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Die 30 größten “Verräter-Transfers” der neueren Fußballgeschichte

Die 30 größten Verräter-Transfers der neueren Fußball-Geschichte. Auf zum Erzfeind. Die Folgen waren gravierend. Meistens.

Zum “Erzfeind” zu wechseln, zu dem Verein, der der größte Gegner des Vereins ist, für den man jahrelang gespielt hat und von dessen Fans man geliebt wird, ist ein No-Go. In Deutschland – aber erst Recht in Spanien, Italien und England.

Und doch haben es in der Geschichte des Fußballs einige der Superstars getan. Die Reaktionen waren in der Regel heftig. Fliegende Schweineköpfe, Pfiffe, Beleidigungen oder Schmähgesänge über Jahre hinweg – die Liste der Fanreaktionen ist lang. Wir haben die heikelsten internationalen “Verräter-Transfers” zum Erzfeind herausgesucht und erzählen die Geschichten drumherum.  Aus Deutschland, England, Italien, Holland, Spanien, Frankreich und Schottland. Meist wechselten die Spieler dabei direkt zwischen den Stadtrivalen oder den sich hassenden Topteams. Manche legten aber auch eine Zwischenstation bei einem anderen Klub ein. Einige Top-Stars haben es dann wirklich geschafft, bei beiden oder sogar bei drei Vereinen respektiert zu werden, andere wiederum gelten bis heute als Persona non grata.

Das gilt dann besonders für die Spieler, die gleich mehrmals zwischen verfeindeten Klubs hin- und her wechselten. Wobei – das ist natürlich das gute Recht der Spieler. Denn es gibt ja sowas wie die freie Berufswahl und wem es an einem Ort oder bei einem Verein nicht mehr gefällt, der kann eben zum nächsten Klub wechseln.

Es wird halt emotional nicht ganz so kuschelig hinterher, wenn man zurückkommt. Zwei Bundesligaspieler sind im Ranking vertreten. Eine kürzlich verstorbene Legende auch. Und der Beau des Fußballs. Der musste sogar richtig in Deckung gehen. An die Spitze auf Platz 1 haben wir aber den Ex-Trainer des aktuell wohl besten Vereins der Welt gesetzt. Dass er das werden durfte, obwohl er als Spieler….Der kürzlich verstorbene Johan Cruyff gilt als das Aushängeschild des niederländischen Fußballes. Der Tod von Europas Fußballer des Jahrhunderts löste nicht nur in seiner Heimat, sondern auch international für große Bestürzung.

In seiner aktiven Zeit spielte er unter anderem beim FC Barcelona. Für große Aufregung sorgte allerdings sein Wechsel von Ajax Amsterdam zu Feyenoord Rotterdam. Bei Ajax spielte der ehemalige Stürmer nicht nur in seiner Jugend, sondern startete auch seine Profikarriere. Seine ersten neun Jahre verbrachte der Vize-Weltmeister von 1974 dort und absolvierte 239 Spiele, in denen er 190 Mal traf. Nachdem Cruyff einige Zeit bei anderen Vereinen im Ausland kickte, kehrte er 1981 wieder zu seinem Heimatclub zurück. In seinem ersten Jahr führte er Ajax sogar zum Meistertitel und gewann nur ein Jahr später das Double.

Danach allerdings wurde dem damals 36-Jährigen kein neuer Vertrag angeboten. Cruyff war dermaßen enttäuscht, dass er prompt zum Erzrivalen nach Rotterdam wechselte. Bei Feyenoord spielte der Niederländer nochmals eine herausragende Saison und schnappte seinem Ex-Team sowohl die Meisterschaft als auch den Pokal weg. Zudem wurde er Fußballer des Jahres in den Niederlanden.

Danach beendete Cruyff endgültig seine Karriere. Nur ein Jahr später war er dann als Trainer aktiv und das bei – wie sollte es auch anders sein – Ajax Amsterdam. Spätestens nach dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1987 und dem damit ersten internationalen Triumph seit 14 Jahren hatten ihm die Fans verziehen.Dass Manuel Neuer wegen seines Wechsels nach München eine schwere Zeit hatte, ist schon fast vergessen.

Denn der deutsche Nationaltorhüter ist beim FC Bayern nicht mehr weg zu denken und gehört zum festen Inventar. Neuer stand allerdings in seiner Jugend für den FC Schalke im Tor und spielte fünf Jahre in der Bundesliga für die Blauweißen, bevor er zum deutschen Rekordmeister wechselte.

Als Stimmen über seinen Transfers laut wurden, hatte der Torwart mit Verräter-Vorwürfen und Anfeindungen der Schalker Anhänger zu kämpfen. Kurioserweise wollten auch die Bayern-Fans Neuer zuerst nicht haben und hielten im Pokalspiel der beiden Kontrahenten Plakate mit „Koan Neuer“ hoch.

Selbst im FCB-Trikot wurde Neuer noch attackiert. Das hat sich mittlerweile gelegt. In Gelsenkirchen ist er hingegen immer noch ungerne gesehen und wird gnadenlos ausgepfiffen. Westfalen vergessen selten und schon gar nicht schnell.Seinen Spitzname „Cashley Cole“ hat er dem Wechsel von Arsenal zum Londoner Lokalrivalen Chelsea zu verdanken.

