Die größten Niederlagen des FC Bayern München


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Peinlich 5 – 1: Von der Schmach am Betze bis zur Mutter aller Niederlagen

5. 4:7 Niederlage nach 4:1 Führung – die Schmach vom Betze – 1973

Erich Ribbeck demütigte den FCB mit dem 1. FC Kaiserslautern.
Erich Ribbeck demütigte den FCB mit dem 1. FC Kaiserslautern. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Niederlagen des FC Bayern München. Während die Klinsmann-Buddhas und der Kirch-Deal zu unseren Peinlich-Favoriten im nicht-sportlichen Bereich gehören, gehören die Top 5 des Rankings wieder dem sportlichen Bereich an. Es fängt an mit den 70er Jahren und der peinlichsten Auswärtsniederlage.

Und hier war Erich Ribbeck mal ausnahmsweise auf der Gewinnerseite – als Trainer des 1. FC Kaiserslautern. Dabei war der Sir zunächst mächtig sauer an diesem 20. Oktober 1973, genau genommen sogar stinkwütend.

Gerade war er im Begriff, trotz des Karriere-Endes von Jürgen Friedrich eine Mannschaft mit großen Ambitionen zu formen, da wurden seine Mannen von Bayern München aus allen Träumen gerissen. Auf dem heimischen Betzenberg wurde der FCK von Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Co. nach allen Regeln der Kunst vorgeführt. Gersdorff erzielte zwei schnelle Treffer und der “Bomber der Nation”, Gerd Müller, legte nach – so stand es nach einer guten halben Stunde 0:3 und über dem Betzenberg schienen dunkle Wolken aufzuziehen. Spätestens nach Müllers zweitem Tor zum 1:4 in der 57. Minute schien die Partie entschieden. Der Hauptgrund, warum die 35.000 Zuschauer den Betze nicht vorzeitig verließen, dürfte ihr lähmendes Entsetzen gewesen sein. Das 2:4 durch Klaus Toppmöller im direkten Gegenzug nahm Bayern-Coach Udo Lattek noch mit einer gönnerhaften Geste zur Kenntnis. Als Josef “Seppl” Pirrung binnen Minuten mit einem Doppelschlag aber der Ausgleich gelang, bebte nicht nur der Betzenberg, sondern auch Lattek.

Denn seine Stars, die gerade noch wie die sicheren Sieger aussahen, gerieten ins Wanken. Die Hausherren hatten Blut geleckt und die Zuschauer, die ihren Augen nicht trauten, ebenfalls. Die Roten Teufel stürmten wie entfesselt auf das Tor von Sepp Maier zu und wurden belohnt, als Ernst Diehl sechs Minuten vor Schluss das 5:4 markierte. “Katsche” Schwarzenbeck, Uli Hoeneß, Beckenbauer und all die anderen späteren Weltmeister hatten dem Mythos Betzenberg nichts mehr entgegenzusetzen. Doch der FCK hatte längst noch nicht genug: Mit einem Doppelpack in der Schlussphase sorgte Herbert Laumen für den 7:4-Sieg. Ein legendäres Spiel. Und das nicht etwa, weil die Bayern so besonders unerwartet geschlagen worden waren, sondern – wie das geschah – das war für die Lauterner eine Art Erweckungserlebnis und für die Bayern ein Desaster.

4. Die höchste Heimniederlage – 0:7 gegen Schalke 04 – 1976

Keine Chance für den FCB gegen Schalke 04.
Keine Chance für den FCB gegen Schalke 04. Foto: Imago

Doch es geht noch peinlicher. Und dafür sorgte ausgerechnet Schalke 04. In der Regel ja kein Angstegegner für die Bayern.

Doch am 9. Oktober 1976 besiegte der FC Schalke 04 den großen FC Bayern mit 7:0 im Olympiastadion in München.

Klaus Fischer schoss dabei vier Tore. Und das 7:0 gegen Schalke ist bis heute immer noch die höchste Heimpleite für den FC Bayern und gleichzeitig der höchste Sieg der Königsblauen.

Und hier die Zahlen: FC Bayern München – FC Schalke 04 0:7 (0:2) Sa 09.10.1976, 15:30 Uhr, Olympiastadion, München, Bundesliga 1976/1977, 9. Spieltag, 50.000 Zuschauer, Schiedsrichter: Günter Linn, Tore:0:1 Klaus Fischer (11. Minute), 0:2 Erwin Kremers (44.), 0:3 Klaus Fischer (46.), 0:4 Manfred Dubski (64.), 0:5 Klaus Fischer (67.), 0:6 Rüdiger Abramczik (74.), 0:7 Klaus Fischer (82.).

