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Die 30 größten „Verräter-Transfers“ der neueren Fußballgeschichte


DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN TEXTEN

Auf zum Erzfeind oder größten Gegner

Ein Wechsel zum "falschen" Verein kommt in Spanien eher schlecht an; Foto: Getty Images
Ein Wechsel zum "falschen" Verein kommt in Spanien eher schlecht an; Foto: Getty Images
Zum “Erzfeind” zu wechseln, zu dem Verein, der der größte Gegner des Vereins ist, für den man jahrelang gespielt hat und von dessen Fans man geliebt wird, ist ein No-Go. In Deutschland – aber erst Recht in Spanien, Italien und England.

Und doch haben es in der Geschichte des Fußballs einige der Superstars getan. Die Reaktionen waren in der Regel heftig. Fliegende Schweineköpfe, Pfiffe, Beleidigungen oder Schmähgesänge über Jahre hinweg – die Liste der Fanreaktionen ist lang. Wir haben die heikelsten internationalen “Verräter-Transfers” zum Erzfeind herausgesucht und erzählen die Geschichten drumherum.  Aus Deutschland, England, Italien, Holland, Spanien, Frankreich und Schottland. Meist wechselten die Spieler dabei direkt zwischen den Stadtrivalen oder den sich hassenden Topteams. Manche legten aber auch eine Zwischenstation bei einem anderen Klub ein. Einige Top-Stars haben es dann wirklich geschafft, bei beiden oder sogar bei drei Vereinen respektiert zu werden, andere wiederum gelten bis heute als Persona non grata.

Das gilt dann besonders für die Spieler, die gleich mehrmals zwischen verfeindeten Klubs hin- und her wechselten. Wobei – das ist natürlich das gute Recht der Spieler. Denn es gibt ja sowas wie die freie Berufswahl und wem es an einem Ort oder bei einem Verein nicht mehr gefällt, der kann eben zum nächsten Klub wechseln.

Es wird halt emotional nicht ganz so kuschelig hinterher, wenn man zurückkommt. Zwei Bundesligaspieler sind im Ranking vertreten. Eine kürzlich verstorbene Legende auch. Und der Beau des Fußballs. Der musste sogar richtig in Deckung gehen. An die Spitze auf Platz 1 haben wir aber den Ex-Trainer des aktuell wohl besten Vereins der Welt gesetzt. Dass er das werden durfte, obwohl er als Spieler….

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Verrätertransfer 30 – 26: Vom König von Ajax bis zum italienischen Zauberer

30. Johann Cruyff (Ajax Amsterdam zu Feyenoord Rotterdam) – Selbst eine Legende geht mal fremd

Johan Cruyff war einer der ersten großen Weltstars. Foto: Getty Images
Johan Cruyff war einer der ersten großen Weltstars. Foto: Getty Images
Der kürzlich verstorbene Johan Cruyff gilt als das Aushängeschild des niederländischen Fußballes. Der Tod von Europas Fußballer des Jahrhunderts löste nicht nur in seiner Heimat, sondern auch international für große Bestürzung.

In seiner aktiven Zeit spielte er unter anderem beim FC Barcelona. Für große Aufregung sorgte allerdings sein Wechsel von Ajax Amsterdam zu Feyenoord Rotterdam. Bei Ajax spielte der ehemalige Stürmer nicht nur in seiner Jugend, sondern startete auch seine Profikarriere. Seine ersten neun Jahre verbrachte der Vize-Weltmeister von 1974 dort und absolvierte 239 Spiele, in denen er 190 Mal traf. Nachdem Cruyff einige Zeit bei anderen Vereinen im Ausland kickte, kehrte er 1981 wieder zu seinem Heimatclub zurück. In seinem ersten Jahr führte er Ajax sogar zum Meistertitel und gewann nur ein Jahr später das Double.

Danach allerdings wurde dem damals 36-Jährigen kein neuer Vertrag angeboten. Cruyff war dermaßen enttäuscht, dass er prompt zum Erzrivalen nach Rotterdam wechselte. Bei Feyenoord spielte der Niederländer nochmals eine herausragende Saison und schnappte seinem Ex-Team sowohl die Meisterschaft als auch den Pokal weg. Zudem wurde er Fußballer des Jahres in den Niederlanden.

Danach beendete Cruyff endgültig seine Karriere. Nur ein Jahr später war er dann als Trainer aktiv und das bei – wie sollte es auch anders sein – Ajax Amsterdam. Spätestens nach dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1987 und dem damit ersten internationalen Triumph seit 14 Jahren hatten ihm die Fans verziehen.

29. Manuel Neuer (Schalke zu Bayern) – Er wollte endlich Titel holen

Manuel Neuer (From Schalke to Bayern) – Schalke was not good enough anymore.
Manuel Neuer (From Schalke to Bayern) – Schalke was not good enough anymore. Photo: Getty Images
Dass Manuel Neuer wegen seines Wechsels nach München eine schwere Zeit hatte, ist schon fast vergessen.

Denn der deutsche Nationaltorhüter ist beim FC Bayern nicht mehr weg zu denken und gehört zum festen Inventar. Neuer stand allerdings in seiner Jugend für den FC Schalke im Tor und spielte fünf Jahre in der Bundesliga für die Blauweißen, bevor er zum deutschen Rekordmeister wechselte.

Als Stimmen über seinen Transfers laut wurden, hatte der Torwart mit Verräter-Vorwürfen und Anfeindungen der Schalker Anhänger zu kämpfen. Kurioserweise wollten auch die Bayern-Fans Neuer zuerst nicht haben und hielten im Pokalspiel der beiden Kontrahenten Plakate mit „Koan Neuer“ hoch.