Ashley Cole spielte schon in seiner Jugend für den FC Arsenal, bevor er dort 1999 seinen ersten Profivertrag unterschrieb. Bei den Gunners spielte Cole sieben Jahre, kam 156 Mal zum Einsatz und entwickelte sich zum englischen Nationalspieler. Danach jedoch folgte sein umstrittener Wechsel zu Chelsea. Der Außenverteidiger hatte angeblich schon Kontakt zum Rivalen, ohne Arsenal darüber informiert zu haben.

Dies sorgte nicht nur für reichlich Zündstoff inklusive einem verbalen Schlagabtausch in der englischen Klatschpresse, sondern auch für eine saftige Geldstrafe. Die Transferverhandlungen liefen außerdem recht schwierig aufgrund der ausstehenden Ablösesumme.

Damit es schließlich zu einem Wechsel kam, einigten sich die beiden Clubs auf ca. 7,4 Millionen Euro plus Blues-Spieler William Gallas als Kompensation. Dass Cole nur den Verein nicht die Stadt wechselte und dann auch noch des Gehalts wegen, machte viele Fans in England wütend. Bei Chelsea spielte „Cashley“ anschließend acht Jahre. Heute kickt Cole in Amerika bei den Los Angeles Galaxy, zu Arsenal konnte er nicht zurück.Andreas Möller schafft es tatsächlich in unsere Top 22 der internationalen Verräter.

Als Fußballer hat er so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Als Trainer  und Manager hielten sich seine Erfolge in engen Grenzen.

Nach sechs Jahren (1994 – 2000) und 153 Spielen bei Borussia Dortmund, wechselte Möller zum Erzrivalen Schalke 04. Eigentlich ein absolutes No-Go, doch der Mittelfeldregisseur wollte einen Neustart. Obwohl er zuvor beteuerte im Herzen ein Borusse zu sein, so richtig glauben konnte das nach diesem Wechseln niemand mehr. Die BVB-Fans beschimpften ihn als Judas. Und auch die Schalker Anhänger waren nicht begeistert, hatte Möller ihnen doch einst den Mittelfinger gezeigt.

Beim ersten Heimspiel wurde er ausgepfiffen und es waren Transparente mit „Möller verpiss dich“ und „Zecke Möller, willkommen in der weiß-blauen Hölle“ zu sehen. Nach drei erfolgreichen Jahren bei den Königsblauen mit zwei Titeln im DFB-Pokal verließ Möller die Gelsenkirchener wieder. Durchaus geachtet.Zu den traditionsreichsten und erfolgreichsten Vereinen in Italien gehören Inter Mailand, AC Mailand und Juventus Turin.

Allein deswegen besteht zwischen diesen eine große Abneigung. Zwischen den Mailänder Clubs kommt noch die lokale Fehde dazu. Für alle drei spielte der italienische Nationalspieler Andrea Pirlo. Zunächst kickte Pirlo von 1998 bis 2001 für Inter Mailand, den Verein, den er als Kind bewunderte. Nach einer Leihe und nur zwei Saisons verließ er den Verein für ca. 17,5 Millionen Euro und das ausgerechnet zum Ortsrivalen AC Mailand. Bei den Rossoneri erlebte Pirlo nicht nur seine längste sondern auch seine erfolgreichste Zeit.

In zehn Jahren und 284 Spielen für die Rot-Schwarzen gewann er zweimal die Meisterschaft sowie den italienischen Pokal und zweimal die Champions League. Danach wechselte der Weltmeister ablösefrei zum direkten Konkurrenten Juventus Turin. Nachdem er in der Saison 2010/11 etwas schwächelte, traute der AC dem 32-Jährigen nichts mehr zu.

Bei der Alten Dame fand Pirlo wieder in die Spur und wurde zum zentralen Spieler. Mit Juventus holte er vier Meisterschaftstitel in Folge. Anschließend ging er weiter in die Major League Soccer zum FC New York City. In Mailand ist der Architekt bei den Anhängern bis heute immer noch umstritten. Aufgrund seiner Auftritte im Nationaltrikot haben ihm die stolzen Mailänder aber fast alles verziehen.
Luis Figo und der berüchtigte Schweinskopf: Eine Geschichte von der vermutlich jeder eingefleischte Fußball-Fan schon mal was gehört hat. Falls nicht sie hat mit einem „Verräter-Transfer“ zu tun. Hier kommt sie.

Der portugiesische Superstar begann seine Profikarriere in seiner Heimat bei Sporting Lissabon, bevor er 1995 zum FC Barcelona wechselte. Dort avancierte Figo nicht nur zum Kapitän des Teams, sondern zu einem der besten Spieler seiner Zeit. Nach fünf Jahren und fünf Titeln (2x Pokal, 2x Meisterschaft, 1x Europapokal der Pokalsieger) mit den Katalanen ging er für die damalige Rekordsumme von knapp 60 Millionen Euro ausgerechnet zum stärksten Ligakonkurrenten Real Madrid. Es kam, wie es kommen musste. Der spanische Classico, das Duell der beiden Erzrivalen, auswärts im Camp Nou stand an – mit Figo als neuem Real-Matadoren.

