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Die 30 größten „Verräter-Transfers“ der neueren Fußballgeschichte


DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN TEXTEN

Verrätertransfer 25 – 21: Vom Ziel des Schweinekopfs bis zum Original

25. Luis Figo (FC Barcelona zu Real Madrid) – Ein Wechsel der alles veränderte

Luis Figo (FC Barcelona zu Real Madrid) – Ein Wechsel, der vieles veränderte. Foto: Getty Images
Luis Figo (FC Barcelona zu Real Madrid) – Ein Wechsel, der vieles veränderte. Foto: Getty Images

Luis Figo und der berüchtigte Schweinskopf: Eine Geschichte von der vermutlich jeder eingefleischte Fußball-Fan schon mal was gehört hat. Falls nicht sie hat mit einem „Verräter-Transfer“ zu tun. Hier kommt sie.

Der portugiesische Superstar begann seine Profikarriere in seiner Heimat bei Sporting Lissabon, bevor er 1995 zum FC Barcelona wechselte. Dort avancierte Figo nicht nur zum Kapitän des Teams, sondern zu einem der besten Spieler seiner Zeit. Nach fünf Jahren und fünf Titeln (2x Pokal, 2x Meisterschaft, 1x Europapokal der Pokalsieger) mit den Katalanen ging er für die damalige Rekordsumme von knapp 60 Millionen Euro ausgerechnet zum stärksten Ligakonkurrenten Real Madrid. Es kam, wie es kommen musste. Der spanische Classico, das Duell der beiden Erzrivalen, auswärts im Camp Nou stand an – mit Figo als neuem Real-Matadoren.

Kurz vor dem Ende der Partie führte Figo einen Eckball aus und wurde von den Barca-Fans mit Plastikflaschen, faulem Obst und dem Kopf eines Spanferkels beworfen. Das Spiel wurde daraufhin für zehn Minuten unterbrochen. Wie es am Ende ausging, daran kann sich kaum jemand erinnern. Doch der Schweinskopf bleibt im kollektiven Gedächtnis. Bei den Königlichen blieb der ehemalige portugiesische Nationalspieler ebenfalls fünf Jahre, ehe er nach Italien ging.

Dass die Barca-Fans Luis Figo immer noch nicht verziehen haben, zeigte sich 2015. Im Rahmen des Champions League Finals sollte der Portugiese bei einem Legendenspiel im Trikot der Blau-Grana auflaufen. Die Katalanen protestierten bei der UEFA und so blieb Figo draußen.

24. Sol Campbell (Tottenham zu Arsenal) – Engländer vergessen nicht

Sol Campbell (Tottenham zu Arsenal) – Engländer vergessen nicht. Foto: Getty Images
Sol Campbell (Tottenham zu Arsenal) – Engländer vergessen nicht. Foto: Getty Images
Ein ehemaliger englischer Nationalspieler musste sich jahrelang „Judas-Rufe“ und andere schwere Beleidigungen anhören. Denn auch Sol Campbell machte sich mit seinem Wechsel innerhalb Londons wenige Freunde.

1992 startete der Innenverteidiger bei den Tottenham Hotspurs. Dort wurde der kantige Innenverteidiger in neun Jahren zur absoluten Identifikationsfigur. Campbell führte sein Team 1999 als Kapitän sogar zum Sieg im Ligapokal. Weitere Erfolge blieben jedoch aus, sodass Campbell 2001 eine neue Herausforderung suchte.

Dass er aber ausgerechnet zum Lokalrivalen Arsenal ging und das auch noch ablösefrei, goutierten die Tottenham-Fans weniger. Zumal er zuvor auch noch den bis dato bestdotierten Vertrag in der Geschichte von Tottenham ablehnte.

Noch Jahre später wurde Campbell bei jedem Derby von den nachtragenden Tottenham-Fans angegriffen. Doch ihm war es egal. Beim FC Arsenal kam der Innenverteidiger gut zurecht und gewann zwei Mal die englische Meisterschaft sowie drei Mal den englischen Pokal. Nach seiner sportlichen Karriere wollte Campbell zuletzt in die Politik und Bürgermeister von London werden. Woraufhin einige Tottenham-Anhänger direkt mit einem Boykott drohten. Ganz schon nachtragend diese Engländer.

23. Robert Lewandowski (Dortmund zu Bayern) – Noch eine Schwächung des Rivalen

Robert Lewandowski (Dortmund zu Bayern) – die nächste Schwächung des Rivalen. Foto: Getty Images
Dass es auch anders geht zeigt Robert Lewandowski. Auch Lewy war ein Superstar beim BVB. Doch er setzte sich beim FC Bayern durch und reifte zum absoluten Weltklassemann.

