Dean Windass in Hull – Premier-League-Held mit Impact und Gewicht!



Dean Windass: Einer wie Paul Gascoigne!

Dean Windass Hull
Dean Windass schoss Hull City in die Premier League. Foto: Imago Images / Paul Marriott

Wir schreiben das Jahr 2008. Rund 3.000 Fans sind zur Eröffnung eines Fanshops von Hull City gekommen. Sie feiern einen Mann, der mit seinem kantigen Äußeren sicher in der Kurve der „Tigers“, aber eher nicht auf dem Platz vermutet wird. Es ist der Spieler, der mit seinem trockenen Schuss, seinem verwegenen Aussehen und seinem nicht an einen Profi erinnernden Gewicht Geschichte geschrieben hat: Dean Windass. 

Dean Windass (Dt.: „Windarsch“). Dieser Typ mit dem Dackelblick hat ein paar Monate zuvor Historisches vollbracht. Auch wenn man es ihm nicht ansieht: Mit seinem 1:0-Siegtreffer im Play-off-Spiel gegen Bristol City am 24. Mai 2008 in Wembley schießt „Deano“ die Tigers von Hull City zum ersten Mal in ihrer Klub-Historie in die höchste englische Liga. Das Tor sichert dem Verein ganz nebenbei 90 Mio. Euro Mehreinnahmen.

Eine Direktabnahme aus 16 Metern ist es, die diesen eigentlich schon Gescheiterten auf einen Schlag in ganz Europa bekanntmacht. Ein Tor für die Ewigkeit. Und dann auch noch im englischen Fußballtempel. Dean Windass hat zu viel Gewicht drauf. Er schnauft nach jedem Sprint wie ein Walross. Mit seiner untrainierten Figur scheint er irgendwie aus der Zeit gefallen zu sein. In der durchgestylten Welt der Premier League, zwischen tiefer gelegten Sportwagen, SUVs und Jungprofis mit Kopfhörern, die früher ein Wochengehalt von Windass gekostet hätten, wirkt der in die Jahre gekommene Rabauke wie ein Relikt.

Ein müder Krieger, der so einiges durchgemacht hat. Windass arbeitet als Maurer und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch, u. a. füllt er in einer Fabrik tief gefrorene Erbsen in Dosen. Er stammt aus Hulls Problemviertel Gipsyville, ist Trinker, lange Jahre Bettnässer und zerlegt auf seinen 9 Profi-Stationen zwischen 1990 und 2007 gern auch mal ein Hotelzimmer. Und immer kämpft er gegen sein Gewicht an – und gegen sonstige Dämonen. Kein Zweifel: ,,Deano” kann als legitimer Nachfolger des legendären Paul Gascoigne durchgehen. Trinken, Kicken und Inneneinrichtung zerlegen, gehört auch bei ,,Gazza” zum Programm.

In der Saison, die ihn in England zum Kult-Kicker machen wird, hat er wohl noch eine Menge Wut in der Wampe. „Als mich Trainer Phil Brown im Januar gegen Sheffield United draußen ließ“, beweist Windass im Guardian offenbar hellseherische Fähigkeiten, „sagte ich ihm, dass ich das Tor erzielen werde, das Hull in die Premier League bringt.“ Das gelingt ihm. Windass wird zum Kult-Kicker – und mit 39 Jahren zum ältesten Premier-League-Profi in der Saison 2008/2009.

Premier League - Tabelle 2008/2009

Dean Windass Hull
Dean Windass bei der Meisterfeier. mit Hull City. Foto: Imago Images / Paul Marriott

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