Das sind die 15 schlimmsten Transfer-Flops des FC Barcelona


Pep Guardiola hat nicht nur Super-Transfers beim FC Barcelona organisiert.(Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)
Pep Guardiola hat nicht nur Super-Transfers beim FC Barcelona organisiert. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Erst wollte er sie, dann flogen sie. Die schlimmsten Transfer-Flops von Pep Guardiola waren in der Regel heftig, teuer, zum Teil richtig peinlich oder sogar eine absolute Katastrophe. Zwar hat der Maestro aus Katalonien insgesamt eine richtig gute Bilanz, wenn es um das Aufspüren von Talenten geht oder das Formen von absoluten Spitzenteams. Doch Fehler – macht er eben auch.

Katastrophal für alle Beteiligten war der Transfer von Ibra. Zlatan Ibrahimovic und Pep Guardiola – das ging gar nicht. Und wird auch nie wieder gehen. Aber immerhin hat der Ausrutscher von Zlatan in Barcelona seiner Karriere nicht so recht geschadet. Ganz anders sieht es da bei Aleksander Hleb aus.

Für ihn war nach dem Wechsel von Arsenal London zum FC Barcelona Schluss mit der großen internationalen Karriere. Bate Borisvov statt Barcelona, aber immerhin Champions League gab es mit den Weißrussen nochmals und einen Sieg gegen den FC Bayern in deren Tripple-Saison 2013.

Doch Flops gab es beim FC Barcelona nicht nur unter Pep Guardiola sondern auch schon vorher und danach. Und komischerweise hat ein Klub besonders von den Fehlentscheidungen in Katalonien profitiert. Arsenal London. Denn es gab einige Spieler, die sich als High Potential von Nordlondon aus aufmachten, um dann als Flop am Mittelmeer zu enden.

15. Henrique Adriano, 14. Juan Riquelme

Barca bedeutete für Henrique Adriano einen Karriereknick.
Barca bedeutete für Henrique Adriano einen Karriereknick. (Photo by Francesco Pecoraro/Getty Images)
Barcelona verpflichtete den “centre back” von Palmeiras in 2008 und gab ihm einen 5-Jahres Vertrag. Danach verliehen die Spanier ihn sofort weiter – nach Leverkusen.

Von dort wurde er flugs zu Racing Santander verliehen und in 2011 ging es zurück zu Palmeiras – on loan. Er spielte in keinem einzigen Pflichtspiel für Barcelona und in 2012 nahm ihn Palmeiras für einen Bruchteil der 8 Millionen Euro wieder unter Vertrag.

Juan Riquelme ging von Boca Juniors in Argentinien im Jahr 2002 zu Barcelona. Der Preis? 11 Millionen Euro. Für damalige Zeiten – richtig viel Geld. Doch Louis van Gaal bezeichnete den Transfer als “political signing” und ließ ihn gerne mal auf dem Flügel spielen. Das klappte gar nicht und der Spieler wurde nach Villareal verliehen.

Dort blühte er regelrecht auf, wurde regulär verpflichtet und erreichte im Jahr 2006 das Halbfinale der Champions-League. Im gleichen Jahr nahm er ein Angebot von ManU nicht an, was er später bedauerte. Riquelme gilt als einer der besten Playmaker seiner Generation und durfte sogar das Trikot mit der legendären Nummer 10 der argentinischen Nationalelf tragen. Nur mit Barca und LvG klappte es eben nicht. Ob es am Spieler lag oder an LvG?

Hohe Erwartungen, wenig Erfüllung - das war die Riquelme-Episode bei Barca.
Hohe Erwartungen, wenig Erfüllung - das war die Riquelme-Episode bei Barca. (Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

13. Alfonso 12. Roberto Bonano

Alfonso wurde bei Barca kein Stammspieler.
Alfonso wurde bei Barca kein Stammspieler. Foto: Getty Images

Im Jahr 2000 wollte Barca den großen Rivalen Real Madrid so richtig ärgern und verpflichtete den Absolventen der Madrider Jugendakademie von Betis Sevilla für 16.5 Millionen Euro – als Nachfolger von Luis Figo, der sich ja nach Madrid aufgemacht hatte.

Das war verhängnisvoll – für beide Seiten. Barca und den Stürmer. Denn dieser schaffte gerade mal 2 Tore während seines Schaffens in Barcelona und nach einer ebenso erfolglosen Episode in Marseille ging es zurück zu Real Betis. Auch dort konnte er nie wieder an seine Form aus dem Jahr 2000 anknüpfen. Im Jahr 2005 beendete er seine Karriere.

Barcelona verpflichtete den 31 Jahre alten Goalie von River Plate in 2001 für 1.2 Millionen Euro. Nichts spektakuläres also. Spektakulär waren aber seine Fehler im Halbfinal-Hinspiel der Champions-League gegen Real Madrid in der Saison 2001/02.

