teil auf eigene Spiele.

Barton setzte auch auf Niederlagen seines eigenen Teams. Das schrieb er in einem langen Statement und hängte eine Liste von 30 sachdienlichen Wetten an.  Gegen die eigene Mannschaft wettete Barton aber laut eigener Aussage nur, wenn er nicht selbst im Kader stand.

Aus Frust: „Bei manchen Gelegenheiten war die Wette gegen mein Team auch ein Ausdruck des Ärgers und der Frustration darüber, dass ich nicht ausgewählt wurde oder nicht spielen konnte.“

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Auch ein Ex-Bayern Profi

Spielmanipulationen wurden Barton deshalb auch nicht vorgeworfen. Deshalb empfand er Sperre und Geldstrafe als ungerecht und bemerkte: „Ich habe das Gefühl, dass die Strafe härter ist, als sie vielleicht bei weniger kontroversen Spielern gewesen wäre.“

Auch ein Ex-Bayern Profi kam in England nicht ungeschoren davon. Martin Demichelis musste 2016 für 29 Verstöße mehr als 25.000 Euro Strafe zahlen.