Kurz vor dem Ende der Partie führte Figo einen Eckball aus und wurde von den Barca-Fans mit Plastikflaschen, faulem Obst und dem Kopf eines Spanferkels beworfen. Das Spiel wurde daraufhin für zehn Minuten unterbrochen. Wie es am Ende ausging, daran kann sich kaum jemand erinnern. Doch der Schweinskopf bleibt im kollektiven Gedächtnis. Bei den Königlichen blieb der ehemalige portugiesische Nationalspieler ebenfalls fünf Jahre, ehe er nach Italien ging.

Dass die Barca-Fans Luis Figo immer noch nicht verziehen haben, zeigte sich 2015. Im Rahmen des Champions League Finals sollte der Portugiese bei einem Legendenspiel im Trikot der Blau-Grana auflaufen. Die Katalanen protestierten bei der UEFA und so blieb Figo draußen.Ein ehemaliger englischer Nationalspieler musste sich jahrelang „Judas-Rufe“ und andere schwere Beleidigungen anhören. Denn auch Sol Campbell machte sich mit seinem Wechsel innerhalb Londons wenige Freunde.

1992 startete der Innenverteidiger bei den Tottenham Hotspurs. Dort wurde der kantige Innenverteidiger in neun Jahren zur absoluten Identifikationsfigur. Campbell führte sein Team 1999 als Kapitän sogar zum Sieg im Ligapokal. Weitere Erfolge blieben jedoch aus, sodass Campbell 2001 eine neue Herausforderung suchte.

Dass er aber ausgerechnet zum Lokalrivalen Arsenal ging und das auch noch ablösefrei, goutierten die Tottenham-Fans weniger. Zumal er zuvor auch noch den bis dato bestdotierten Vertrag in der Geschichte von Tottenham ablehnte.

Noch Jahre später wurde Campbell bei jedem Derby von den nachtragenden Tottenham-Fans angegriffen. Doch ihm war es egal. Beim FC Arsenal kam der Innenverteidiger gut zurecht und gewann zwei Mal die englische Meisterschaft sowie drei Mal den englischen Pokal. Nach seiner sportlichen Karriere wollte Campbell zuletzt in die Politik und Bürgermeister von London werden. Woraufhin einige Tottenham-Anhänger direkt mit einem Boykott drohten. Ganz schon nachtragend diese Engländer.Dass es auch anders geht zeigt Robert Lewandowski. Auch Lewy war ein Superstar beim BVB. Doch er setzte sich beim FC Bayern durch und reifte zum absoluten Weltklassemann.

Und steht vielleicht jetzt vor dem Sprung zu einem Verein wie Real Madrid. Wenn die nicht lieber den Sturmkollegen vom BVB verpflichten wollen! Die Transfers von Lewandowski und Götze gehören in die Kategorie der Bayern-Transfers, mit denen nicht nur Lücken im eigenen Team gestopft und Schwächen beseitigt werden sollten, sondern auch gezielt der größte Rivale geschwächt werden sollte.

Das Schema ist bekannt seit den 70er Jahren, als ein gewisser Karl del Haye von Gladbach nach München wechselte. Das Bittere für die Schwarz-Gelben beim Lewy-Transfer war nur. Er ging ablösefrei.

Der Abschied verlief übrigens im Gegensatz zu Götze deutlich harmonischer. Lewandowski versprach seinem Verein, bis zum Schluss alles zu geben und kommunizierte den Wechsel sauber. Er hielt sein Versprechen. Trotzdem war es für den BVB ein herber Verlust.   In seinen zwei Jahren bei den Münchnern schoss Lewandowski 47 Tore in 63 Spielen.Einen Wechsel zum Stadtrivalen und dann auch noch in Manchester trauen sich nicht viele Profis. Carlos Tevez wagte es im Jahr 2009 und brachte damit viele Fußballfans zum Staunen.

Der Argentinier kam 2007 für zwei Jahre zu Manchester United. In dieser Zeit gewann Tevez zwei Mal die Meisterschaft, einmal den englischen Liga-Pokal und sogar die Champions League. Aufgrund gescheiterter Vertragsverhandlungen verließ der Stürmer die Red Devils im Jahr 2009 und ging zum Stadtrivalen Manchester City.

Bei den Citizens avancierte Tevez zu einem der wichtigsten Spieler und verhalf der Mannschaft zum Gewinn der Premier League 2012 sowie des englischen Pokals 2011.

In seinen vier Jahren beim “Scheichklub” wurde Tevez in den Derbys im United-Stadion Old Trafford bei jeder Ballberührung von den ManU Fans ausgebuht.Er traute sich richtig was: Ronaldo. Der ehemalige brasilianische Nationalspieler kickte nicht nur einmal für zwei verfeindete Teams, sondern gleich zweimal! In Spanien spielte er für den FC Barcelona und Real Madrid und in Italien für Inter Mailand und AC Mailand.

