Das sind die berühmtesten Fouls der WM-Geschichte


Die berühmtesten Fouls der WM-Geschichte waren brutal, fies, hinterhältig oder einfach nur dämlich. Und in der Regel nicht zielführend. Einige wurden begangen von den "Usual Suspects", andere von Spielern, denen man das so nicht zugetraut hätte. In Erinnerung blieben sie alle.

Vor allem der Kung Fu Tritt von Nigel de Jong im Finale der WM 2010, die Beisseinlage von Luis Suarez im Jahr 2014 und die Präferenzen von Signore Materazzi im Jahr 2006.

Vor allem die Vorliebe von Marco Materazzi  für die Schwester von Zinedine Zidane wurde legendär. Durch die Reaktion des Bruders der Schwester.

Bereits vor der WM 2006 stand fest, dass Zinedine Zidane nach dem Turnier seine Karriere beenden würde. Wie die französische Mannschaft startete auch er schwach in das Turnier. Nach zwei Unentschieden drohte im dritten Gruppenspiel, in dem der Spielmacher wegen einer Gelbsperre fehlte, das Vorrundenaus und damit ein sehr unspektakulärer Abgang des einstigen Weltklassespielers. Nachdem die Franzosen doch noch die Gruppe überstanden, fand Zidane im Achtelfinale gegen Spanien, wo ihm der Treffer zum 3:1-Endstand gelang, zur alten Klasse zurück. Im Viertelfinale führte der Spielmacher sein Team zum 1:0-Sieg gegen Brasilien, bei dem er das entscheidende Tor vorbereitete. Hier wurde er auch nach dem Spiel zum Player of the Match gewählt. Im Halbfinale gegen Portugal (1:0) traf Zidane selbst.

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Im Endspiel gegen Italien traf Zidane per Elfmeter zum frühen 1:0. In der 109. Minute seines letzten Spiels wurde Zidane nach einem Kopfstoß gegen Marco Materazzi mit der Roten Karte des Feldes verwiesen. Italien gewann die WM im Elfmeterschiesse, Frankreich wurde nur Zweiter.

Der Platzverweis von Zidane im WM-Finale war die 15. Rote Karte seiner Karriere. Auslöser waren Beschimpfungen von Gegenspieler Materazzi, die Materazzi anfangs bestritt, aber einige Tage später zugab. Der Gazetto dello Sport gegenüber sagte er, er habe Zidane nur kurz am Trikot festgehalten. Darauf habe ihn der Franzose herablassend gemustert und gesagt, wenn er wolle, könne er das Trikot nach dem Spiel haben. Materazzi habe daraufhin erwidert, Zidanes Schwester sei ihm lieber.

Im italienischen Fernsehen gab Materazzi am 18. August 2007 zu, er habe auf Zidanes Angebot, ihm sein Trikot zu geben, wörtlich erwidert: „Preferisco la puttana di tua sorella“ (zu deutsch etwa: „Ich bevorzuge deine Schwester, die Nutte“).

Aufgrund des Kopfstoßes wurde Zidane von der FIFA für drei Spiele gesperrt, zudem wurde ihm eine Geldstrafe in Höhe von 7500 Schweizer Franken auferlegt. Die Sperre war für den Franzosen jedoch unbedeutend, da er nach der Weltmeisterschaft 2006 ohnehin seine Karriere beendete. Stattdessen stellte er sich drei Tage lang für soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Auch Marco Materazzi, der mit seinen beleidigenden Worten Zidanes Tätlichkeit provoziert hatte, wurde bestraft.

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