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Der Rummelplatz der bösen Fußball-Buben


DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN TEXTEN

Straftäter 30 – Straftäter 26: Vom Zigaretten-Schmuggler bis zu den großen “Steuersündern”

Platz 30. Thomas Hajto

Der Ex-Bochumer beging eine eher sinnfreie Straftat. Foto: Getty Images

Ein eher dämliches „Verbrechen“ war die Straftat von Tomasz Hajto.

Der ehemalige polnische Nationalspieler war in der Bundesliga für Duisburg, Schalke und Nürnberg aktiv.

Besonders seine aggressive Spielweise brachte ihn immer wieder in den Fokus.

2002 machte Hajto allerdings anderweitig auf sich aufmerksam, als er von einem Bekannten über 100 Stangen geschmuggelte Zigaretten kaufte. Eine Dummheit, die ihm eine hohe Geldstrafe einbrachte.

Platz 29. Adrian Mutu

Mutu und das Kokain; Foto: Getty Images
Mutu und das Kokain; Foto: Getty Images

Das Talent von Adrian Mutu ist unbestritten, doch der Rumäne verbaute sich seine Karriere immer wieder selbst. Beim Topclub Chelsea war 2003 nach einer Sperre wegen Kokainkonsums Ende.

Aber das ist nicht das einzige Drogenvergehen von Mutu, denn auch 2010 beim AC Florenz geriet er dadurch in negative Schlagzeilen.

Zudem wurde er im gleichen Jahr wegen schwerer Körperverletzung angeklagt. In einem Restaurant geriet Mutu wegen einer Flasche Wein in Streit mit dem Kellner.

Der Rumäne wartete vor dem Lokal und verprügelte den Kellner anschließend.

Platz 28. Maurizio Gaudino

Gaudino nahm es mit dem Gesetz nicht so genau: Foto: Getty Images
Gaudino nahm es mit dem Gesetz nicht so genau: Foto: Getty Images
Auch ein ehemaliger deutscher Nationalspieler gerät mal auf die schiefe Bahn.

Maurizio Gaudino absolvierte fast 300 Bundesligaspiele für Mannheim, Stuttgart, Frankfurt und Bochum.

Mit dem VfB wurde er 1992 sogar Meister. Gaudinos Strafakte ist ebenfalls gut gefüllt.

Wegen Versicherungsbetrugs mit Autos erhielt der Mittelfeldregisseur 1994 eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und eine Geldstrafe.

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Platz 27: Diverse Spieler von Schalke 04, Arminia Bielefeld, Hertha BSC und anderen Vereinen

Der Bundesliga-Skandal erschütterte die Liga. (Photo by Christof Koepsel/Getty Images)
Der Bundesliga-Skandal erschütterte die Liga. (Photo by Christof Koepsel/Getty Images)

Der Bundesliga-Skandal von 1971 war bislang das schwärzeste Kapitel des deutschen Profifußballs. Einen Tag nach dem Abstieg der Offenbacher Kickers aus der Bundesliga lieferte OFC-Präsident Horst-Gregorio Canellas mit aufgezeichneten Telefonaten Beweise, dass in Bundesliga gegen Geld Spiele verschoben wurden.

Nach den Canellas-Enthüllungen reagierte der DFB in der Sommerpause zunächst mit Blitzurteilen gegen den OFC-Präsidenten und die Hertha-Spieler Tasso Wild, Bernd Patzke und Kölns Torwart Manfred Manglitz in der Hoffnung, die Sache möglichst schnell unter den Teppich zu kehren. Schließlich war der DFB voll mit der Vorbereitung der WM 1974 beschäftigt. Doch die Fußball-Funktionäre rechneten nicht mit dem Kampfgeist des temperamentvollen OFC-Präsidenten, der sich vom DFB ungerecht behandelt fühlte. Nach akribischer Detektivarbeit lieferte Canellas dem DFB immer neue Beweise, die anschließend eine Prozesslawine ins Rollen brachte, die sich über Jahre erstreckte. Nach monatelanger Skandal-Schlagzeilen im Herbst 1971 stand fest, dass außer Schalke sowie Bielefeld und Offenbach auch Hertha BSC Berlin, der MSV Duisburg, VfB Stuttgart, 1. FC Köln, Rot-Weiß Oberhausen und Eintracht Braunschweig in die Verschiebung von Spielen verwickelt waren. Die ersten Spieler, die zugaben absichtlich gegen Geld verloren zu haben, waren die Stuttgarter Spieler Hans Eisele, Hans Arnold und Hartmut Weiß. Die Vorgänge beim VfB erlebte der heutige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder damals als junger Funktionär in vorderster Front mit.