Und steht vielleicht jetzt vor dem Sprung zu einem Verein wie Real Madrid. Wenn die nicht lieber den Sturmkollegen vom BVB verpflichten wollen! Die Transfers von Lewandowski und Götze gehören in die Kategorie der Bayern-Transfers, mit denen nicht nur Lücken im eigenen Team gestopft und Schwächen beseitigt werden sollten, sondern auch gezielt der größte Rivale geschwächt werden sollte.

Das Schema ist bekannt seit den 70er Jahren, als ein gewisser Karl del Haye von Gladbach nach München wechselte. Das Bittere für die Schwarz-Gelben beim Lewy-Transfer war nur. Er ging ablösefrei.

Der Abschied verlief übrigens im Gegensatz zu Götze deutlich harmonischer. Lewandowski versprach seinem Verein, bis zum Schluss alles zu geben und kommunizierte den Wechsel sauber. Er hielt sein Versprechen. Trotzdem war es für den BVB ein herber Verlust.   In seinen zwei Jahren bei den Münchnern schoss Lewandowski 47 Tore in 63 Spielen.

22. Carlos Tevez (Manchester United zu Manchester City) – Aus Trotz zum Rivalen

Carlos Tevez (Manchester United zu Manchester City) – Aus Trotz zum Rivalen. Foto: Getty Images
Einen Wechsel zum Stadtrivalen und dann auch noch in Manchester trauen sich nicht viele Profis. Carlos Tevez wagte es im Jahr 2009 und brachte damit viele Fußballfans zum Staunen.

Der Argentinier kam 2007 für zwei Jahre zu Manchester United. In dieser Zeit gewann Tevez zwei Mal die Meisterschaft, einmal den englischen Liga-Pokal und sogar die Champions League. Aufgrund gescheiterter Vertragsverhandlungen verließ der Stürmer die Red Devils im Jahr 2009 und ging zum Stadtrivalen Manchester City.

Bei den Citizens avancierte Tevez zu einem der wichtigsten Spieler und verhalf der Mannschaft zum Gewinn der Premier League 2012 sowie des englischen Pokals 2011.

In seinen vier Jahren beim “Scheichklub” wurde Tevez in den Derbys im United-Stadion Old Trafford bei jeder Ballberührung von den ManU Fans ausgebuht.

21. Ronaldo (Barcelona, Real Madrid, Inter Mailand, AC Mailand) – Das Phänomen auch bei den Vereinswechseln

Ronaldo (Barcelona, Real Madrid, Inter Mailand, AC Mailand) – Das Phänomen auch bei den Vereinswechseln. Getty Images
Ronaldo (Barcelona, Real Madrid, Inter Mailand, AC Mailand) – Das Phänomen auch bei den Vereinswechseln. Getty Images
Er traute sich richtig was: Ronaldo. Der ehemalige brasilianische Nationalspieler kickte nicht nur einmal für zwei verfeindete Teams, sondern gleich zweimal! In Spanien spielte er für den FC Barcelona und Real Madrid und in Italien für Inter Mailand und AC Mailand.

Ronaldo kam 1996 als einer der begehrtesten Stürmer der Welt zum FC Barcelona. Bei den Katalanen blieb er zwar nur ein Jahr, war aber äußerst erfolgreich: Torschützenkönig in der Primera Division, Weltfußballer des Jahres, Pokalsieger und Gewinner des Europapokals der Pokalsieger. Daraufhin folgte sein Wechsel für 28 Millionen Euro zu Inter Mailand. Dort waren die Erwartungen groß, doch nach einer guten ersten Saison hatte er mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. So kam es, dass in seinen fünf Jahren bei Inter die Nerazzurri keinen einzigen Titeln holen konnten.

Nach seinem Weltmeistertitel 2002 wechselte Ronaldo dann für satte 45 Millionen Euro zurück nach Spanien, ausgerechnet zu Real Madrid. Bei den Königlichen verbrachte er seine längste und erfolgreichste Zeit. 83 Tore in 127 Spielen und der zweimalige Gewinn der spanischen Meisterschaft sowie des Supercups und des Superpokals stehen auf der Habenseite. Ab 2006 stand der Brasilianer dann aber zunehmend auf dem Abstellgleis und der Stürmer entschloss sich zu einem Wechsel zurück nach Mailand, diesmal allerdings zum Lokalrivalen AC. Nach zwei Jahren und weiteren Verletzungen kehrte er den Rossoneri den Rücken.

In Spanien war der Zorn der Anhänger nur geringfügig zu spüren, in Italien dafür umso mehr. „Undankbarer“ oder „Verräter“ stand auf den Plakaten im Derby. Sogar Inter Mailands Präsident erklärte öffentlich seine Enttäuschung über Ronaldo.

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