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Die 25 schlechtesten Transfers von Bayern München seit 1999/00


DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN TEXTEN

Die Schlechtesten 20 – 16: Vom Pechvogel bis zu Magaths Liebling

20. Andreas Görlitz – Böse Verletzung

Andreas Görlitz kam von 1860 zu den Bayern. Foto: Getty Images
Andreas Görlitz kam von 1860 zu den Bayern. Foto: Getty Images
Nachdem der Verteidiger 2004 von 1860 München zum FCB kam, legte er zunächst einen Blitzstart hin. Im Oktober gab er schon seit Debüt als Nationalspieler – gegen Brasilien. Doch ein Kreuzbandriss im November 2004 warf den Jungstar völlig aus der Bahn. Danach kam er nie wieder so richtig zurück. Es ist also nicht ganz fair, ihn hier aufzulisten. Aber schlecht spielte er schon.

Der am 3. November 2004 im Champions-League-Gruppenspiel gegen Juventus Turin erlittene Kreuzbandriss und weitere Verletzungen zwangen Görlitz zu einer fast zwei Jahre währenden Spielpause. Am 24. September 2006 (9. Spieltag) kehrte Görlitz für 79 Minuten, beim 1:1-Unentschieden des FC Bayern München II im Heimspiel gegen den Karlsruher SC II, zurück in den Spielbetrieb. Die Teilnahme am Dubai-Cup, einem Turnier zur Vorbereitung auf die Rückrunde, verschaffte Görlitz weitere Spielpraxis. Dabei erzielte er im Spiel um den dritten Platz beim 4:3-Sieg über Olympique Marseille den Siegtreffer in der 90. Minute und sein erstes Tor nach seiner Verletzungspause. Am 11. Februar 2007 (21. Spieltag) wurde Görlitz beim 1:0-Sieg im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld für Andreas Ottl in der 63. Minute eingewechselt und kehrte damit nach 830 Tagen in die Bundesliga zurück. Zur Saison 2007/08 wurde Görlitz über ein Leihgeschäft an den Bundesligaaufsteiger Karlsruher SC abgegeben. Am Ende dieser Spielzeit verständigten sich beide Vereine auf eine Verlängerung der Ausleihe um ein weiteres Jahr. In den beiden Spielzeiten, in denen Görlitz 49 Spiele bestritt, gehörte er zum Stamm.

Zur Saison 2009/10 kehrte Görlitz zum FC Bayern München zurück und fiel ab November aufgrund einer Fersenverletzung für den Rest der Hinrunde aus. Er kam in der gesamten Saison weder in der Bundesliga noch in der Champions League zum Einsatz und wurde im DFB-Pokal einmal eingewechselt; für die zweite Mannschaft bestritt er lediglich vier Drittligaspiele. Görlitz‘ auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert, womit er den Verein verließ. Zur Saison 2010/11 wechselte er daraufhin zum Zweitligaaufsteiger FC Ingolstadt 04, bei dem er einen bis 2012 gültigen Vertrag unterschrieb, der im Mai 2012 um ein Jahr verlängert wurde. Am 13. August 2010 gab er in der 1. Hauptrunde um den DFB-Pokal, beim 2:0-Sieg im Heimspiel gegen den Karlsruher SC, sein Debüt für den FC Ingolstadt 04. Görlitz‘ Vertrag beim FC Ingolstadt 04 endete mit Saisonende 2012/13 und wurde nicht verlängert. Nach gut einem halben Jahr ohne Verein unterschrieb Görlitz im März 2014 einen Vertrag bei den San José Earthquakes in der nordamerikanischen Profiliga Major League Soccer. Sein Debüt gab er am 19. April 2014 (5. Spieltag) beim torlosen Unentschieden im Auswärtsspiel gegen Colorado Rapids über 90 Minuten. Am Saisonende beendete er seine Karriere.

Nachdem Görlitz bereits an der U-16-Europameisterschaft 1999 in Tschechien und der U-17-Weltmeisterschaft 1999 in Neuseeland teilgenommen hatte, gab er am 29. August 2001 sein Debüt in der U-20-Nationalmannschaft beim 1:1-Unentschieden in der Schweiz. Es folgten die Spiele gegen die Auswahl der Niederlande (2:1; am 2. September, 1:2; am 12. November) und gegen die Auswahl Italiens (1:0; am 7. November, 1:4; am 5. Dezember) sowie sein letztes am 16. April 2002 bei der 1:2-Niederlage gegen die Auswahl der Schweiz in Pfullendorf. Am 19. August 2003 gab er seinen Einstand in der U-21-Auswahl, die in Moskau mit 1:2 gegen die russische Auswahl verlor. Sein letztes Spiel bestritt er am 2. Juni 2004 in Mainz bei der 1:2-Niederlage gegen die Auswahl Portugals. Görlitz nahm an der U-21-Europameisterschaft 2004 in Deutschland teil und kam in den drei Gruppenspielen zum Einsatz.