Selbst im FCB-Trikot wurde Neuer noch attackiert. Das hat sich mittlerweile gelegt. In Gelsenkirchen ist er hingegen immer noch ungerne gesehen und wird gnadenlos ausgepfiffen. Westfalen vergessen selten und schon gar nicht schnell.

28. Ashley Cole (Arsenal zu Chelsea) – Wechselposse vom Feinsten

Ashley Cole (Arsenal zu Chelsea) – Wechselposse vom Feinsten. Foto: Getty Images
Ashley Cole (Arsenal zu Chelsea) – Wechselposse vom Feinsten. Foto: Getty Images
Seinen Spitzname „Cashley Cole“ hat er dem Wechsel von Arsenal zum Londoner Lokalrivalen Chelsea zu verdanken.

Ashley Cole spielte schon in seiner Jugend für den FC Arsenal, bevor er dort 1999 seinen ersten Profivertrag unterschrieb. Bei den Gunners spielte Cole sieben Jahre, kam 156 Mal zum Einsatz und entwickelte sich zum englischen Nationalspieler. Danach jedoch folgte sein umstrittener Wechsel zu Chelsea. Der Außenverteidiger hatte angeblich schon Kontakt zum Rivalen, ohne Arsenal darüber informiert zu haben.

Dies sorgte nicht nur für reichlich Zündstoff inklusive einem verbalen Schlagabtausch in der englischen Klatschpresse, sondern auch für eine saftige Geldstrafe. Die Transferverhandlungen liefen außerdem recht schwierig aufgrund der ausstehenden Ablösesumme.

Damit es schließlich zu einem Wechsel kam, einigten sich die beiden Clubs auf ca. 7,4 Millionen Euro plus Blues-Spieler William Gallas als Kompensation. Dass Cole nur den Verein nicht die Stadt wechselte und dann auch noch des Gehalts wegen, machte viele Fans in England wütend. Bei Chelsea spielte „Cashley“ anschließend acht Jahre. Heute kickt Cole in Amerika bei den Los Angeles Galaxy, zu Arsenal konnte er nicht zurück.

27. Andreas Möller (Dortmund zu Schalke) – Heulsuse mit dickem Fell

Andreas Möller (Dortmund zu Schalke) – Heulsuse mit dickem Fell. Foto: Getty Images
Andreas Möller (Dortmund zu Schalke) – Heulsuse mit dickem Fell. Foto: Getty Images
Andreas Möller schafft es tatsächlich in unsere Top 22 der internationalen Verräter.

Als Fußballer hat er so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Als Trainer  und Manager hielten sich seine Erfolge in engen Grenzen.

Nach sechs Jahren (1994 – 2000) und 153 Spielen bei Borussia Dortmund, wechselte Möller zum Erzrivalen Schalke 04. Eigentlich ein absolutes No-Go, doch der Mittelfeldregisseur wollte einen Neustart. Obwohl er zuvor beteuerte im Herzen ein Borusse zu sein, so richtig glauben konnte das nach diesem Wechseln niemand mehr. Die BVB-Fans beschimpften ihn als Judas. Und auch die Schalker Anhänger waren nicht begeistert, hatte Möller ihnen doch einst den Mittelfinger gezeigt.

Beim ersten Heimspiel wurde er ausgepfiffen und es waren Transparente mit „Möller verpiss dich“ und „Zecke Möller, willkommen in der weiß-blauen Hölle“ zu sehen. Nach drei erfolgreichen Jahren bei den Königsblauen mit zwei Titeln im DFB-Pokal verließ Möller die Gelsenkirchener wieder. Durchaus geachtet.

26. Andrea Pirlo (Inter Mailand, AC Mailand, Juventus Turin) – Maestro ohne Vereinsloyalität

Andrea Pirlo (Inter Mailand, AC Mailand, Juventus Turin) – italienischer Maestro mit 3 Leben. Foto: Getty Images
Zu den traditionsreichsten und erfolgreichsten Vereinen in Italien gehören Inter Mailand, AC Mailand und Juventus Turin.

Allein deswegen besteht zwischen diesen eine große Abneigung. Zwischen den Mailänder Clubs kommt noch die lokale Fehde dazu. Für alle drei spielte der italienische Nationalspieler Andrea Pirlo. Zunächst kickte Pirlo von 1998 bis 2001 für Inter Mailand, den Verein, den er als Kind bewunderte. Nach einer Leihe und nur zwei Saisons verließ er den Verein für ca. 17,5 Millionen Euro und das ausgerechnet zum Ortsrivalen AC Mailand. Bei den Rossoneri erlebte Pirlo nicht nur seine längste sondern auch seine erfolgreichste Zeit.

In zehn Jahren und 284 Spielen für die Rot-Schwarzen gewann er zweimal die Meisterschaft sowie den italienischen Pokal und zweimal die Champions League. Danach wechselte der Weltmeister ablösefrei zum direkten Konkurrenten Juventus Turin. Nachdem er in der Saison 2010/11 etwas schwächelte, traute der AC dem 32-Jährigen nichts mehr zu.

Bei der Alten Dame fand Pirlo wieder in die Spur und wurde zum zentralen Spieler. Mit Juventus holte er vier Meisterschaftstitel in Folge. Anschließend ging er weiter in die Major League Soccer zum FC New York City. In Mailand ist der Architekt bei den Anhängern bis heute immer noch umstritten. Aufgrund seiner Auftritte im Nationaltrikot haben ihm die stolzen Mailänder aber fast alles verziehen.

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