Ronaldo kam 1996 als einer der begehrtesten Stürmer der Welt zum FC Barcelona. Bei den Katalanen blieb er zwar nur ein Jahr, war aber äußerst erfolgreich: Torschützenkönig in der Primera Division, Weltfußballer des Jahres, Pokalsieger und Gewinner des Europapokals der Pokalsieger. Daraufhin folgte sein Wechsel für 28 Millionen Euro zu Inter Mailand. Dort waren die Erwartungen groß, doch nach einer guten ersten Saison hatte er mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. So kam es, dass in seinen fünf Jahren bei Inter die Nerazzurri keinen einzigen Titeln holen konnten.

Nach seinem Weltmeistertitel 2002 wechselte Ronaldo dann für satte 45 Millionen Euro zurück nach Spanien, ausgerechnet zu Real Madrid. Bei den Königlichen verbrachte er seine längste und erfolgreichste Zeit. 83 Tore in 127 Spielen und der zweimalige Gewinn der spanischen Meisterschaft sowie des Supercups und des Superpokals stehen auf der Habenseite. Ab 2006 stand der Brasilianer dann aber zunehmend auf dem Abstellgleis und der Stürmer entschloss sich zu einem Wechsel zurück nach Mailand, diesmal allerdings zum Lokalrivalen AC. Nach zwei Jahren und weiteren Verletzungen kehrte er den Rossoneri den Rücken.

In Spanien war der Zorn der Anhänger nur geringfügig zu spüren, in Italien dafür umso mehr. „Undankbarer“ oder „Verräter“ stand auf den Plakaten im Derby. Sogar Inter Mailands Präsident erklärte öffentlich seine Enttäuschung über Ronaldo.
Die Rede ist von Mario Götze. Und der Wechsel sorgt bis heute für jede Menge Gesprächsstoff: Super-Mario ging 2013 von Borussia Dortmund zum größten Rivalen in der Liga, dem FC Bayern München.

Pep Guardiola wollte ihn unbedingt haben (oder wurde er ihm von Matthias Sammer und den anderen Bayern-Granden vor die Nase gesetzt?). Mit einer Ablösesumme von 37 Millionen Euro brachte der spätere WM-Held Götze alle BVB-Fans gegen sich auf.

Nach Bekanntgabe des Transfers verlor Dortmund dann ausgerechnet gegen den deutschen Rekordmeister im Champions-League-Finale 2013, was weiteres Öl ins Feuer goss.

Götze war beim BVB sehr erfolgreich, bei den Bayern eher nicht. Beim BVB gewann er zwei Meisterschaft und gehörte zu den wichtigsten Spielern im Team der Schwarz-Gelben. Bei den Bayern war er eher Ersatz- als Stammspieler. Also ging es im Sommer 2016 wieder zurück zum BVB. Bisher mit eher mäßigen Erfolg. Ein Bayern-Wechsel kann halt auch mal die Karriere beschädigen.Der deutsche Rekordnationalspieler und Weltmeister Lothar Matthäus war zu Beginn seiner Karriere kein Großer.

Zumindest war er kein Star in den diversen Jugendmannschaften und ganz oben auf den Zetteln der Talente-Einkäufer war er in den 80er Jahren auch nicht. Wenn Jupp Henyckes ihn dann zu Beginn seiner Karriere nicht entdeckt und zu BMG geholt hätte – was weiß, was aus dem mittelfränkischen Fußball-Philosophen geworden wäre? 162 Einsätze absolvierte er dann für Borussia Mönchengladbach absolviert, doch nach fünf Jahren bei den Fohlen wechselte er 1984 zum FC Bayern München.

Ausgerechnet in seinem letzten Spiel standen sich im DFB-Pokalfinale genau die beiden Rivalen Gladbach und Bayern gegenüber. Da die Fans schon über den kommenden Transfer Bescheid wussten, wurde Lothar derbe beschimpft und ausgebuht.

Natürlich kam es dann auch noch zum entscheidenden Elfmeterschießen, bei dem Matthäus, eigentlich ein sicherer Schütze, als erstes antrat. Total verunsichert schoss der Mittelfeldspieler weit übers Tor und Mönchengladbach verlor das Spiel. Für die Fans ist Lothar seitdem der Sündenbock.Lange Zeit musste Arsenal damit klar kommen, dass gute Spieler zu größeren Vereinen wechselten. Doch der Fall Robin van Persie brachte viele Fans zur Weißglut.

2001 startete der niederländische Nationalspieler bei Feyenoord Rotterdam seine Karriere. Nur drei Jahre später ging der Stürmer nach England zum FC Arsenal. In 194 Einsätzen schoss van Persie 96 Tore.

2007 allerdings brach er sich aufgrund eines übertriebenen Torjubels den Mittelfuß und musste danach lange Zeit mit Verletzungen kämpfen. Arsenal hielt seinem Stürmer die Treue.

In seiner ersten verletzungsfreien Saison 2012 wurde er dann Torschützenkönig der Premier League und war zusätzlich Mannschaftskapitän. Anschließend wechselte aber van Persie direkt weiter und zwar zum Ligarivalen Manchester United. Bei den Red Devils wurde er erneut Torschützenkönig und verhalf so dem Verein zur Meisterschaft. Nach drei Jahren und 86 Einsätzen verließ der Niederländer United. Bei den Fans von Arsenal ist sein Name heute noch mit Antipathie verbunden. Mittlerweile spielt der Holländer in der Türkei bei Fener.Für Jens Jeremies war es eine besonders schwierige Situation. Der Defensiv-Allrounder wechselte nicht nur zwischen zwei Erzrivalen, sondern innerhalb der gleichen Stadt.