Am 8. September 2004 debütierte er – mit der Einwechslung für Andreas Hinkel in der 87. Minute – in der A-Nationalmannschaft, die im Olympiastadion Berlin ein 1:1-Unentschieden im Test-Länderspiel gegen die „Seleção“ erzielte. Das Test-Länderspiel am 9. Oktober 2004 in Teheran, beim 2:0-Sieg gegen die Auswahl des Iran, war für ihn das zweite und zugleich letzte A-Länderspiel, aber das erste über 90 Minuten.

19. Tobias Rau – Überflüssiger Transfer

Tobias Rau kam 2003 aus Wolfsburg nach München. Foto: Getty Images
Tobias Rau kam 2003 aus Wolfsburg nach München. Foto: Getty Images
Gab es mal eine Zeit, in der Philipp Lahm nicht gut genug für die Bayern erschien?  Ja – man glaubt es nicht. Aber das war in den Zeiten des dunklen Zeitalters des deutschen Fußballs, als massig viele Rumpelfüssler in der Nationalelf spielten.

Und die Bayern-Oberen trauten dem kleinen Nachwuchsspieler Philipp Lahm so um das Jahr 2002/03 eine Karriere in der Bundesliga nicht so recht zu (echt!). Also wurde 2003 der Jung-Nationalspieler Tobias Rau vom VfL Wolfsburg geholt. Lahm sollte gleichzeitig beim VfB in die Lehre gehen. Der FC Bayern suchte damals einen Nachfolger für den alternden Bixente Lizarazu als Linksverteidiger. Rau kam beim FCB bis 2005 nie über die Reservistenrolle hinaus.

Und schaut man sich die Stationen in der Karriere von Tobias Rau an, ist die Episode beim FC Bayern irgendwie ein Ausreißer nach oben – für Tobais Rau. Denn nach dem Intermezzo bei den Bayern war die Karriere auf Toplevel auch schon vorbei. Fortan ging es stetig bergab. In Ansätzen seine frühere Form erreichte Rau nur noch in Bielefeld unter Trainer Ernst Middendorp. Bis zum Ende seines Vertrages am 30. Juni 2009 absolvierte Rau immerhin 32 Erstliga-Spiele für die Arminia.

Am 6. Juli 2009 gab Rau bekannt, dass er seine Profikarriere beenden und ein Lehramtsstudium beginnen würde. Seit der Saison 2012/13 spielt er beim in Melle beheimateten und in der Kreisliga Osnabrück-Land Süd spielenden TV Neuenkirchen. Als Freizeitfußballer und ohne höheren Anspruch. Nach den Bayern kam nichts mehr. Und die Bayern-Oberen trauten Philipp Lahm die Nachfolge von Bixente Lizarazu nicht zu.

18. Jan Schlaudraff – Keine schlaue Idee

Tobias Rau kam 2003 aus Wolfsburg nach München. Foto: Getty Images
Tobias Rau kam 2003 aus Wolfsburg nach München. Foto: Getty Images
Im Januar 2005 wechselte der dreimalige U-21-Nationalspieler zunächst auf Leihbasis zum Zweitligisten Alemannia Aachen, für den er am 24. Januar (18. Spieltag) bei der 0:1-Auswärtsniederlage gegen Eintracht Frankfurt erstmals eingesetzt wurde. 

In den 17 Rückrundenspielen kam er 15-mal zum Einsatz; neunmal durch Ein- bzw. Auswechslungen. In der Saison 2005/06 entwickelte er sich zum Führungsspieler, kam auf 29 Spiele (11 Tore), wurde fest an Alemannia Aachen gebunden und stieg in die Bundesliga auf. Nach 28 Spielen und acht Toren war er erfolgreichster Torschütze seines Vereins, stieg aber mit der Alemannia am Ende der Saison wieder in die 2. Bundesliga ab. Am 20. Dezember 2006 besiegelte er mit seinem Tor zum 4:2 das Ausscheiden des FC Bayern München im Achtelfinale des DFB-Pokals. Anfang 2007 verpflichtete ihn der FC Bayern München für eine festgeschriebene Ablösesumme von 1,2 Millionen Euro.