3. Keine Chance gegen Kloppo und das Vize-Tripple – 2012

Vor dem Tripple war das Vize-Tripple und die Niederlagen gegen den BVB.
Vor dem Tripple war das Vize-Tripple und die Niederlagen gegen den BVB. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Die Bayern dominieren und für kurze Zeit die Nr. 1 im deutschen Fußball zu werden. Das gelang mal dem BVB – in den Jahren 2011 und 2012 zum Beispiel. Bestes Beispiel war der 5:2 Sieg im DFB Pokalfinale 2012 und der Gewinn des Doubles.

Überragender Mann im Finale war übrigens Robert Lewandowski, der drei Tore schoss. Für die Bayern war es damals die fünfte Pleite gegen den BVB in Serie. Peinlich.

Auch die Aussage von Kapitän Philipp Lahm nach dem Spiel: “Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft…” Das Jahr 2012 war sowieso ein absolutes Seuchenjahr für die Bayern.

3 Mal wurden die Bayern Vize – in der Meisterschaft, im DFB Pokal und in der UCL. Das reicht für Platz 3. Ein umfangreiches Profil zu Borussia Dortmund mit Fun Facts und weitgehend unbekannten Begebenheiten gibt es hier.

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2. Versagt beim Penalty Shoot-Out – Ausgerechnet beim Finale dahoam – 2012

Niederlage gegen Chelsea zu Hause im Penalty Shoot-out.
Niederlage gegen Chelsea zu Hause im Penalty Shoot-out. (Photo by Mike Hewitt/Getty Images)

Gegen Amateure im DFB-Pokal rauszufliegen ist peinlich. Gegen Engländer im eigenen Stadion das UCL-Finale durch Dämlichkeit beim Elfmeterschießen zu versemmeln, das ist megapeinlich. Und genau das krönte die peinliche Seuchensaison 2011/12.

Nur Zweiter in der Bundesliga, nur Zweiter im DFB-Pokal und im Elfmeterkrimi des Champions-League-Finales gegen den FC Chelsea verloren: Und ausgerechnet Schweinsteiger patzte.

Das war das bittere Ende einer verkorksten Saison für die Münchner – das “Finale dahoam” verloren.

3 Mal Vize. Ein Tripple der besonderen Art. Doch die Bayern wären nicht die Bayern, wenn das nicht gleichzeitig der Beginn des Aufstiegs der Bayern in der Folgesaison gewesen wäre, die ja bekanntlich mit dem richtigen Tripple endete. Deshalb reicht diese Niederlage auch nur zu Platz 2. Ein umfangreiches Profil zu Chelsea London mit Fun Facts und weitgehend unbekannten Begebenheiten gibt es hier.

1. Die Mutter aller Bayern-Niederlagen – ManU gewinnt das UCL-Finale in der Nachspielzeit – 1999

ManU dreht das Finale.
ManU dreht das Finale. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Für uns die Mutter aller Niederlagen ist aber der verpasste Sieg im UCL Finale 1999. Durch ihre Niederlage in Barcelona verpassten die Bayern nicht nur die Chance, zum damals vierten Mal in der Vereinsgeschichte den Europapokal der Landesmeister zu gewinnen, sondern die Bayern verloren auch ihren Mythos der Kaltschnäuzigkeit und Unbesiegbarkeit nach eigener Führung.

Und das auf wirklich dämliche Art. 40.000 Fans im Münchner Olympiastadion quittierten das Aus in allerletzter Minute mit fassungslosem Entsetzen. Vor 90.000 Zuschauern im Fußball-Tempel Camp Nou und einem Milliardenpublikum an den TV-Schirmen in aller Welt wähnte sich der FC Bayern nach dem Freistoßtor von Basler (6. Minute) am Ziel aller Träume.

Doch diese wurden durch die Tore von Sheringham (91. Minute) und Solksjaer (93. Minute) zunichte gemacht. “Das war die grausamste Niederlage, weil wir so nah dran waren”, fasste Vereinschef Franz Beckenbauer das Unfassbare in Worte. “Ein paar Sekunden haben ausgereicht, um Manchester wieder ins Spiel zu bringen. Ich habe selten eine unglücklichere Niederlage erlebt als diese.” “Es ist bitter, es ist traurig. Es ist unfassbar für Spieler und Fans, was hier passiert ist. Der Mannschaft kann man keinen Vorwurf machen”, sagte Lothar Matthäus.

Und Torschütze Mario Basler meinte: “Das waren drei Minuten bis zur Ewigkeit. Da bricht eine Welt zusammen.” Ein umfangreiches Profil zu Manchster United  mit Fun Facts und weitgehend unbekannten Begebenheiten gibt es hier.

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