1995 kam der ehemalige deutsche Nationalspieler zum TSV 1860 München. Dort spielte er drei Jahre, bevor es ihn zum deutschen Rekordmeister Bayern München zog. Die Löwen-Anhänger betitelten Jeremies in den Derbys danach lautstark als „Judas“ und „Verräter“.

Ihm war es egal. Denn für die Bayern stand Jeremies 163 Mal auf dem Platz und konnte zahlreiche Erfolge feiern.

In seinen acht Jahren wurde er sechsmal deutscher Meister, viermal DFB-Pokalsieger sowie viermal Ligapokal-Sieger. 2006 beendete der Mittelfeldspieler seine aktive Karriere.Die deutsche Legende Bernd Schuster war in seiner aktiven Zeit ein Superstar in Spanien.

Nach seinem Bundesliga-Debüt beim 1.FC Köln, wechselte der Mittelfeldspieler 1980 zum FC Barcelona. Acht Jahre blieb Schuster bei den Katalanen. In dieser Zeit wurde er spanischer Meister sowie dreimaliger Pokalsieger.

Anschließend zog es Schuster ausgerechnet zum Erzrivalen Real Madrid. Zwei äußerst erfolgreiche Spielzeiten erlebte „der Blonde Engel“ bei den Königlichen, mit denen er spanischer Meister sowie Pokalsieger wurde.

Als ob der Wechsel nicht schon spezielle genug gewesen wäre, ging Schuster danach auch noch zum Stadtrivalen Atletico Madrid. Mit den Rojiblancos setzte er seine Titelsammlung fort und gewann zweimal den Pokal. Schuster ist nur einer von zwei Top-Spielern, die für alle drei Top-Vereine – Barca, Real und Atletico – gespielt haben.
Der schwedische Superstar spielte für viele Vereine in diversen Ländern. Von Malmö ging es zunächst über Ajax Amsterdam zu Juventus Turin.

Daraufhin zu Inter Mailand, dem FC Barcelona und dem AC Mailand. Bis zur Saison 2015/16 stand der Stürmer für Paris Saint Germain auf dem Platz.Bevor er dann nochmals das große Abenteuer wagte und zu ManU wechselte. Dort bildet er mit Jose Mourinho eine Allianz der Antipathie gegen den Kollegen Pep Guardiola, der den großen Stadtrivalen trainiert. Der Transfer, der für die meiste Aufmerksamkeit sorgte, war der zum AC Mailand.

Denn nur vier Jahr zuvor spielte Ibra beim Stadtrivalen Inter. Dort wurde er zwischen 2006 und 2009 dreimal italienischer Meister. Zudem verhalf der Stürmer seiner Mannschaft durch seine vielen Tore zu weiteren Titelgewinnen. 2008 galt er sogar als der bestbezahlte Fußballspieler der Welt. Nach einem Jahr beim FC Barcelona kehrte der schwedische Nationalspieler in die Serie A zurück.

Die Presse und die Inter-Fans waren ob des Transfers zum Stadtrivalen wenig begeistert. Und dieser sah sich den üblichen Verräter-Beschimpfungen ausgesetzt. Und Ibra setzte noch einen drauf, als er in seinem ersten Derby die Rossoneri zum Sieg schoss. Doch ihm war es letztlich egal. In seinem ersten Jahr holte Ibrahimovic den Meistertitel mit dem AC und im nächsten den Superpokal.Viel herum gekommen ist auch Emmanuel Adebayor. Geboren in Togo, spielte in Frankreich, England und Spanien. Am wohlsten hat sich der Stürmer aber in London gefühlt. Blöd nur, dass er es sich dort mit einem Teil der Stadt verscherzte.

Adebayor kam 2006 zum FC Arsenal. Bei den Gunners blieb er drei Jahre und bestritt 104 Partien. Aufgrund seiner starken Leistungen dort wurde er zu Afrikas Fußballer des Jahres gewählt.

Nach einer kurzen Liaison mit Manchester City und Real Madrid, wechselte Adebayor 2011 dann zu den Tottenham Hotspurs, dem Lokalrivalen seines ehemaligen Vereins Arsenal. In seinen 92 Einsätzen schoss er 35 Tore. Der Togolese provozierte die Gunners-Fans damit gleich mehrmals.

Zum einen posierte er, nachdem er für Manchester City gegen Arsenal getroffen hatte, plakativ vor den Ex-Anhängern. Der anschließende Transfer zum Erzfeind Tottenham brachte dann für einige Fans das Fass zum Überlaufen.Ein weiterer Spieler, der sich den Zorn der Arsenal-Fans zugezogen hat, ist Cesc Fabregas.

Der spanische Nationalspieler sorgte 2014 mit seinem Wechsel zum FC Chelsea für viel Aufregung und heizte die bestehende Feindschaft zwischen den Londoner Spitzenclubs weiter an. 2003 startete er seine Profikarriere beim FC Arsenal. Bei den Gunners absolvierte der Mittelfeldspieler in acht Jahren 212 Partien.

