Das sind die 12 größten EM- und WM-Sensationen


Der Sieg von Island gegen England im Achtelfinale der EM 2016 gehört zu den größten Sensationen bei großen Fußball-Turnieren. Das sind 11 weitere Fußball-Sensationen bei EM- oder WM-Endrunden nach dem 2. Weltkrieg

29. Juni 1950, WM, USA – England 1:0

Bei der Weltmeisterschaft 1950 in Brasilien kommt es zum Duell zwischen dem Fußball-Mutterland England und dem krassen Außenseiter USA. Völlig überraschend gewinnen die Amerikaner dank eines Treffers von Joseph Gaetjens 1:0. Trotz des Sieges schieden die USA als Gruppenletzter aus.

16. Juli 1950, Uruguay-Brasilien 2:1

Im letzten Spiel der Heim-WM hätte der Selecao ein Remis zum Titel gereicht, die Zeitung O Mundo druckte schon ein Team-Foto mit dem Titel: “Das sind die Weltmeister!” Doch das Siegtor von Alcides Ghiggia (79.) brachte die Fans im Maracana-Stadion zum Schweigen.

4. Juli 1954, WM, Deutschland – Ungarn 3:2

Ungarn, Olympiasieger von 1952, hatte vier Jahre kein Spiel verloren und die deutsche Nationalmannschaft in der Vorrunde 8:3 besiegt. Doch im Finale gewinnt die Mannschaft von Sepp Herberger bei strömendem Regen in Bern und wird zum ersten Mal Weltmeister. Helmut “Boss” Rahn ist zweifacher Torschütze.

19. Juli 1966, WM, Nordkorea – Italien 1:0

Nur aufgrund des Rückzugs einiger Nationen konnte sich Nordkorea überhaupt für die WM in England qualifizieren. Nach einer Niederlage gegen die Sowjetunion und einem 1:1 gegen Chile besiegte der Underdog sensationell Italien mit 1:0 und zog ins Viertelfinale ein. Pak Doo-Ik war der Torschütze. In der Runde der letzten Acht unterlag Nordkorea den Portugiesen mit 3:5. Vierfacher Torschütze für die Iberer war Superstar Eusebio.

21. Juni 1978, Österreich-Deutschland 3:2 

“I wer narrisch! Krankl schießt ein! 3:2 für Österreich!” [sam id=”43″ codes=”true”]Die “Schmach von Cordoba” ist der schlimmste Alptraum von Berti Vogts, der zum 1:1 per Eigentor traf und sich vor Hans Krankls Siegtreffer (88.) vernaschen ließ. Wieder machte sich ein Radiomann “unsterblich” – der Österreicher Edi Finger: “Daneeeeben! Also der Abraaaamczik – obbusseln möcht’ i den (…). Der braaave Abramczik.”

16. Juni 1982, Algerien-Deutschland 2:1 

“Wenn wir dieses Spiel verlieren, stürze ich mich ins Mittelmeer”, hatte Bundestrainer Jupp Derwall vor dem Spiel gegen den WM-Neuling gesagt. Doch Rabah Madjer, 1987 Bayern-Alptraum im Europacup-Finale, und Lakhdar Belloumi trafen. Derwall aber blieb trocken: Gijon liegt am Atlantik.

8. Juni 1990, Kamerun-Argentinien 1:0 

“Sie haben mich so getreten, dass ich fürchtete, sie würden mir auch noch den Kopf abreißen”, sagte Weltstar Diego Maradona über die schmerzhafte Begegnung mit den “unzähmbaren Löwen”. Die waren am Ende nur noch zu neunt, doch das Tor von Francois Omam-Biyik (67.) reichte für den Sensationssieg gegen den Weltmeister.

26. Juni 1992, EM, Dänemark – Deutschland 2:0

Sportlich hatten sich die Dänen gar nicht für die Europameisterschaft in Schweden qualifiziert, nur aufgrund der Disqualifizierung der jugoslawischen Mannschaft aufgrund des Balkan-Kriegs rückte Dänemark nach. Im Turnierverlauf schaltet die Mannschaft von Trainer Richard Möller Nielsen die Favoriten Frankreich und Niederlande aus und besiegt im Finale Weltmeister Deutschland in Göteborg mit 2:0. Es war das erste Turnier für Berti Vogts als Bundestrainer, der nach dem WM-Triumph von Rom 1990 die Nachfolge von Franz Beckenbauer angetreten hatte.

31. Mai 2002, WM, Senegal – Frankreich 1:0

Im Duell der “Franzosen im Ausland gegen die Ausländer in Frankreich” (Michel Platini) verliert der Weltmeister nach einem “Sitztor” von Papa Bouba Diop. Frankreich scheitert ohne Tor in der Vorrunde – als erster Titelverteidiger.

18. Juni 2002, Südkorea-Italien 2:1 n.V.

Da half auch das Weihwasser von Giovanni Trapattoni nichts: Der Italien-Legionär Jung-Hwan Ahn fügt den Azzurri mit seinem “Golden Goal” (116.) ein zweites “Corea” zu. Schuld aber war Byron Moreno. Der Referee “schenkte” Südkorea einen Elfmeter, “klaute” Italien ein Tor und zeigte Francesco Totti wegen angeblicher Schwalbe Gelb-Rot.

4. Juli 2004, EM, Portugal – Griechenland 0:1

Trainer Otto Rehhagel setzte sich mit Außenseiter Griechenland im Finale gegen den hochfavorisierten Gastgeber aus Portugal durch (1:0). Der damalige Bremer Bundesliga-Profi Angelos Charisteas erzielte das entscheidende Tor für die Hellenen. Rehhagel wird zu “Rehhakles”!

27. Juni 2016, EM, England – Island 1:2

Achtelfinale in Nizza – und wieder sind die Engländer die Blamierten. Zunächst trifft Wayne Rooney, sogar per Elfmeter, doch dann dreht Außenseiter Island das Spiel mit zwei Treffern innerhalb von zwölf Minuten. Die Isländer flippen aus. In Nizza. Und auf der kleinen Insel im Atlantik.

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