Real gewann das Spiel 2:0, die Champions League und Bonano wurde alsbald durch Victor Valdes ersetzt. In 2003 wechselte er zu Real Murcia – ablösefrei.

Ein Shotstopper ohne Glück. Roberto Bonano beim FC Barcelona
Ein Shotstopper ohne Glück. Roberto Bonano beim FC Barcelona. Foto: Getty Images

11. Martin Caceres 10. Gabriel Milito

Der Verteidiger aus Uruguay kam vom FC Villareal.
Der Verteidiger aus Uruguay kam vom FC Villareal. Foto: Getty Images

Der Verteidiger aus Uruguay wurde von Barca in 2008 verpflichtet. Wieder aus Villareal – für €16.5 Millionen. Zuerst verhinderten Verletzungen regelmäßige Spiele, dann konnte er sich nicht durchsetzen gegen die Barca Granden Carles Puyol und Gerard Pique.

Juve lieh ihn aus, dann Sevilla. Dort blieb er und wurde später für 3 Millionen Euro in 2011 verpflichtet.

2003 wollte Real Madrid Milito verpflichten. Doch der Medizin-Check verhinderte dieses. Also ging der Verteidiger zu Real Saragossa. Dort hielt er 4 Jahre durch und Barca verpflichtete ihn danach für 18.5 Millionen Euro. Falsche Entscheidung. Denn jetzt jagte eine Verletzung die nächste. Die längste Verletzungsunterbrechung betrug 602 Tage.

Ganz zum Schluss der Karriere ging er nochmals zu Independiente nach Buneos Aires. Ein Jahr später, 2012, war Schluss. Für Barca spielte er nur 48 Mal in der Primera Division.

Gabriel Milito wurde in Katalonien fußballerisch nicht glücklich.
Gabriel Milito wurde in Katalonien fußballerisch nicht glücklich. Foto: Getty Images

9. Philippe Christanval 8. Javier Saviola

Der Franzose war ein Desaster aus der Zeit vor Pep Guardiola bei Barca.
Der Franzose war ein Desaster aus der Zeit vor Pep Guardiola bei Barca. Foto: Getty Images

Der Franzose war ein Desaster aus der Zeit vor Pep Guardiola. Barcelona eiste ihn 2001 für 17 Millionen Euro aus Monaco los. Das war Quatsch. Denn es gab eigentlich zu der Zeit keinen Bedarf an neuen Verteidigern. Vor allem, da Louis van Gaal auf ein System mit nur 3 Verteidigern umgestellt hatte. Der Wechsel zu Barca war denn auch ein Mega-Desaster für Christanval.

Erst verlor er seinen Platz im französischen Nationalteam, dann wurde er zu Olympique Marseille verkauft, bevor es nach einem erfolglosen Zwischenstopp bei Arsenal 2005 zum FC Fulham ging. Als auch das schief ging, fand er keinen Klub mehr. Und das war es mit der Karriere.

Mit 19 Jahren schloss sich das Megatalent Javier Saviola Barcelona an. Die Katalanen zahlten schlappe 36 Millionen Euro im Jahr 2001 an River Plate Buenos Aires. Da war er dann – der vermeintlich neue Maradona. Und 49 Tore in 123 Spielen ist gar keine so schlechte Bilanz.

Als aber dann Samuel Eto’o und Henrik Larsson in 2004 zu Barca gingen, war Schluss bei Barca und Saviola wurde verliehen – nach Monaco und dann nach Sevilla. Im Jahr 2007 ging es ablösefrei zu Real Madrid – dort floppte er allerdings.

Der "neue" Maradona floppte sowohl bei Barca als auch bei Real Madrid.
Der "neue" Maradona floppte sowohl bei Barca als auch bei Real Madrid. Foto: Getty Images

7. Dmytro Chygrynskiy

Der größte Transferflop des Josip Guardiola?
Der größte Transferflop des Josip Guardiola? Foto: Getty Images

Viele nennen ihn den größten Transferflop des Josip Guardiola. Der Innenverteidiger schloss sich 2009 Barca an. Kostenpunkt 25 Millionen Euro.

Seine Performance war grottenschlecht und ein gepeinigter angstvoller Aufschrei ging regelmäßig durch Camp Nou, wenn sich der Verteidiger gerade mal wieder warm machte, um eingewechselt zu werden.

Nach einem Elfmeter, den er im Spiel gegen Sevilla verursachte, konnte ihn auch sein Förderer, The Pep Man, nicht mehr im Team halten.

Shakhtar Donezk nahm ihn immerhin für 15 Millionen Euro zurück.