In dieser langen Zeit konnte Fabregas zwar nur zwei Titel einheimsen (englischer Pokal, Superpokal), dennoch entwickelte er sich dort zum Publikumsliebling und Kapitän der Mannschaft. Einer seiner damaligen Tweets: „Einmal Gunner, immer Gunner.“ 2011 kehrte er zu seinem Jugendverein FC Barcelona zurück, wo er in kurzer Zeit mehr als doppelt so viele Titel gewann. Doch richtig durchsetzen konnte sich Fabregas in drei Jahren bei seinem Lieblingsklub nicht.

Arsenal liebäugelte mit einer Rückholaktion, doch stattdessen ging er zu Chelsea. Ein Stich ins Herz der Gunners. Seither wird der Mittelfeldmann in jedem Derby beleidigt und ausgepfiffen. Fabregas hält sich aber mit seinen Aktionen gegen den Ex-Verein auch nicht zurück. So klopfte er sich bei einem Derby zuletzt mehrmals aufs Chelsea-Logo.Wer die Seiten am Rhein tauscht, hat meist nicht viel zu lachen. Legendär ist die Feindschaft von Gladbach und Köln. Dennoch wagten einige Spieler den Wechsel zum “verhassten” Rivalen. Einer davon ist Uwe Rahn.

Der ehemalige Mittelfeldspieler begann seine Bundesligakarriere bei Borussia Mönchengladbach 1980.

Nach 227 Spielen und acht Jahren bei den Fohlen, in denen er sich zum Leistungsträger und Nationalspieler entwickelte, war dann allerdings Schluss. Nach einer schwachen Saison tat Rahn es wirklich, er wechselte zum rheinischen Reviernachbarn.

Allerdings wollte es bei den Geißböcken nicht so recht klappen mit den guten Vorstellungen und so hielt er es dort nur eineinhalb Jahre aus, ehe er weiter zog. Unter anderem zur Hertha nach Berlin. Da war dann schnell Schluss mit Nationalmannschaftskarriere.Den Weg andersherum wählte William Gallas. Der ehemalige Nationalspieler Frankreichs ging 2001 zum FC Chelsea. In seinen fünf Spielzeiten dort, stand er 159 Mal auf dem Platz und war trotz starker Konkurrenz Stammspieler des Vereins.

Die Blues entwickelten sich mit der Zeit mehr und mehr zu einer Top-Mannschaft und feierten 2005 wieder die Meisterschaft. Diesen Triumph konnten sie sogar im folgenden Jahr wiederholen.

2006 wollte Gallas dann wechseln, womit der damalige Trainer Jose Mourinho gar nicht einverstanden war. Angeblich drohte der französische Spieler sogar damit, Eigentore zu schießen, um seine Freigabe zu bekommen. Er bekam sie schließlich und ging im Tausch mit Ashley Cole direkt zum Stadtrivalen Arsenal.Bei den Gunners setzte er seine starken Leistungen fort und wurde im darauffolgenden Jahr sogar zum Mannschaftskapitän ernannt.

Nach hitzigen Diskussionen innerhalb des Vereins wechselte der Abwehrspieler dann zu einem weiteren Stadtkonkurrenten, den Tottenham Hotspurs. Gallas war damit der erste Profi, der bei allen drei Vereinen der englischen Hauptstadt unter Vertrag stand. Beliebt hat ihn das in London nicht überall gemacht.
In den 1950er-Jahren war die Rivalität zwischen Gladbach und Köln noch nicht sonderlich ausgeprägt. Wer das änderte, war Hennes Weisweiler.

Denn der FC war damals die klare Nummer eins am Rhein. Weisweiler war Kölner Urgestein – sowohl als Spieler als auch als Trainer, doch nach Ärger mit dem Präsidenten verließ er den Klub.

1964 heuerte er bei Borussia Mönchengladbach an und stieg mit dem Verein nicht nur in die Bundesliga auf, sondern machte aus den Fohlen eine Spitzenmannschaft. Besonders vor den Duellen mit den rheinischen Nachbarn stichelte der Trainer immer wieder ordentlich und heizte die Stimmung an. Die Folge – die Kölner avancierten zur Hennes-Zeit zum Lieblingsgegner der Gladbacher, die die meisten Derbys gewannen.

Ein Höhepunkt war wohl der DFB-Pokaltriumph von Gladbach über Köln 1973  mit dem legendären Tor von Günter Netzer in seinem letzten Spiel für Gladbach. Zusätzlich Öl in das Feuer goß Weisweiler dann wiederum,  als er 1976 nach einem kurzen Intermezzo bei Barcelona zum FC zurückkehrte und direkt die Meisterschaft holte. Ausgerechnet im Zweikampf mit Gladbach. Denen half der Rekordsieg gegen den BVB im letzten Spiel nichts mehr. Heute wird Weisweiler von beiden Fanlagern geachtet und verehrt.Er war eines der größten spanischen Talente und ein Weltklasse-Stürmer während seiner Zeit beim FC Liverpool: Fernando Torres. Der Nationalspieler kam 2007 von Atletico Madrid in die Premier League zu den Reds.

