Deshalb spielt Borussia Dortmund so gut


Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München – vor dem ultimativen Spitzenspiel am Samstag (18.30 Uhr) führt der BVB die Tabelle in der Bundesliga mit vier Zählern Vorsprung vor den Münchnern an. Dortmund ist nicht nur vorn, sondern spielt unter Trainerfuchs Lucien Favre (61) auch einen effizienten Fußball.

Vier Punkte Vorsprung hat Borussia Dortmund vor dem FC Bayern. Ein Sieg im Heimspiel gegen den Rekordmeister – und der BVB würde dem Rivalen erst einmal enteilen.

Der Kicker (Donnerstagsausgabe) sieht in der Partie „Die Chance auf die Wende.“ – „Im Hit der Bundesliga kann Dortmund seinen lange Zeit großen Rückstand verkürzen“, so das Blatt. Vor der „Schlacht um die Schale“ (SPORT BILD) lohnt sich ein Blick auf die bisherige Performance des fünfmaligen Bundesliga-Meisters aus Dortmund.

Der Tabellenführer ist bei vielen wichtigen Werten besser als Branchenriese aus München. „Hier entwickelt sich wieder was“, sagt Dortmunds Kapitän und Führungsspieler Marco Reus. Der 29-jährige Außenstürmer hat unter BVB-Coach Lucien Favre (61) schon bei Borussia Mönchengladbach zusammengearbeitet. Die Topform und die Aufbruchsstimmung beim BVB werden auf dem Platz mit Reus in Verbindung gebracht. Taktisch und von der Einstellung her, geht die Steigerung bei den Schwarzgelben auf das Konto des Schweizer Trainers.

Ist er der beste Bundesliga-Trainer?
,,Eine Aura von Miraculix", so sieht Sky-Reporter Wolff Fuss BVB-Taktikfuchs Lucien Favre. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images,)

Ein Pluspunkt unter Favre, der nicht ausschließlich an Zahlen festzumachen ist, ist die Rotation im Kader.

Während der letzten „englischen Woche“ mit den Partien gegen Hertha BSC (2:2) und beim VfL Wolfsburg (1:0) in der Bundesliga und dem 3:2-Krimi nach Verlängerung gegen Union Berlin im Pokal tauschte der Taktikfuchs bis zu 7 Stammspieler aus, reduzierte die Belastung – und hatte damit trotz einiger Widrigkeiten Erfolg.

Ligalive-Faktencheck: Favres goldene Joker sichern Dortmund Platz 1

BVB-Coach Lucien Favre wird ein exzellentes Händchen in Sachen Einwechslungen nachgesagt. Nicht nur in der Bundesliga: Beim Beinahe-Knock-out im Pokal sicherten zwei Joker, Marco Reus und Axel Witsel, dem BVB nach 0:1-Rückstand in Fürth doch noch das Weiterkommen.

In der Bundesliga sieht es sogar noch besser aus. 10 der bislang 30 Tore (Liga-Spitze) wurden beim BVB von Einwechselspielern erzielt.

Absoluter Super-Joker ist Neuzugang Paco Alcácer. Der Spanier traf 6-mal nach einer Hereinnahme. Das ist Liga-Spitzenwert. Insgesamt netzte der Leih-Stürmer vom FC Barcelona 7-mal ein. Damit ist er bester BVB-Torschütze in dieser Saison.

Julian Weigl, Jadon Sancho, Mario Götze und Maximilian Philipp kamen bei ihren Treffern ebenfalls jeweils von der Bank.

Ligalive Infografik - Tore des BVB durch Einwechselspieler; Saison 2018/19

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Ligalive Faktencheck: Reus und Co. machen Dortmund unberechenbar

Taktisch äußerst flexibel, besticht Borussia in dieser Saison auch durch die Unberechenbarkeit seiner Akteure. Viele Spieler glänzen als Torjäger und Vorbereiter in Personalunion.

Bestes Beispiel: Marco Reus. Der 29-jährige Leader des BVB ist mit 3 Tor-Vorlagen einer der besten Zuarbeiter im Team. „Beim BVB erleben wir einen Marco Reus in Superform“, schwärmt Dortmunds Trainerlegende Ottmar Hitzfeld in einer Kicker-Kolumne, „den besten Reus, den wir je gesehen haben. Er geht voran, die jungen Wilden folgen ihm und begeistern mit ihrem flotten Umschaltsspiel.“

Absoluter Top-Vorbereiter beim BVB ist jedoch das Juwel, das Manchester City durchgehen ließ: Jadon Sancho. Der englische Nationalspieler legte bereits 6 Treffer auf.

Augenfällig ist, dass bei Borussia Dortmund viele Spieler für die Rolle des Vorlagengebers in Frage kommen. Neben Sancho und Reus glänzen auch Achraf Hakimi, neben Sancho sicherlich die Entdeckung der Vorrunde beim fünffachen Bundesliga-Meister, Thomas Delaney und Christian Pulisic als Vorarbeiter.

Ligalive Infografik - Torschützen Bor. Dortmund; Saison 2018/19

Was weiterhin auffällt: 14 Spieler haben sich bis zum deutschen Clasico bereits in die Torschützenliste bei den Dortmundern eingetragen. Pacao Alcacer und Marco Reus trafen 7 bzw. 6-mal.

Und auch Mittelfeldspieler wie Axel Witsel und Mahmoud Dahoud sowie Abwehrkanten wie Abdou Diallo und Manuel Akanji trafen bereits ins Schwarze.

Das macht den BVB ein Stück weit unberechenbar, denn fast jeder Spieler kann zum Torerfolg kommen oder ein Tor vorbereiten. Stark!

Und auch wenn es zunächst mit dem Toreschiessen nicht klappt wird der BVB nicht nervös.

Ligalive Infografik - Torschützen Bor. Dortmund; Saison 2018/19

Ligalive Live-Ticker - Nationale und internationale Spiele mit Autorefresh, ohne lästiges Aktualisieren

Ligalive Faktencheck: Der BVB ist der Krösus in der „Crunchtime“

Denn in der berühmt-berüchtigte Schlussviertelstunde – der Crunchtime – ist der BVB meist hellwach.

Die letzten 15 Minuten einer jeden Partie sind für den BVB die torreichste Phase. 8 Treffer erzielten Marco Reus und Co. in der Schlussviertelstunde.

13-mal treffen die Dortmunder insgesamt im zweiten Durchgang. Tor-König der Borussia in der zweiten Halbzeit ist erneut Paco Alcácer.

6 von 7 Treffern erzielt der neue Publikumsliebling in der „Crunchtime“, gefolgt von Reus, der mit 3 von 6 Treffern ebenfalls 50 Prozent seiner Tor-Ausbeute in der Bundesliga zwischen der 75. Minute und dem Schlusspfiff markierte. Dieser Punch, kombiniert mit der hohen Qualität des XXL-Kaders von Borussia Dortmund lässt das Team vor dem Spitzenduell gegen die Bayern von höheren Weihen träumen.

Ligalive Infografik - Tore des BVB nach der 85. Minute; Saison 2018/19