Der beste Torjäger aller Zeiten spielte auch mal für Hertha


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2. Romario – 772 Tore

Romário de Souza Faria (* 29. Januar 1966 in Rio de Janeiro) ist ein ehemaliger brasilianischer Fußballspieler, einer der bekanntesten Stürmer Brasiliens und Politiker. Er schaffte unglaubliche 772 Tore in seiner Karriere. 1994 wurde Romário zum Weltfußballer des Jahres gewählt.

Er wurde 2004 in die Liste der 125 besten lebenden Fußballspieler aufgenommen. Im Oktober 2010 wurde er für die Partido Socialista Brasileiro (PSB) des Staates Rio de Janeiro in die Legislaturperiode 2011 bis 2015 der Abgeordnetenkammer des brasilianischen Nationalkongresses gewählt. Romário, in Brasilien oft „Baixinho“ (der Kurze) aufgrund seiner geringen Körpergröße genannt, begann seine Profikarriere 1985 bei CR Vasco da Gama, wo er zweimal die Staatsmeisterschaft von Rio de Janeiro (Campeonato Carioca) gewann.

Von 1988 bis 1992 spielte der beidfüßige Stürmer in der Eredivisie für die PSV Eindhoven. Sein Trainer dort war der Niederländer Guus Hiddink, der Romário als „den interessantesten Spieler, mit dem ich je zusammenarbeitete“bezeichnete und vor allem dessen enorme Präsenz und Nervenstärke in wichtigen Spielen lobte, bei denen er häufig das Siegtor erzielte.

Mit PSV gewann er 1989, 1991 und 1992 den Meistertitel, er selbst wurde 1989 zum Fußballer des Jahres der Niederlande gewählt und erzielte insgesamt 174 Tore für die PSV Eindhoven. 1993 wechselte er für eine Ablösesumme von sechs Millionen Dollar nach Spanien zum FC Barcelona, wo er zusammen mit Michael Laudrup, Christo Stoitschkow und Pep Guardiola einen furiosen Angriff bildete.

30 Tore in 33 Spielen

Mit 30 Toren in 33 Spielen wurde er spanischer Torschützenkönig (Pichichi) und gewann mit Barcelona den ersten von zwei spanischen Meistertiteln. Zudem erreichte der FC Barcelona mit Romario auch das Finale der UEFA Champions League 1993/94, wo das Team allerdings dem AC Mailand mit 0:4 unterlag. Beim El Clásico gegen Real Madrid erzielte er in einem denkwürdigen Spiel in Madrid einen Hattrick und bereitete zudem einen Treffer zum 5:0-Endstand vor. 1994 gelang die Titelverteidigung und der Gewinn des spanischen Supercups. Sein Trainer in Barcelona war Johan Cruyff, der Romário als „Genie des Strafraums“ charakterisierte.

Für die brasilianische Fußballnationalmannschaft erzielte Romário in 70 Länderspielen 55 Tore; damit ist er hinter Pelé und Ronaldo der dritterfolgreichste Torjäger aller Zeiten in der Seleção. Sein Debüt bestritt er am 23. Mai 1987 in Dublin gegen Irland, sein erstes Tor erzielte er fünf Tage später in Helsinki gegen Finnland. Bei den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul gewann er mit dem Nationalteam die Silbermedaille des Fußballturniers; im Turnierverlauf erzielte er dabei sieben Tore und wurde damit Torschützenkönig des Turniers. 1989 gewann Brasilien die Copa América. Romário traf in den drei Finalspielen gegen jeden Gegner einmal.

Hinter Bebeto war er der erfolgreichste brasilianische Torschütze dieses Turniers. Am 27. April 2005 bestritt er (knapp vier Jahre nach seinem vorletzten Länderspiel) sein Abschiedsspiel, in dem er ein Tor zum 3:0 gegen Guatemala beisteuerte.

1. Josef Bican – 805 Tore

Josef „Pepi“ Bican (* 25. September 1913 in Wien; † 12. Dezember 2001 in Prag) war ein österreichischer und tschechoslowakischer Fußballspieler. Pepi Bican schoss 1468 Tore in 918 Spielen, wenn man Freundschaftsspiele und Reserve Matches mitzählt.

Berücksichtigt man nur offizielle Spiele, dann kommt er auf 805 Tore. in 530 Spielen. Gralshüter 1 der offiziellen Fußball-Statistiken, die Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation (RSSSF), führt in deshalb auf Platz 1 der erfolgreichsten Torschützen der Fußballgeschichte.

Gralshüter Nr. 2, die International Federation of Football History & Statistics (IFFHS), führt ihn auf Platz 2 im Ranking der offiziellen Spiele und weist ihm 518 Tore zu. Pele hat hier 541 Tore und ist die Nummer 1. Berücksichtigt man alle Tore von pele, so kommt Pele übrigens auf 1284 Tore.

Doch wer war Josef Bican? Ein Österreicher, aber auch ein Tscheche. Denn Pepi Bican repräsentierte sowohl den österreichischen als auch den tschechischen Fußball der Zwischen- und Nachkriegszeit. In Tschechien ist er auch heute noch eine Fußballlegende, dessen Popularität problemlos die Jahre des Sozialismus in Tschechien überdauert hat.