In Mammutprozessen verhängte der Verband gegen 53 Profis, die Trainer Egon Piechaczek (Bielefeld) und Günther Brocker (Oberhausen) Sperren und Geldstrafen, Offenbach und Bielefeld bekamen die Lizenz entzogen. Erst als Anwälte den DFB wegen seiner teilweise selbstgerechten Urteile vor zivile Gerichte zerrten, wich der Verband von seiner harten Linie ab, begnadigte zahlreiche “Sünder” oder erteilte ihnen zumindest die Freigabe für das Ausland und zog letztlich einen Schlussstrich.

Der Schlusspfiff in der Affäre ertönte allerdings erst Ende 1977 im Meineid-Prozess gegen Klaus Fichtel. Wie die meisten Schalker hatte auch der spätere Bundesliga-Rekordspieler über Jahre jegliche Beteiligung geleugnet und seine Unschuld vor einem Zivilgericht sogar unter Eid beschworen. Die Gegenbeweise jedoch machten aus den nur knapp an Gefängnisstrafen vorbeigekommenen Schalker vorübergehend den “FC Meineid 04”. Zum Zeitpunkt von Fichtels Verhandlung indes gehörten seine zuvor verurteilten Clubkollegen Klaus Fischer und Rolf Rüssmann schon zur deutschen Nationalmannschaft. Dass der Skandal völlig aufgeklärt ist, erscheint auch heute nicht nur wegen späterer Andeutungen des 1999 verstorbenen Canellas fraglich. Möglicherweise verhinderten auch Sorgen um die damals bevorstehenden Großereignisse Olympia 1972 in München sowie die 1974 in Deutschland ausgetragene Fußball-WM weitere Ermittlungserfolge. Dennoch fiel Kindermanns Fazit rückblickend positiv aus: “Bestechungsversuche sind eine Phase in der Entwicklung des bezahlten Fußballs. Damals bedeuteten sie zweifellos eine große Gefahr für den jungen Professionalismus. Das Überwinden des Skandals macht es unwahrscheinlich, dass es neue Manipulationen geben wird.”

26. Lionel Messi, Neymar, Anthony Yeboah, Diego Placente – Die Steuersünder

Auch er zahlt nicht gerne Steuern. (Photo by Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images)
Auch er zahlt nicht gerne Steuern. (Photo by Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images)
Gemeinsam mit seinem Vater hat Weltfußballer Lionel Messi das Finanzamt um rund 4,1 Millionen Euro betrogen. Die beiden wurden zu einer Haftstrafe von je 21 Monaten und einem Bußgeld in Höhe von zwei und 1,5 Millionen Euro verurteilt. Doch sie müssen nicht ins Gefängnis – die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Promibonus?

Neymar wurde in 2016 verurteilt, insgesamt 188 Millionen Real (ca. 46 Mio. Euro) an Steuern nachzuzahlen. Das entschied ein Verwaltungsgericht in Rio de Janeiro.

Die Steuerverwaltung stellte fest, dass drei Firmen Neymars in Brasilien, die primär von seinen Eltern verwaltet werden und sich um die Vermarktung des Spielers vom FC Barcelona kümmern, zwischen 2012 und 2014 eine Steuerschuld von 63,6 Millionen Reais (15,2 Mio. Euro) angehäuft hätten. Da in etwa der doppelte Wert als Strafe draufgeschlagen wird, sei wegen Steuerbetrugs eine Zahlung von 188 Millionen Real verfügt worden. Anthony Yeboah wurden für eine Vertragsverlängerung 2 Mio DM auf ein Auslandskonto überwiesen. Das Thema “Verdeckte Gehaltszahlungen im Fall Yeboah” zog sich bis Frühjahr 2001 hin.

Dann wurde Yeboah zu einer Strafe von 360.000 DM wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Der ehemalige Leverkusener Bundesligaprofi Diego Placente erhielt einen Strafbefehl über eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung – auch wegen Steuerhinterziehung. Die Staatsanwaltschaft hatte den Argentinier beschuldigt, Steuerzahlungen in Höhe von 2,1 Millionen Euro am Finanzamt vorbeigeschleust zu haben. Placente erhielt schließlich einen Strafbefehl in Höhe von 90.000 Euro.

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