Ein Angebot von Werder Bremen hatte er zuvor abgelehnt. Sein Einstand wurde durch eine Rückenverletzung erschwert, die eine Operation erforderlich machte. Für die erste Mannschaft bestritt er lediglich acht Bundesliga-, für die zweite Mannschaft fünf Regionalliga-Spiele, für die er am 4. November 2007 (14. Spieltag) beim 3:1-Sieg über SV Sandhausen sein einziges Tor erzielte. Da Schlaudraff sich nicht gegen Luca Toni, Miroslav Klose und Lukas Podolski durchzusetzen vermochte, verlief für ihn die Saison nicht besonders erfolgreich. Dennoch bekundeten verschiedene Bundesligavereine Interesse an seiner Verpflichtung. Hannover 96 verpflichtete Schlaudraff, der die Münchener auf eigenen Wunsch verlassen wollte, für eine Ablösesumme von geschätzten 2,5 Millionen Euro.

Am 22. April 2008 unterzeichnete Schlaudraff einen bis zum 30. Juni 2012 datierten Vertrag bei Hannover 96, der zur Saison 2008/09 in Kraft trat. Sein erstes Pflichtspiel absolvierte er am 9. August 2008 im DFB-Pokal gegen den Halleschen FC, wobei er mit dem Treffer zum 1:0 beim 5:0-Sieg der Hannoveraner ein Tor beisteuerte. In der Liga musste er bis zum 4. Spieltag warten, ehe er traf. Beim 5:1-Sieg im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach erzielte Schlaudraff zwei Tore. Insgesamt erzielte er in seinem ersten Jahr sieben Tore in 32 Begegnungen.

Am 21. August 2002 gab Schlaudraff sein Debüt in der U-20-Nationalmannschaft; das Spiel in der Schweiz ging mit 1:3 verloren. Es folgten Spiele gegen die Slowakei (am 18. September; 2:2), England (am 3. Oktober; 1:2) und 2003 wiederum England (am 6. Februar; 1:2), Italien (am 19. März; 3:4) und zuletzt gegen Spanien (am 23. April; 0:2). Für die U-21-Nationalmannschaft wurde er 2004 dreimal berufen, wobei er sein Debüt am 17. August in Celle beim 2:0-Sieg über Litauen gab. Es folgte am 7. September in Dessau das 5:3 über Serbien und Montenegro und am 12. Oktober in Düsseldorf das 2:0 über Österreich. Nach guten Leistungen zu Beginn der Saison 2006/07 wurde Schlaudraff am 29. September 2006 von Bundestrainer Joachim Löw erstmals in den Kader der A-Nationalmannschaft für das Test-Länderspiel gegen Georgien und das Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2008 gegen die Slowakei berufen. Im Spiel gegen Georgien am 7. Oktober 2006 gab er seinen Einstand im Nationaltrikot, als er in der 76. Minute für den damaligen Wolfsburger Mike Hanke eingewechselt wurde.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Bei der Beerdigung von Maurice Banach war auch Berti Vogts zugegen. Foto: Imago

17. Vahid Hashemian – Der Hubschrauberabsturz

Bei den Bayern konnte sich Vahid Hashemian nicht durchsetzen. Foto: Getty Images
Bei den Bayern konnte sich Vahid Hashemian nicht durchsetzen. Foto: Getty Images

Mit 16 Toren brachte der iranische Nationalstürmer den VfL Bochum in den UEFA-Cup. Wegen seiner Kopfballstärke hatte er den Spitznamen „Hubschrauber“.

Und eine Zeit lang war der Iraner wirklich einer der besten Stürmer der Bundesliga. Aber nur wenn das Spiel auf ihn als Vollstrecker zugeschnitten war. Und das war es natürlich bei den Bayern nicht.

Dennoch reichten die guten Leistungen in Bochum aus, damit andere Klubs ein Auge auf den Spieler geworfen hatten. Grund genug für einen Wechsel nach München, wo er aber kaum zum Einsatz kam. Auch er wechselte zu Hannover 96. In drei Spielzeiten gelangen ihm neun Tore in immerhin 80 Spielen. 2008 kehrte er ablösefrei zum VfL Bochum zurück, wo er einen auf zwei Jahre befristeten Vertrag erhielt.

Am 19. Juni 2010 wurde bekannt, dass Vahid Hashemian seinen bis 30. Juni des Jahres laufenden Vertrag beim VfL Bochum nicht verlängern würde. Im Januar 2011 wechselte Hashemian in die Iranian Pro League zu Persepolis Teheran. Im Juli 2012 beendete er seine aktive Fußballer-Karriere.