In 102 Einsätzen schoss der Stürmer unglaubliche 65 Tore. Allerdings konnte er mit Liverpool in seinen vier Jahren keinen einzigen Titel feiern. Das war der Grund für den Transfer von Torres zum FC Chelsea. Immerhin bekam Liverpool die Rekordablösesumme von knapp 60 Millionen Euro. Die vereinstreuen Fans beruhigte das hingegen nicht. Bereits am gleichen Tag verbrannten sie ihre Trikots des “Verräters”.

Torres sagte damals “Es ist mein Traum, die Champions League zu gewinnen und ich bin sicher, dass ich das mit Chelsea kann. In London konnte er allerdings nie an seine starken Leistungen anknüpfen und enttäuschte die Blues-Fans, die sich irgendwann auch gegen den Spaniern richteten.

Trotzdem konnte der Verein einige Erfolge verbuchen: den Gewinn des Meistertitels, des Pokals, der Champions- und Europa League.  Doch der Anteil von Torres war daran eher bescheiden. Bei Atletico Madrid blühte Torres wieder auf.Stürmer Kenny Miller ist Schotte durch und durch. Der ehemalige Nationalspieler kam im Jahr 2000 zu den Glasgow Rangers.

Dort blieb der Stürmer allerdings nur eine Saison, ehe er nach England zu den Wolverhamption Wandereres weiter zog. Im Jahre 2006 wechselte Miller dann ausgerechnet zu Celtic Glasgow, dem Lokalrivalen und Erzfeind seines ehemaligen Vereins.

Dieser Transfer wurde von beiden Fanlagern heiß diskutiert. Bei Celtic blieb Miller ebenfalls nur eine Spielzeit, holte aber den schottischen Meistertitel sowie den Pokalsieg.

Das Kuriose: nur zwei Jahre später zog es ihn erneut zu den Glasgow Rangers. Dort schoss Miller das entscheidende Tor zum Gewinn des Ligapokals 2010. Der Stürmer ist erst der zweiten Spieler überhaupt, der von den Rangers zu Celtic und wieder zurück ging.An Gott kommt keiner vorbei – das Stand auf einem Plakat im Pott. In den 60er Jahren war das. Ein unbekannter Fan schrieb darunter: Außer Stan Libuda…

Reinhard “Stan” Libuda ist noch heute eine Legende im Ruhrpott, eine Art deutscher Garrincha. Und das sowohl bei Schalke 04 als auch bei Borussia Dortmund: Der Spitzname Stan kommt übrigens von Sir Stanley Mathews, dem englischen Superrechtsaußen. Der ehemalige Nationalspieler spielte für beide Vereine – Schalke 04 und den BVB. Seine Karriere begann der Rechtsaußen in der Jugend von Gelsenkirchen, ehe er 1961 in den Profikader aufstieg und zum Schalker Publikumsliebling avancierte.

1965 wechselte Libuda dann zum Erzrivalen nach Dortmund. Dort schoss er mit der berühmtesten Bogenlampe Deutschlands den BVB 1966 zum Europapokal der Pokalsieger.

Zwei Jahre später ging er wieder zurück zu seinem Herzensverein Schalke 04 und führte die Knappen als Kapitän 1972 zum DFB-Pokalsieg. Libuda ist der einzige Spieler der zwischen den rivalisierenden Klubs hin- und herwechselte und beide Fangruppen lieben ihn trotzdem. Dafür haben sie auch allen Grund.Der ehemalige deutschen Nationaltorwart Jens Lehmann startete seine Karriere bei FC Schalke 04.In zehn Jahren bei den Knappen stieg er unter anderem in die Bundesliga auf und holte den UEFA-Pokal.

Unvergessen ist Lehmanns Kopfballtor im Derby gegen Dortmund. Das erste Torwarttor, das jemals aus dem Spiel heraus erzielt wurde. 1998 wechselte der Keeper zum AC Mailand. Dort allerdings verlor er seine Stammposition und ging noch in der Winterpause ausgerechnet zum BVB. Trotz des Umwegs über den italienischen Klub waren die Königsblauen-Anhänger stinksauer auf Lehmann.

Allerdings wurde er nicht nur von diesen als Verräter beschimpft sondern auch von den Dortmunder Fans.

Als er dann sein erstes Spiel im Trikot von Borussia Dortmund vor Schalker Kulisse absolvieren musste, wurde er das ganze Spiel über ausgepfiffen. Spätestens seit der Meisterschaft mit dem BVB 2002 war Lehmann bei den Schwarz-Gelben zumindest akzeptiert.
Was viele nicht wissen ist, dass der viermalige Afrikanische Fußballer des Jahres Samuel Eto’o seine internationale Profikarriere 1998 bei Real Madrid begann.

Dort kam er allerdings in zwei Saisons nur drei Mal zum Einsatz, da seine damaligen Trainer ihm nie richtig vertrauten. Daraufhin wechselte er für fünf Jahre zum spanischen Zweitliga-Verein RCD Mallorca. Doch erst danach beim Erzrivalen der Königlichen begann die steile Karriere des ehemaligen kamerunischen Nationalspielers.