Mit der österreichischen Nationalmannschaft kam Bican 1934 bis ins Halbfinale der Weltmeisterschaft. Von 1939 bis 1944 war er fünf Mal in Folge Europas bester Torschütze. Bereits als 17-Jähriger spielte der Wiener für Rapid in der ersten österreichischen Liga. Es gibt Gerüchte, dass, wenn man alle Tore, die er jemals erzielt hat, zusammenzählt, er auf mehr als 5000 Tore kommen soll. Das lässt sich nicht nachprüfen. Aber gesichert ist, dass er 643 davon in der ersten und zweiten Liga österreichsichen Liga schoss.

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Weltbester Torjäger des 20. Jahrhunderts

Für diese Leistung erhielt er 1997 in München von der Internationalen Organisation der Fußballhistoriker die Trophäe für den weltbesten Torjäger des 20. Jahrhunderts überreicht. Doch was hat Hertha BSC damit zu tun? Nichts!

Pepi Bican wuchs in einer kleinen Wohnung in der Quellenstraße in Favoriten in Wien auf. Der Bezirk mit seinen vielen Ziegeleien war Anziehungspunkt zahlreicher Zuwanderer, die hofften, sich in der Donaumetropole als Arbeiter eine Existenz aufbauen zu können. In seiner Freizeit spielte Pepi Bican wie die meisten Jungen damals Fußball – meist barfuß, denn an eigene Fußballschuhe war nicht zu denken.

In seiner Kindheit lernte Bican auch die Familie von Matthias Sindelar kennen; sein Onkel war einer der besten Freunde des um zehn Jahre älteren späteren Stars der Wiener Austria. Er selbst verstand sich mit dem scheuen, etwas introvertiertem „Schindi“ aber zeitlebens nicht besonders gut. Zu früh setzte bei Josef Bican damals schon das Konkurrenzdenken ein.

Nach Auftritten bei mehreren kleinen Favoritner Fußballklubs spielte der Schüler in den Jahren 1927 und 1928 in der Jugendmannschaft des österreichsichen Erstligavereins ASV Hertha,  wo einst auch Sindelar seine Karriere begonnen hatte. Für jedes Tor, das er erzielte, bekam er als Anreiz einen Schilling von den Klubsponsoren. Pepi Bican konnte die 100 Meter in 10,8 Sekunden laufen und war damit so schnell, wie die Top-Leichtathleten seiner Zeit. Seine Mutter stürmte in seinen Jugendjahren auch gerne mal auf den Pitch. Bewaffnet mit einem Schirm gab es dann Saures für den Gegenspieler, der fortwährend den Sohnemann foulte.

Bican spielte später unter anderem für Rapid Wien und Slavia Prag, als diese noch richtig große Nummern im internationalen Fußball waren. Bican spielte auch in der Nationalmannschaft, kam dort aber nur auf 14 Tore in 19 Länderspielen für Österreich.

Es gibt die Geschichte, dass Bican im Training leere Flaschen auf die latte stellte, um sie dann aus 20 Meter Entfernung einzeln abzuschiessen. Im Durchschnitt soll er dabei 9 von 10 Flaschen im ersten Versuch getroffen haben.

Seine letzten Lebensmonate verbrachte Josef “Pepi” Bican aufgrund einer Herzkrankheit in einem Prager Krankenhaus. Dort verstarb der weltbeste Torjäger am 12. Dezember 2001, zwei Wochen vor Weihnachten, das er erhoffte, noch zu erleben, im Alter von 88 Jahren an einem Herzinfarkt.

Er wurde auf dem Vyšehrader Friedhof bei der Festung Vyšehrad begraben.

Unterschiedliche Ranglisten

Wikipedia veröffentlicht die Rangliste der +500er Torschützen unter https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_men’s_association_football_players_with_500_or_more_goals. Die RSSSF veröffentlicht ihre Liste unter http://www.rsssf.com/players/prolific.html.[sam id=”59″ codes=”true”]. Die IFFHS (International Federation of Football History & Statistics) veröffentlicht unter http://iffhs.de/ ihr eigenes Ranking.

In den Listen gibt es Unterschiede und es werden zum Teil andere Spieler genannt und auf unterschiedlichen Positionen geführt. Das tut der Größe und dem Können der Fußballer keinen Abbruch. Und ist auch irgendwie nicht ganz so wichtig….

Zur Systematik: Wir stützen uns bei unserem Ranking (siehe die folgende Tabelle) auf das der RSSSF. 27 Spieler haben danach bisher mehr als 500 Tore in ihrer Karriere geschossen. Nur Spieler, die ausschließlich oder primär in der ersten Liga spielten, wurden in das Ranking aufgenommen.  Und in das Ranking flossen nur Tore ein, die in offiziellen Matches geschossen wurden. Hierbei gelten alle Altersstufen und Vereine in allen Ligen. 

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Addendum

CR7 und Messi sind per 14. Januar 2018 noch aktiv. Mittlerweile liegen sie auf Basis der Zahlen der Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation auf den Plätzen 6 und 7. CR7 hat mittlerweile 642 Tore geschossen und Leo Messi brachte es auf 618.

Ob sie Gerd Müller erreichen? der kam auf 735 Tore? Die Quote von 0,93 Toren pro Spiel werden sie auf keinen Fall erreichen.

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