16. Ali Karimi – Magaths Liebling

Ali Karimi war einer der Lieblinge von Felix Magath. Foto: Getty Images
Ali Karimi war einer der Lieblinge von Felix Magath. Foto: Getty Images
Felix Magath holte den iranischen Mittelfeldspieler Ali Karimi nach München. Zunächst konnte dieser durchaus überzeugen, doch dann spielte er nach einer schweren Verletzung keine Rolle mehr. Magath verpflichtete ihn später auch noch für Schalke 04, dort war er ein Totalausfall.

Dabei ist die Karriere von Karimi eigentlich so richtig bemerkenswert. Denn der Iraner begann seine Profikarriere in der Saison 1998/99 bei Persepolis Teheran, nachdem Ali Parvin, der damalige Trainer des Teams, bei einem Hallenturnier auf ihn aufmerksam wurde. Für eine Ablösesumme von umgerechnet 15.000 US-Dollar verpflichtete Parvin den noch jungen Karimi vom damaligen Zweitligisten Fath Teheran. Schon nach wenigen Spielen avancierte er zum Publikumsliebling. Er wurde in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten (1998/99 und 1999/00) mit dem iranischen Spitzenclub Iranischer Meister. In der Saison 1999/00 gewann er mit seinem Verein auch den Iranischen Pokal. Er erzielte dabei in 68 Ligaspielen für Persepolis Teheran 13 Tore.

Zur Saison 2001/02 wechselte Karimi in die Vereinigten Arabischen Emirate zu Al-Ahli. Auch dort wurde er in sehr kurzer Zeit aufgrund seiner Tore, Vorlagen und spektakulären Dribblings zum Publikumsliebling. In der Saison 2003/04 wurde er mit Al-Ahli Pokalsieger. Nach insgesamt vier Jahren, 85 Spielen und 49 Toren und der Wahl zu Asiens Fußballer des Jahres verließ Karimi zur Saison 2005/06 die VAE und heuerte beim FC Bayern München an. Karimi begann sehr stark bei seinem neuen Verein und wusste die meisten Kritiker zu überzeugen. In seiner ersten Saison wurde er mit dem deutschen Rekordmeister sowohl Deutscher Meister als auch Pokalsieger. Nach einer Verletzung am Fußgelenk im Frühjahr 2006 und nach einem enttäuschenden Auftritt mit der iranischen Auswahl bei der WM 2006 konnte er nicht mehr zu alter Form finden und seine starken Leistungen zu Beginn seiner Verpflichtung wiederholen. Für den deutschen Rekordmeister erzielte Karimi in 42 Pflichtspielen vier Tore und gab vier Torvorlagen. Im Juli 2007 wechselte er zum Qatar SC, den er zum Saisonende nach 27 Spielen und 5 Toren jedoch wieder verließ.

2008/09 und 2009/10 zunächst für Al-Sailiya vorgesehen, entschied er sich jedoch für eine Rückkehr zu seinem Lieblingsklub, dem iranischen Rekordmeister Persepolis Teheran. Zum 1. Juli 2009 wechselte Karimi zu Steel Azin FC und erzielte in seiner ersten Saison 14 Tore in 28 Spielen. Am 15. August 2010 wurde er, nachdem er beim öffentlichen Training Wasser getrunken hatte und somit „die Regeln des heiligen Monats Ramadan nicht respektiert hatte“, von seinem Verein entlassen. Felix Magath verpflichtete Karimi am 31. Januar 2011 kurz vor Ende der Transferperiode für den FC Schalke 04 und stattete ihn mit einem Vertrag bis Saisonende aus. Karimi, der seit mehreren Monaten ohne Spielpraxis war, erhielt bei den Königsblauen die Rückennummer 10 und kam nur zu einem Kurzeinsatz als er am 5. April im Champions-League-Spiel bei Inter Mailand eingewechselt wurde. In der Bundesliga spielte er ebenfalls nur einmal, am 23. April 2011 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Zur Saison 2011/12 kehrte Karimi in den Iran zurück und schloss sich erneut dem Hauptstadtverein Persepolis Teheran an. Nach starken Leistungen in der Liga sowie in der AFC Champions League wurde Karimi für die Wahl zum Asiens Fußballer des Jahres 2012 nominiert und belegte letztendlich den 2. Platz. Nach Ende der Saison 2013/14, als er noch eine Spielzeit beim Erstligisten Tractor Sazi Täbris aktiv war, beendete er seine aktive Fußballerkarriere.

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