2004 bezahlte der FC Barcelona 27 Millionen Euro für Eto’o. Dort entwickelte sich der Mittelstürmer zu einem der besten Stürmer Europas. In 144 Spielen erzielte er 107 Treffer und gehörte damit zu einem der erfolgreichsten Torschützen in der Geschichte der Katalanen. In fünf Jahren gewann der Kameruner praktisch alles, was es zu gewinnen gab, darunter drei Mal die spanische Meisterschaft, zwei Mal die Champions League, den spanischen Pokal sowie den Superpokal.

Freunde machte er sich mit seinem Wechsel bei Real Madrid nicht überall. Auch weil er bei der Meisterfeier 2005 gegen seinen Ex-Club nachtrat. Er sang öffentlich: „Madrid, du Arschloch, huldige dem Meister!“. Eto’o bekam zwar eine Geldstrafe und entschuldigte sich auch, in Madrid mögen sie ihn aber bis heute nicht besonders.Etwas glückloser als Eto’o war der ehemalige rumänische National- und Ausnahmespieler Gheorghe Hagi. Er stand zwar auch für die spanischen Erzrivalen, Real Madrid und den FC Barcelona auf dem Platz, gewann allerdings nie einen Titel mit ihnen.

Hagi begann seine verheißungsvolle Karriere 1978 beim FC Constanta in seiner Heimat. Bei den beiden darauffolgenden Vereinen in Rumänien überzeugte der Mittelfeldspieler so sehr, dass er die Freigabe für einen Wechsel ins Ausland bekam.

Allerdings konnte sich der Ballzauberer nie bei den großen europäischen Klubs durchsetzen. Ab 1990 spielte Hagi zwei Jahre für Real Madrid. Nach einem kurzen Engagement in Italien, bei dem er wieder brillierte, wurde 1994 der FC Barcelona auf den Ballzauberer aufmerksam und verpflichtete ihn.

Nach zwei weiteren erfolglosen Jahren in der Primera Division, ging Hagi zu Galatasaray Istanbul. Wirklich böse nahmen ihm die Fans den Wechsel allerdings nicht. Denn einerseits war die Feindschaft damals noch nicht so ausgeprägt. Andererseits machte Hagi auch mehr mit der ungewöhnlichen Aussprache seines Namens als mit Leistungen bei Madrid auf sich aufmerksam.Er war einer der erfolgreichsten Trainer in Deutschland überhaupt.

Udo Lattek erfreute sich bei vielen Vereinen großer Beliebtheit, dennoch gehört auch er in unsere Liste. Denn er wechselte gleich mehrmals zwischen rivalisierenden Vereinen hin und her.

Lattek trainierte zweimal den FC Bayern München und Borussia Dortmund einmal Borussia Mönchengladbach sowie Schalke 04 und war zudem Sportdirektor beim 1. FC Köln.

Doch während andere Profis als Verräter degradiert wurden, waren ihm die Fans aufgrund seiner Verdienste nie lange böse und auch nicht nachtragend. Gut gemacht.Clarence Seedorf ist einer der erfolgreichsten niederländischen Profis im internationalen Fußball. Seine Karriere startete 1992 bei Ajax Amsterdam. Über die Stationen Genua und Real Madrid kam er 2000 zu Inter Mailand.

Für 24,5 Millionen Euro holten ihn die Italiener, doch Titel konnte er mit den Schwarz-Blauen nicht holen.

Seedorf fand sich nicht wirklich zurecht in der Mannschaft und ging nach zwei Spielzeiten im Tausch für Francesco Coco. Sein neues Team war der Stadtrivale AC Mailand, wo er schlagartig besser wurde und eine zentrale Rolle im Mittelfeld der Rossoneri spielte.

Im ersten Jahr gewann der AC gleich mal die Champions League, in den anschließenden Jahren zudem noch die Meisterschaft, den Pokal und erneut die Champions League. Zehn Saisons mit über 400 Spielen machten Seedorf zu einer Superstar bei Milan. Beim Rivalen Inter ist sein Name hingegen nicht gerne gehört.Der Ex-Trainer des FC Barcelona Luis Enrique war auch in seiner aktiven Karriere bei Barcelona unter Vertrag und genießt bei den Katalanen sogar Legendenstatus.

Doch wer hätte gewusst, dass der ehemalige spanische Nationalspieler Jahre zuvor für den Erzrivalen Real Madrid auf dem Platz stand? Nach zwei Jahren bei Sporting Gijon wechselte Enrique 1991 ablösefrei zu den Königlichen. In fünf Jahren entwickelte er sich bei Real zum spanischen Nationalspieler, doch immer gesetzt war er nicht.

Als 1996 sein Vertrag nicht verlängert wurde, ging Enrique zum Ligakonkurrenten nach Barcelona. Nicht nur die Fans in Madrid gingen auf die Barrikaden, auch bei den Anhängern der Blau-Grana herrschte große Skepsis.

Luis Enrique avancierte aber schnell nicht nur zum Publikumsliebling, sondern auch zum Mannschaftskapitän. 259 Mal kam Enrique zum Einsatz und schoss 98 Tore. Nach acht erfolgreichen Jahren und etlichen Titelgewinnen (2 x Meister, 2 x Pokalsieger, 1 x Europapokal der Pokalsieger) beendete er 2004 bei Barca seine Laufbahn.


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