6. Geovanni

Ein Brasilianer ohne Glück in Barcelona - Geovanni.
Ein Brasilianer ohne Glück in Barcelona - Geovanni. Foto: Getty Images
Vor Pep Guardiola war die Anzahl der Flops bei Barca deutlich grösser als zur Pep-Zeit oder danach.

Ein Mega-Flop aus der Zeit vor Pep Guardiola war Geovani, den Barca von Cruzeiro in 2001 für 18 Millionen Euro verpflichtete und – so hieß es – Arsenal und Juventus wegschnappte.

Geovani spielte ab und an richtig gut, dann wieder grottenschlecht. Nach 3 Jahren wurde er zu Benfica verliehen.

Insgesamt spielte er noch für 7 andere Klubs, bevor er seine Karriere beendete.

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5. Zlatan Ibrahimovic

Zlatan und Pep - das ging gar nicht.
Zlatan und Pep - das ging gar nicht. Foto: Getty Images

Im Jahr 2009 ging Zlatan Ibrahimovic von Inter zu Barca. Samuel Eto’o wechselte von Barca zu Inter, Zlatan ging zu Pep und die Katalanen legten nochmals 49.5 Millionen Euro drauf.

Das machte 69.5 Millione Euro Ablöse und viel Ärger. There can be only one. Pep und Zlatan – das war einer zu viel.

Und Zlatan kam nicht an Messi vorbei. Eto’o hingegen gewann das Tripple mit Inter. Und Barca verlor 45.5 Millionen Euro, denn mehr als 24 Millionen Euro wollte der AC Milan, der Ibra dann verpflichtete, nicht für ihn zahlen.

Den Katalanen war der Frieden wichtiger als die Kohle. Also konnte Ibra wieder gehen.

4. Alexander Hleb

Barca war sein größter fußballerischer Fehler - Alexander Hleb.
Barca war sein größter fußballerischer Fehler - Alexander Hleb. Foto: Getty Images

Es ist mehr als verständlich, wenn Alexander Hleb immer wieder fassungslos wiederholt, dass der größte fußballerische Fehler in seinem Leben der Wechsel von Arsenal London zum FC Barcelona gewesen sei.

In 2008 wechselte der Weissrusse für 17 Millionen Euro nach Spanien. Und während er eine der Stützen des Teams von Arsene Wenger war, ging bei Barca gar nichts.

Die Ersatzbank wurde sein Stammplatz und nach einer Saison ging es auf die Reise. 3 Mal wurde er verliehen, bis dann sein Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen in 2012 in Barcelona aufgelöst wurde.

Von der Buy-out Klausel in Höhe von 90 Millionen Euro wollte übrigens niemand Gebrauch machen.

3. Gerard Lopez

Kein Glück bei Barca für Lopez.
Kein Glück bei Barca für Lopez. Foto: Getty Images

Lopez hätte eigentlich nichts kosten müssen, denn er spielte zunächst für das Barca B-Team, wurde dann aber im Jahr 1997 nach Valencia verkauft.

Dort spielte er gut und half mit, dass Valencia das UCL-Finale in 2000 erreichte.

Auch bei Deportivo Alaves spielte er danach überdurchschnittlich gut, so dass Barca sich entscheid, den Spieler für 22 Millionen Euro zu kaufen.

Verletzungen verhinderten regelmässige Spiele, so dass der Spieler in 2005 zum AS Monaco gehen musste.

2. Marc Overmars

Ein Megaflop aus Holland - Marc Overmars.
Ein Megaflop aus Holland - Marc Overmars. Foto: Getty Images

Das Paket Overmars/Petit war teuer – richtig teuer. 40 Millionen Euro zahlten die Blauroten im Jahr 2000 an Arsenal London für Marc Overmars und Emmanuel Petit.

Der Wechsel nach Spanien war ein Desaster für Petit, den es schnell wieder nach England zog – zu Chelsea London.

Auch für Overmars brachte Barca kein Glück. Zunächst spielte der Holländer richtig gut, bevor eine Serie an Verletzungen ihn dazu zwang, die Karriere im Jahr 2004 aufzugeben.

Overmars kam sogar nochmal zurück, allerdings nur für ein Jahr – das Knie…

1. Keirrison

Ohne Einsatz bei Barca - Keirison.
Ohne Einsatz bei Barca - Keirison. Foto: Getty Images
Ganz wild wurde es mit Barca und Keirrison. Denn der wurde zwar in 2009 für 14 Milionen Euro aus Palmeiras verpflichtet, spielte aber kein einziges Mal für Barcelona.

Henrique spielte immerhin einige Freundschaftsspiele für Barca. Keirrison aber wurde direkt weiter verleihen.

Insgesamt 5 Mal in 5 Jahren. 2014 lief sein Vertrag bei Barca aus.

Das war es.